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Nachricht vom 19.12.2020    

Aktionsgruppe „Kinder in Not“ eröffnet neue Vorschule in Lasang

Unvorstellbare Armut und keine Aussicht auf eine bessere Zukunft: das ist die Realität von vielen Familien aus dem Slumgebiet Lasang auf der Halbinsel Mactan/Philippinen. Um zu überleben, müssen alle mit anfassen - auch die Kleinsten.

Das neue Schulgebäude. Fotos: privat

Windhagen. Um diesen Kindern den Weg aus der Armut zu ebnen, konnte die Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V. mit Hilfe von wichtigen Spenden eine Vorschule im Slumgebiet Lasang errichten. 500 Pesos Miete im Monat – das sind umgerechnet rund 8,30 Euro – bezahlt Familie Royta für den Verschlag aus Folien- und Pappresten, Bambusmatten und Wellblech. Ein einzelner Raum zum Schlafen muss für die vierköpfige Familie reichen. Gekocht wird draußen, Toilette und Bad befinden sich unter freiem Himmel hinter der Hütte.

Alle Mitglieder der Familie arbeiten auf der benachbarten Müllkippe und sammeln Wiederverwertbares: leere Flaschen, Papier, Pappe sowie Metallteile. Diese Wertstoffe verkaufen sie an Händler weiter. Auch die siebenjährige Jessa und ihr ein Jahr jüngerer Bruder Teddy müssen helfen. Oftmals sind sie bis tief in die Nacht unterwegs, denn wenn frischer Müll geliefert wird, wollen sie als Erste zur Stelle sein. Der gemeinsame Verdienst der Familie reicht gerade so zum Überleben.

Familie Royta ergeht es wie vielen Familien im Slumgebiet Lasang, die in großer Armut leben. Fahrgeld, Schuluniform und Bücher für einen Schulbesuch können sich die Familien nicht leisten. Um Kindern wie Jessa und Teddy Zukunftschancen zu ermöglichen und den Weg aus der Armut zu ebnen, hat die Aktionsgruppe Kinder in Not e.V. im Slumgebiet Lasang eine Vorschule errichtet. Die Bauarbeiten der neuen Vorschule konnten vor wenigen Wochen abgeschlossen werden und erste Unterrichtseinheiten unter Corona-Bedingungen beginnen.

Das altbekannte Sprichwort „Man lernt nicht für die Schule, sondern für das Leben“ soll sich in der neuen Vorschule widerspiegeln. Schwerpunkt der Arbeit ist neben dem klassischen Vorschulunterricht eine ganzheitliche Förderung der Kinder. Die Mädchen und Jungen erlernen hier weitere Fähigkeiten, die im Leben wichtig, aber in der von Armut geprägten Region Lasang auf den Philippinen nicht immer selbstverständlich sind: das reicht von der richtigen Körperhygiene bis hin zum sozialen Umgang miteinander. Chronisch mangelernährte Kinder erhalten täglich eine warme, vitaminreiche Schulmahlzeit. Das sogenannte „Feeding Programm“ fördert nicht nur den Allgemeinzustand der Mädchen und Jungen, sondern verbessert auch die Konzentrationsfähigkeit im Unterricht und entlastet die Familien finanziell.



Ferner soll das neue Vorschulgebäude in Zukunft auch genutzt werden, um Schulkindern und Jugendlichen aus armen Familien in den Abendstunden Nachhilfeunterricht und Förderung anbieten zu können. „Die frühkindliche Bildung in Vorschulen und das Übergangssystem von der Schule zum Beruf sind Teile einer Bildungskette, die Armut verhindern helfen sollen. Je früher wir eingreifen, desto größer stehen die Chancen für die Kinder, dem Teufelskreis der Armut zu entkommen“ kommentiert „Kinder in Not“ Gründerin Gisela Wirtgen.

Jessa und Teddy haben Glück. Sie können nun in Lasang die Vorschule besuchen. Hungern müssen sie nicht mehr. Geplant ist die Vorschule für 120 Kinder, jedoch ist der Unterricht unter Corona-Bedingungen zurzeit nur eingeschränkt möglich. Sämtliche Kosten für die Instandhaltung werden durch Spenden an die Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e.V. finanziert.


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