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Nachricht vom 14.11.2020    

L267: Warum wurde nur eine Fahrspur saniert?

Von Wolfgang Tischler

Der LBM hatte angekündigt die Landstraße 267 (L267) zwischen Raubach und Puderbach zu sanieren. Sie ist schon seit Jahren in einem teils sehr schlechten Zustand. Die Arbeiten begannen auch pünktlich unter halbseitiger Sperrung. Kurz darauf rieben sich die Verkehrsteilnehmer ungläubig die Augen: Eine Fahrspur war fertig und die Baustelle wurde abgebaut. Alle fragten sich warum?

Fotos: privat

Puderbach. Ein Leser des Kuriers hat sich dann direkt an die Straßenmeisterei gewandt und schrieb: „….Die Straße wird sehr genutzt, da es die einzige direkte Verbindung zwischen Puderbach und Raubach bzw. Dierdorf ist. Die wird auch von mir und meiner Familie wegen der Arbeitsstellen und Besorgungen jeden Tag mehrmals genutzt. Da war die Freude natürlich sehr groß, als angekündigt wurde, dass das Teilstück zwischen Raubach und dem Klärwerk saniert wird. Umso größer jetzt die Enttäuschung nach der "Sanierung". Die Straßenseite von Raubach in Richtung Puderbach (die eigentlich noch in einem besseren Zustand war als die gegenüberliegende Seite) wurde neu geteert, und die gegenüberliegende Seite sieht einfach schlimm aus, was die Verkehrssicherheit stark gefährdet. Wegen der Schlaglöcher wird zum Teil versucht auf die Gegenfahrbahn auszuweichen oder bei Ortsfremden auch stark gebremst, was schon zu brenzligen Situationen geführt hat.“

Die Antwort kam prompt: „Ich kann Ihre Enttäuschung gut nachvollziehen. Leider ist es so, dass der LBM ein begrenztes Budget für die Unterhaltung von Landesstraßen zur Verfügung gestellt bekommt. Wir von der Straßenmeisterei versuchen das Budget immer voll auszureizen. Die Mittel für dieses Jahr reichten leider nur noch für die Fahrspur mit den größeren Schäden. Wenn für 2021 wieder Gelder zur Verfügung gestellt werden, wird die andere Fahrspur ebenfalls saniert.“



Bei Mails wurden uns überlassen und in der Redaktion herrschte ungläubiges Kopfschütteln. Also haben wir beim LBM in Cochem nachgefragt. Von dort kam dann die folgende Antwort vom Chef persönlich: „Leider wurde aufgrund eines Missverständnisses zwischen der beauftragten Firma und uns lediglich ein Fahrstreifen der Landesstraße instandgesetzt. Auch der zweite Fahrstreifen wird noch saniert. Die Arbeiten werden spätestens in der 51. Kalenderwoche 2020 ausgeführt und dauern zwei Tage. Die Firma wird versuchen die Arbeiten noch zeitlich vorzuziehen, sobald sich eine Lücke auf den anderen laufenden Baustellen ergibt.“
woti


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