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Nachricht vom 28.09.2020    

Poetry Slam auf höchstem Niveau im Wissener Kulturwerk

Nicht Mainz, nicht Koblenz, nicht Trier – in Wissen fand am Samstag, 26. September, das Finale der Landesmeisterschaften Rheinland-Pfalz im Poetry Slam statt. Das Event wurde im Kulturwerk ausgetragen, worüber sich Bürgermeister Benno Neuhoff besonders freute. Gewonnen hat der gebürtige Neuwieder Jesko Habert, mit seinen satirischen, gesellschaftskritischen Texten.

Jesko Habert hat die Landesmeisterschaften im Poetry Slam gewonnen. (Fotos: LeaS)

Wissen. Wenn die alte Glocke aus dem Walzwerk ertönte, ist die Zeit für die Poeten abgelaufen. In früheren Zeiten wurde die alte Glocke geläutet, um die Menschen vorzuwarnen, wenn ein Zug durch Wissen fuhr. Vergangenen Samstagabend jedoch beendete die Glocke den Auftritt der Poeten, wenn diese die vorgegebene Zeit überzogen. „Das wohl schönste Signal, was je bei einem Poetry Slam genutzt wurde“, behauptete Mario el Toro, Mitveranstalter, Moderator und gebürtiger Wissener.

Die 9. rheinlandpfälzischen Landesmeisterschaften hatten dieses Jahr in Wissen Premiere. In vergangenen Jahren fand der Wettbewerb in größeren Städten wie Trier oder Kaiserslautern statt. Bürgermeister Benno Neuhoff freut sich ganz besonders darüber, dass die Landesmeisterschaften dieses Jahr in Wissen ausgetragen wurden. „Diese Zeit erfordert, dass Menschen mutig sind und eben nicht alles sein lassen!“, gab Benno Neuhoff auf der Bühne kund.

Bereits am Freitag wurde das Halbfinale in der Germania in Wissen ausgetragen. Die acht Finalisten und Finalistinnen traten dann erneut am Samstagabend im Kulturwerk Wissen auf. Die Veranstaltung wurde organisiert von Mario el Toro, Kultur.Wagen e.V. und dem Förderverein der ökumenischen Stadtbücherei Betzdorf e.V.

Der Poetry Slam
Unter Berücksichtigung der momentan geltenden Abstandsregelung und mit Hygienekonzept, lauschten rund 200 Gäste den witzigen, satirischen, ironischen, gesellschaftskritischen und tiefgründigen Texten der Poetry Slammer und Slammerinnen. Doch nicht nur im Hinblick auf Corona mussten Regeln eingehalten werden: Die Texte müssen selbst geschrieben sein. Es dürfen keine Requisiten verwendet werden und die Zeit von sechs Minuten pro Auftritt darf nicht überschritten werden.

Friedrich Chiller, Gewinner der rheinlandpfälzischen Landesmeisterschaften 2019, lockerte mit seinem Auftritt zu Beginn das Publikum entsprechend auf. Die acht Finalisten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Direkt im Anschluss an den Auftritt wurden die Poetry Slammer von sieben Jurygruppen aus dem Publikum bewertet. In das finale Stechen durften drei Slammer einziehen: die jeweiligen Gewinner der beiden Gruppen und der Zweitplatzierte, dessen Abstand zu dem Erstplatzierten am geringsten war.

Witzige und tiefgründige Texte
Knapp zwei Stunden erfreute sich das Publikum an den teils lustigen, sarkastischen aber auch nachdenklich stimmenden und tiefsinnigen Texten. So begeisterte Edith Brünnler vom Poetry Slam Iggelbrüg mit einem ironischen Rap im Pfälzer-Dialekt über die Weihnachtszeit und Lasse Samström von der Live Lounge Neuwied sorgte für einige Lacher mit seiner selbst erfundenen „Schüttelprosa“, bei der durch Buchstabenverdrehung irrwitzige Wörter entstehen.

Unter den letzten drei Finalisten waren dann Morgaine Prinz von der WortAnklage – der Westerwälder Poetry Slam, mit ihrem Text über Sexismus, Gleichberechtigung und Frauenrechte und einer Punktzahl von 44,9. Carolin Göbel aus Kaiserslautern, dem Poetry Slam Benderhof, zog mit 45,5 Punkten und ihrem Text „Ich bin stark“ in das finale Stechen ein. Jesko Habert vom Reimstein Koblenz konnte sich mit 46,6 Punkten und seinem ironisch-satirischen Text zum Thema Umweltbewusstsein einen Platz im Stechen sichern.

Schlussendlich holte sich Jesko Habert in der zweiten Runde mit seinem Text „Kindheitsträume“, einer sarkastischen Gesellschaftskritik, den Sieg. Wohl verdient, denn er begeisterte das Publikum und bekam von den Jurygruppen in der Endwertung zweimal die Note zehn.

Wissen – die Kulturhauptstadt des Westerwalds
Den Siegerpokal übergab Bürgermeister Benno Neuhoff höchstpersönlich. Ein Stück Holz mit einer gravierten Metallplakette. „Weil es bei uns im Westerwald ja so viel Holz gibt“, erklärt Mario el Toro scherzend. Es wurde sich bei den Sponsoren bedankt, ohne die diese Veranstaltung gar nicht hätte stattfinden können: Die Lotto- Stiftung Rheinland-Pfalz, Mistral-Marketing, die Sparkasse Westerwald-Sieg, das Landesministerium Rheinland-Pfalz und dem KulturWagen e.V gilt besonderer Dank.

Benno Neuhoff ist nicht nur glücklich darüber, dass die Veranstaltung überhaupt in diesem außergewöhnlichen Jahr stattfinden konnte, noch glücklicher ist er darüber, dass dies hier in Wissen passiert. „Wissen, die Kulturhauptstadt des Westerwalds. Selbst Aristoteles hat das schon gesagt. Der Mensch strebt seiner Natur nach – nach Wissen“. (LeaS)


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