Werbung

Nachricht vom 29.09.2020    

Mahnwache für Menschlichkeit

Neuwied/Andernacher Gruppe von Amnesty International erinnert an die Kriminalisierung ehrenamtlicher Helfer auf See und in den Aufnahmelagern. Das unsägliche Leid der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln ist für die internationalen Hilfeleistenden ein Grund zum humanitären Handeln.

Foto: Jürgen Grab

Andernach/Neuwied. Mit einer einstündigen Mahnwache vor dem Historischen Rathaus in Andernach erinnerte die Neuwied/Andernacher Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International an das schlimme Schicksal der Flüchtlinge aus vielen Ländern auf den griechischen Inseln. Auf den ausliegenden Transparenten und Infotafeln wiesen die engagierten Frauen und Männer aus der Region auf die gravierenden Probleme der Helfer und Helferinnen hin, die sich ehrenamtlich und aufopferungsvoll um die Flüchtlinge kümmern.

Wie die Organisation verlauten ließ, stehen diese derzeit verstärkt im Fokus von politischen und juristischen Repressionen der griechischen Justiz, womit sie diese humanitäre Arbeit verhindern will. So stehen nicht nur Ärzte und freiwillige Helfer unter starkem Druck und entsprechenden Repressalien, sondern zum Beispiel auch die Lebensretter auf dem Schiff „Juventa“. AI weiß zu berichten, dass gegen zehn ehemalige Besatzungsmitglieder juristisch vorgegangen wird, wobei ihnen hohe Strafen drohen.

Die Andernach/Neuwieder AI-Gruppe setzte am vergangenen Samstag ein deutliches Zeichen der Solidarität mit den Flüchtlingshelfern in Griechenland und weltweit und stellte sich in Andernachs Innenstadt demonstrativ an die Seite der Juventa-Crew und vieler weiterer mutiger Menschen, die sich an den Grenzen Europass für die Rechte von Schutzsuchenden einsetzen. „Anstatt Menschen in Not zu helfen, schottet sich Europa immer mehr ab und lässt die Flüchtlinge in ihrem Elend allein. Ganze Familien stranden an den Grenzen und werden in menschenunwürdigen Lagern untergebracht oder sind bereits auf hoher See ertrunken. Es wird immer schwieriger für die in ihren Heimatländern existenzielle Not leidenden Menschen Aufnahme und Schutz in Europa zu finden. Umso mehr sollten wir auch hier in Deutschland Solidarität sowohl mit den Flüchtlingen als auch mit den uneigennützig handelnden Helfer und Helferinnen zeigen“, betonten Manfred Kirsch, Inge Rockenfeller und Inge Kudies von Amesty.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Sachbearbeiter/-in Personal

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Fachkraft für Arbeits- und Gesundheitsschutz (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Sachbearbeiter/in Infrastruktur, Umwelt und Bauen (m/w/d)

Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld
57610 Altenkirchen

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Umwelttechnologe für Wasserversorgung (m/w/d)

Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld
57610 Altenkirchen

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Menschenrechtsaktivist Haralampos Tsanakidis fordert die uneingeschränkte Unterstützung und Solidarität von Ärzten, Sanitätern und Pflegekräften, die dort in Griechenland ihre selbstlose Tätigkeit zur Rettung und Unterstützung von Flüchtlingen ausüben. Nie und nimmer die Retter von Menschenleben für ihre humanitäre Tätigkeiten bestraft werden. Vielmehr sollten sie der uneingeschränkten Solidarität aller Menschen sicher sein, denen das Leben der Flüchtlinge am Herzen liegt und die eine hohe Achtung für diese „barmherzigen Samariter“ heutiger Zeit haben.

Schließlich fordert die Neuwied/Andernacher Gruppe von Amnesty International von Deutschland eine großzügige Aufnahmezusage für die Flüchtlinge von Moria und anderen Lagern. Gerne ließ sich auch Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten von den Anliegen der regionalen Menschenrechtler informieren, wobei Gruppensprecherin Susanne Kudies auf die AI-Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel hinwies, in der die Organisation ausdrücklich deren Initiative forderte, bei der griechischen Regierung insofern zu intervenieren, dass Hilfe für geflüchtete ausdrücklich erlaubt sein muss und keinesfalls kriminalisiert werden darf.




Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Familienfest mit Herz: Der Osterzauber in Windhagen

Der Osterzauber der CDU in Windhagen wurde auch 2026 zu einem besonderen Ereignis für Familien. Mit viel ...

Cosima Lindemann als NABU-Landesvorsitzende bestätigt

In Albig wurde auf der Landesvertreterversammlung des NABU Rheinland-Pfalz ein neuer Vorstand gewählt. ...

Frauenpower in Wirges: Zweite Landfrauenmesse versetzte Wirges in den Ausnahmezustand

Wow, so viel Charme und Anmut hat Wirges lange nicht mehr gesehen: Die Landfrauenmesse des Westerwaldkreises ...

Artenvielfalt im Westerwald stärken: So werden Garten und Balkon zum Nützlingsparadies

Insekten sind für das Ökosystem unverzichtbar, doch viele Arten sind bedroht. Mit einfachen Mitteln können ...

Neuwied: Kritik am Rasselstein-Bebauungsplan - Verband präsentiert Alternative

Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal von Stadtbild Deutschland e. V. äußert sich kritisch zum aktuellen ...

Neue Holzbachbrücke in Puderbach: Bauarbeiten starten Anfang Mai

In Puderbach beginnt Anfang Mai ein umfangreiches Bauprojekt an der L 265. Die bestehende Holzbachbrücke ...

Weitere Artikel


DRK investiert 7,5 Millionen in Zukunft DRK Kamillus Klinik Asbach

Mit Investitionen von rund 7,5 Millionen Euro werde die positive Entwicklung der DRK Kamillus Klinik ...

Live-Konzerte bei #mulidaheim: Mit Abstand Freude bereiten

Der “freundliche Bierlieferant“ Michael „Muli“ Müller aus Oberwambach bietet am 9. und 10. Oktober Live-Konzerte ...

Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit im Kreis im September

Endlich gibt es wieder gute Nachrichten vom regionalen Arbeitsmarkt. Im September ist die Zahl der Arbeitslosen ...

Rheinland-Pfalz führt „Corona Warn- und Aktionsplan RLP“ ein

Wir erleben aktuell weltweit einen deutlichen Anstieg der Corona-Infektionen. Die Ministerpräsiden der ...

Weniger Pfosten: Radfahrer haben freiere Fahrt

Radfahrer haben an mehreren Stellen im Stadtgebiet nun leichteres Spiel. Die Stadtverwaltung hat in den ...

Heimat shoppen und Late Night shopping in Neuwied

Die Innenstädte verlieren nicht nur durch Corona und diverse Leerstände immer mehr an Zulauf. Der Online-Handel ...

Werbung