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Nachricht vom 30.10.2020    

Vergleichsportale richtig nutzen – die wichtigsten Grundlagen

Das Internet bietet nicht nur Gefahren, sondern auch viele Vorteile. Das gilt zum Beispiel hinsichtlich der Vergleichsportale. Diese ermöglichen den Verbrauchern durch mehr Transparenz bessere Verkaufsentscheidungen zu treffen und dadurch viel Geld zu sparen. Allerdings gibt es sogar unter Vergleichsportalen gewisse Anbieter, die als unseriös oder zumindest als nicht unabhängig einzustufen sind. Folgend erfahren Sie daher, welche die wichtigsten Grundlagen sind, damit Sie Vergleichsportale richtig und sicher nutzen.

Fotoquelle: pixabay.com

Preisvergleiche über das Internet gehören heutzutage für viele Menschen zum ganz normalen Alltag. Allerdings gehen viele Verbraucher zu gutgläubig an die Sache heran, wie auch die Stiftung Warentest kürzlich bestätigt hat. Fehlende Objektivität, so lautete ihr Urteil bezüglich des Vergleichsportals Verivox, einer der bekanntesten und beliebtesten Plattformen für verschiedenste Preisvergleiche von Strom, Gas, Handy, DSL, Versicherungen, Krediten und vielem mehr. Es sind also längst nicht nur kleinere und unbekanntere Anbieter, denen es bei den Preisvergleichen an Transparenz mangelt. Für die Nutzer bedeutet das, sich vorab besser zu informieren, welche Plattform genutzt wird. Es geht sozusagen darum, die Vergleichsportale zu vergleichen. Eine Ironie in sich, doch mit folgenden Tipps stellt das für Sie kein Problem mehr dar.

Wo liegen die möglichen Probleme bei Vergleichsportalen?
Eigentlich ist das Prinzip denkbar simpel: Das gesuchte Produkt wird in eine Suchmaschine eingegeben und zusätzlich ein Begriff wie „Vergleich“ – und schon finden sich zahlreiche Plattformen, die einen Preisvergleich oder auch tiefergreifende Testberichte offerieren. Viele Menschen verlassen sich blindlings auf diese Preisvergleiche, ohne sich über die jeweilige Plattform zu informieren. Das Problem an der Sache ist: Prinzipiell darf jeder eine Webseite zum Preisvergleich ins Leben rufen und nach eigenem Belieben betreiben. Dementsprechend groß ist die Verlockung, eine solche Plattform für das Affiliate Marketing zu nutzen. Simpel ausgedrückt bedeutet das, dass die Betreiber der Vergleichsportale bares Geld verdienen, wenn ein User von ihrer Seite zu einem Produkt geleitet wird und dieses kauft. Ihr grundlegendes Interesse besteht also darin, eine solche „Provision“ abzugreifen, und nicht (immer) in erster Linie darin, dem Kunden eine möglichst ehrliche, vollständige sowie transparente Marktübersicht zu offerieren. Die fehlende Objektivität ist somit ein häufiges Problem im Bereich der Vergleichsportale. Dementsprechend werden nicht zwangsläufig die besten Angebote oder Produkte oben gelistet und empfohlen, sondern nur jene, die dem Betreiber das meiste Geld bringen.

Aber selbst, wenn die Objektivität gegeben ist, bedeutet das nicht zwingend, dass die Preissuchmaschine auch tatsächlich alle Angebote kennt und listet. Schließlich ist das Internet unüberschaubar geworden und somit bildet jedes Vergleichsportal nur einen Auszug aus dem tatsächlichen Marktangebot ab. Zudem werden individuelle Rabatte & Co nicht immer berücksichtigt, zum Beispiel ein Tarif für junge Leute oder ähnliche Sonderangebote. Wichtig ist daher, dass das Vergleichsportal über entsprechende Filter verfügt – und diese natürlich auch richtig genutzt werden. Hinzu kommt, dass für die User oft nicht ersichtlich ist, wer hinter dem Vergleichsportal steht und mit welcher Intention. Es fehlt also an Transparenz, um wirklich gute von unseriösen Anbietern zu unterscheiden. Zuletzt besteht ein weiteres Problem darin, dass voreingestellte Filter zu einer Verzerrung der Suchergebnisse führen können, ohne dass der Nutzer dies merkt.

In welchen Branchen sind (Preis-) Vergleiche sinnvoll?
Es können sich also vielfältige Probleme aus Vergleichsportalen ergeben. Das bedeutet aber nicht, dass Sie diese nicht nutzen sollten. Denn es gibt durchaus viele seriöse Anbieter im Internet und in solchen Fällen können Ihnen die Plattformen dabei helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Das gilt zum Beispiel für den Kauf von Produkten wie einem Smartphone. Aber auch bei laufenden Verträgen bieten Vergleichsportale einen hervorragenden Überblick, zum Beispiel für Strom, Gas oder das Internet. Ebenso können Vergleichsportale genutzt werden, wenn es um die Anmeldung bei einem Online-Anbieter geht, zum Beispiel für Sportwetten. In solchen Fällen geht es weniger um die Gegenüberstellung der Preise als um einen tiefergehenden Vergleich der Anbieter. Es gibt somit durchaus viele Branchen und Situationen, in denen die Nutzung solcher Plattformen zu empfehlen ist. Allerdings kommt es eben darauf an, dass Sie „richtig“ mit diesen Vergleichsportalen umgehen.

Tipps für das sichere und richtige Vergleichen
Allein das Wissen, dass nicht alle Vergleichsportale unabhängige, sprich objektive sowie transparente Informationen bieten, sorgt bei vielen Verbrauchern für eine grundlegende Skepsis – und das ist auch gut so. Niemand sollte sich nämlich auf eine Preissuchmaschine oder Vergleichsplattform verlassen. An dieser Stelle gilt es daher, mehrere Portale aufzurufen und deren Ergebnisse miteinander zu vergleichen. Das ermöglicht den Usern, sich einen guten ersten Eindruck zu verschaffen, bei dem zumindest der größte Teil der Anbieter in der jeweiligen Branche abgebildet wird. Weiterhin gelten folgende Grundregeln:

• Nicht nur verschiedene Portale sollten miteinander verglichen werden, sondern auch die jeweiligen Anbieter und Tarife. So kann es nämlich sein, dass sie für unterschiedliche Produkte auch unterschiedliche Konditionen anbieten.
• Wer den scheinbar günstigsten Preis gefunden hat, sollte dennoch einen Blick auf die offizielle Seite des Anbieters werfen. Manchmal sind hier die Konditionen nämlich noch besser oder Sie können gewisse Sonderangebote nutzen. Zudem kann es passieren, dass die Angebote in den Vergleichsportalen veraltet sind und der Preis somit von der Angabe auf der Plattform abweicht.
• Abweichungen kann es zudem bei den konkreten Vertragsbedingungen geben. Wer also zum Beispiel einen Stromtarif auswählt, findet auf dem Vergleichsportal vielleicht andere Vertragsbedingungen als direkt beim Anbieter. Das kann sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil sein.
• Achten Sie außerdem auf Angaben wie „sponsored by“ oder „in Kooperation mit“. Diese sind ein Hinweis darauf, dass das jeweilige Portal nicht unabhängig arbeitet und somit gemieden werden sollte.
• Wer direkt über das Vergleichsportal einen Verkauf tätigen oder Vertrag abschließen möchte, sollte vorab einen Blick in das Kleingedruckte sowie die AGB werfen. Hier ist nämlich auch geregelt, welche Möglichkeiten es zum Widerruf oder für eine Reklamation gibt. Zudem sind dort die Bedingungen gelistet, welche eine eventuelle Bonuszahlung betreffen.
• Achten Sie beim Kauf- oder Vertragsabschluss außerdem darauf, dass ein solcher Bonus auch tatsächlich gewährt wird.
• Zuletzt ist es wichtig, die (Vor-) Einstellungen und Filter zu überprüfen. Ein optimales Ergebnis ist von einem Vergleichsportal nämlich nur zu erwarten, wenn die Suche möglichst individuell getätigt wird. So können sämtliche Rabatte, Boni & Co aufgelistet werden, die speziell für Sie infrage kommen.

Mit etwas Übung, entwickeln Sie ein Gespür dafür, ob es sich um eine unabhängige Plattform oder eine bezahlte Anzeige handelt. Nicht immer werden Letztere gekennzeichnet, dennoch sind sie oft auffällig gestaltet und stechen somit ins Auge. Decken sich hingegen die Ergebnisse mehrerer Vergleichsportale, die Sie als seriös und transparent einstufen, haben Sie einen guten Anhaltspunkt für Ihre Entscheidung.

Weitere Grundregeln (nicht nur) bei Vergleichen
Zuletzt können all jene Grundregeln dabei helfen, seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden, die ohnehin im Internet gelten. Dementsprechend sollte es sich natürlich um eine Plattform aus Deutschland handeln. Sind Sie sich diesbezüglich unsicher, werfen Sie einen Blick ins Impressum. Können Sie kein solches finden, ist die Webseite ohnehin als unseriös einzustufen. Falls doch, so geben weitere Faktoren einen Hinweis darauf, wie vertrauenswürdig diese ist: Ist die Aufmachung professionell und übersichtlich? Sind die Inhalte in gutem Deutsch verfasst? Besteht eine verschlüsselte Übertragung? Können Sie die Informationen (größtenteils) auch ohne die Eingabe von persönlichen Daten einsehen? Wenn Sie all diese Frage mit einem „Ja“ beantworten, ist das Vergleichsportal mit großer Wahrscheinlichkeit seriös, sollte aber trotzdem noch weiteren Plattformen gegenübergestellt werden.

Sind Vergleichsportale wirklich kostenlos?
Diese Frage weckt zusätzlich in vielen Verbrauchern eine gewisse Skepsis. Bei Vermittlungsplattformen, beispielsweise für Versicherungen, lautet die Antwort „ja“. Denn diese finanzieren sich durch die Provisionen der abgeschlossenen Verträge. Allerdings wird genau das oftmals zum Problem bezüglich der Objektivität. Reine Vergleichsportale können daher die bessere Alternative sein, zum Beispiel jenes der Stiftung Warentest, sie haben dementsprechend aber keine Einkommensquelle. Oftmals sind solche Testberichte und Vergleiche daher nur gegen eine kleine Gebühr einzusehen. Diese allerdings sollten Sie nur bezahlen, wenn Sie sicher sind, dass der Vergleich seriös ist und Ihnen jene Informationen liefert, nach denen Sie suchen. Sofern Sie also diese Grundregeln beachten, sind Vergleichsportale im Internet tatsächlich eine praktische Alltagshilfe mit großem Sparpotenzial. (prm)



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