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Nachricht vom 18.01.2021    

SWN spenden 1000 Euro für Wallfahrtskapelle Hausenborn

Die Zerstörungen an der Wallfahrtskapelle Hausenborn liegen einen Monat zurück. Die Fassungslosigkeit und die Frage nach dem Warum bleiben. Um den Förderverein beim Beheben der Schäden zu unterstützen, helfen die Stadtwerke Neuwied (SWN) mit einer Spende von 1000 Euro.

Von links: Geschäftsführer Stefan Herschbach, Andrea Haupt sowie Franz-Josef Schmidt und Günther Merz vom Vorstand des Förderkreises. Foto: SWN

Isenburg. Kein bloßer Vandalismus, sondern geplante Zerstörung: Eine zentnerschwere Jesusstatue wurde mit Aufwand über ein hohes Gitter geschleppt und in einen Abhang geworfen, kleinere Christusfiguren und Dankestafeln zertrümmert, das Gnadenbild und Holztafeln verbrannt. Der Schaden wird mit 25.000 Euro beziffert.

An der Kapelle hat der Förderverein längst aufgeräumt, Aushänge weisen aber auf die angerichteten Schäden hin. Hinter den Kulissen arbeiten die Mitglieder des Vereins unermüdlich, um in akribischer Kleinarbeit zu retten, was zu retten ist. Die vielen Einzelteile der zerschlagenen Dankestafeln werden sortiert, zusammengesetzt und geklebt. Den Mitgliedern und dem Vorstand, Franz-Josef Schmidt und Günther Merz, merkt man deutlich an, wie tief alle noch getroffen sind.

„Wir sind aber dankbar über die große Anteilnahme und die Unterstützung. Das tröstet und motiviert uns“, erklärte Schmidt SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach vor Ort. Dieser zeigte sich entsetzt über das Vorgehen der Täter und das Ausmaß der Schäden: „Als gläubiger Mensch geht mir das sehr nahe. Schaut man sich die Dankestafeln an, wird klar, wie viele Menschen nach dem Krieg Gott dankten, dass sie diese schreckliche Zeit überstanden haben.“ Aber er wisse auch um das Entsetzen vieler Menschen, für die der Glaube weniger eine Rolle spielt, aber die Ausstrahlung und Ruhe dieses Orts zum Innehalten schätzen: „Ob Spaziergänger oder Wanderer der Isarbachschleife: Die Kapelle liegt vielen Neuwiedern am Herzen.“




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Eine Herzenssache sei es daher, den Verein zu unterstützen, sagt auch Andrea Haupt. Die Geschäftsfeldleiterin der SWN hat das Bild der Zerstörungen noch vor Augen, denn am 21. Dezember war sie gegen Mittag – wie viele andere Neuwieder vor den Weihnachtstagen - bei einer Wanderung an der Kapelle: „Es war fürchterlich, eine sehr bedrückende, traurige Stimmung ging von dem Ort aus, der sonst so positiv strahlt.“

Der Verein ist zuversichtlich, einen Teil der Schäden beheben zu können. „Einige Dinge, wie die verbrannten Holztafeln und das Gnadenbild sind verloren“, sagt Günther Merz. „Die Spende der Stadtwerke und die von vielen anderen Menschen helfen uns enorm.“

Wer auch helfen möchte, kann dem Förderkreis Wallfahrtskapelle Hausenborn e.V. spenden: DE29 5745 0120 0005 1017 79. Stichwort: Vandalismus Hausenborn. Zudem ist eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise auf die Täter ausgelobt, die die Polizei entgegennimmt.



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