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Nachricht vom 30.12.2020    

Verein für Vielfalt managt Bürgerpark Unkel ab 2021

Mit dem Jahreswechsel 20/21 steht der Bürgerpark Unkel unter neuer Regie. Der Verein Gemeinsam für Vielfalt pachtet das Gelände ab 1. Januar 2021 mit allen Rechten und Pflichten für einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren; eine Verlängerungsoption ist vorgesehen.

Der Bürgerpark Unkel steht ab 1. Januar 2021 unter der Regie des Vereins Gemeinsam für Vielfalt. Foto: H.J. Seidel

Unkel. Per Umlaufbeschluss war zuvor die einstimmige Zustimmung des Stadtrats zum Vertragsentwurf erfolgt, nachdem zuvor bereits der Hauptausschuss für die Annahme des Verhandlungsergebnisses votiert hatte.

Auch wenn der Verein das Management des Bürgerparks vom Kulturstadt-Büro übernimmt, steht die rund 22.000 Quadratmeter große „grüne Oase“ im Grundsatz auch weiterhin allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Besuchern offen. Zusätzlich zur Bearbeitung von Belegungsanfragen wird der Verein die Anlage parallel vor allem eigenverantwortlich weiter projektieren; verschiedene Maßnahmen sind in einer zwischen beiden Parteien abgestimmten Prioritätenliste, die Vertragsbestandteil ist, aufgeführt. Zum Vertrag gehören ebenfalls eine Haus- und Nutzungsordnung in Anlehnung an die Satzung des Vereins und zwei Verzeichnisse.

Mit der Übernahme des Bürgerparks in einem „spannenden Neubeginn“ (Gerhard Hausen) gehen mehrmonatige Vertragsverhandlungen zwischen Stadtspitze und Fraktionsvorsitzenden auf der einen Seite sowie dem Vereinsvorstand auf der anderen Seite zu Ende.

Daran beteiligt waren für den Verein die Vorstandsvorsitzende Anja Rihm, ihre Stellvertreterin Astrid Krist und Schriftführerin Sibylle Meyer sowie Prof. Dr. Klaus Riekenbrauk und Clemens Freiherr von Weichs. Die städtischen Interessen nahmen Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, der 1. Stadtbeigeordnete Wolfgang Plöger, die Beigeordneten Markus Winkelbach und Günter Küpper sowie in Interfraktionellen Gesprächen die Vorsitzenden beziehungsweise deren Stellvertreter der im Stadtrat vertretenen Fraktionen wahr.

Modelliert wurden die Vertragsgespräche von Thomas Herschbach, den die Stadt Unkel bereits in der Anlaufphase der Entwicklung zum Bürgerpark als Moderator und Koordinator eingesetzt hatte. „Er hat die zunächst losen Interessen gebündelt und strukturiert und durch diese Systematisierung die Voraussetzung dafür geschaffen, dass wir in konstruktiven und atmosphärisch guten Vertragsgesprächen die jetzt beschlossene Pachtlösung erreichen konnten“, teilte Bürgermeister Gerhard Hausen mit.




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Mit Augenmaß, pragmatisch und zielorientiert hätten in den Vertragsverhandlungen alle Beteiligten daran mitgewirkt, dass der Bürgerpark in eine zukunftsweisende Struktur eingebettet werden konnte. „Natürlich wussten beide Seiten, was sie wollten, gleichwohl ist der Vertrag ein lobenswerter Kompromiss, der allen Beteiligten Planungssicherheit bietet“, unterstrich Gerhard Hausen. Zugleich wies der Stadtchef darauf hin, dass Handlungsfreiheit immer auch mit der Übernahme von Verantwortung verbunden ist.

Rückblick:
Einstimmig hatte der Stadt- und Verbandsgemeinderat am 20. März 2018 für die Rückübertragung des ehemaligen Freibades von der Verbandsgemeinde an die Stadt Unkel votiert. Im Zuge der darauffolgenden Einwohnerversammlung konstituierte sich die Arbeitsgruppe „Bürgerpark Unkel“; der Ideensammlung im offenen Diskurs schlossen sich eine Clusterung und Priorisierung der Nutzungsvorschläge an, weitere Erörterungen hatten den institutionellen Rahmen, die Finanzierung und das Gesamtkonzept zum Thema.

Nachdem zur Erreichung des Masterplanes verschiedene Interessengruppen gebildet worden waren, konstituierte sich auf Vorschlag Herschbachs ein Lenkungsteam, besetzt mit jeweils einem Mitglied der verschiedenen Interessengruppen. Dieses Konstrukt bildete sozusagen das Scharnier zwischen den Gruppierungen und dem Stadtrat.

Zu Beginn des Jahres äußerte dann der Verein Gemeinsam für Vielfalt, der bereits in den verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv war, sein Interesse daran, die weitere Projektierung und das Management des Bürgerparks zu übernehmen. Eine Satzungsänderung und ein Konzept, das der Stadt erfolgreich vorgestellt worden war, bildeten dafür eine erste Voraussetzung.

Dem Verein Gemeinsam für Vielfalt gibt das Unkeler Stadtoberhaupt seine besten Wünsche mit auf dem Weg: „Es ist noch nicht die Zeit der Ernte, sondern die Zeit der Reife. Wir hoffen, dass die Vielfalt auch in unserer grünen Erholungsfläche wächst und gedeiht“.



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