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Nachricht vom 25.01.2021    

Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland digital

Das digital realisierte Experiment hat offenkundig gut funktioniert. Aus dem Kirchenkreis Neuwied waren vier Delegierte beteiligt. Es wurde ein neuer Präses gewählt, aber es kamen auch zahlreiche Sachthemen zur Sprache.

Fotos: Jürgen Grab

Neuwied. „Wirklich sehr vermisst habe ich das persönliche Zusammensein mit vertraut gewordenen und neuen Synodalen. Die persönliche Begegnung, der informelle Austausch und Gespräche in den Essens- und Kaffeepausen kamen einfach zu kurz. Und das lockere Gespräch „nach Feierabend“ über die eigenen Eindrücke und Beobachtungen sowie persönliche Einschätzungen zu den verhandelten Themen und die zur Wahl stehenden Personen fehlte leider aufgrund der gegebenen Umstände“, so fasste Detlef Kowalski aus Neuwied, Superintendent des Kirchenkreises Wied, seine Eindrücke von der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) zusammen.

Die Delegierten des Kirchenkreises, Superintendent Detlef Kowalski, Pfarrer Martin Haßler aus Niederbieber und die ehrenamtichen Repräsentanten Marita Klose aus Dierdorf und Uwe Selzer aus Neuwied, arbeiteten jeweils in separaten Büros im Haus der Evangelischen Kirche in der Neuwieder Rheinstraße mit der Kirchenleitung in Düsseldorf sowie mit den Kollegen und Kolleginnen aus dem gesamten Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland in digitaler Weise per Videokonferenz durchaus effektiv zusammen. Dabei betonte Kowalski, dass eine Vielzahl von Sachthemen situationsgerecht abgearbeitet werden konnten.

Dr. Thorsten Latzel wird neuer Präses

Im Mittelpunkt der Tagung standen die Wahlen zur Kirchenleitung. Mit Dr. Thorsten Latzel (50), dem bisherigen Leiter der Evangelischen Akademie Frankfurt, wurde erstmals ein auswärtiger Theologe zum leitenden Geistlichen der EKiR gewählt. Er setzte sich überraschend im ersten Wahlgang mit 113 von 190 Stimmen deutlich gegen Superintendentin Almut van Niekerk (St. Augustin) und Prof. Reiner Knieling durch.



Schon im Vorfeld gab es Videos von Probe-Andachten und Interviews mit allen Kandidierenden. „Wir wurden gut und umfassend informiert und konnten uns konstruktiv an den Abläufen beteiligen. Außerdem hat sich das digitale Wahlverfahren als schnell und effizient erwiesen. Ich würde mich freuen, wenn wir es schaffen dieses Verfahren aus der digitalen Synode in unseren Kirchenkreis mitzunehmen“, war Detlef Kowalski durchaus mit dem Ablauf zufrieden. „Trotz aller Widrigkeiten war es dank guter inhaltlicher und technischer Vorbereitung eine Synode mit ernsthaften und erfolgreichen Debatten“, war der Superintendent zufrieden mit dem Tagungsablauf.

Dr. Thorsten Latzel löst den seit 2013 amtierenden bisherigen Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Manfred Rukowski ab, der in den Ruhstand eintritt, wobei Latzel mit goßer Mehrheit in dieses wichtige Amt der Evangelischen Kirche gewählt wurde.

Die in der Regel jährlich tagende Landessynode ist das oberste Leitungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Sie entscheidet über die wichtigsten Belange der Landeskirche. Die rheinische Kirche hat rund 2,4 Millionen Mitglieder, die zwischen dem Niederrhein und dem Saarland in 37 Kirchenkreisen mit 655 Kirchengemeinden organisiert sind.
Jürgen Grab



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