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Nachricht vom 21.08.2020    

Seniorenzentrum Obere Rheinaue bereichert Standort Bendorf

Eröffnet hat das neue Bendorfer Seniorenzentrum Obere Rheinaue bereits am 1. Mai, doch auf eine größere Einweihungsfeier mussten die Betreiber der Onesta Holding GmbH wegen Corona zunächst einmal verzichten. In der vergangenen Woche konnten sich nun die Stadtspitze, Vertreter der Fraktionen und Interessierte aus dem Pflegebereich bei einer Besichtigung mit Geschäftsführer Dirk Koopmann ein Bild von der modernen Einrichtung machen.

Das Seniorenzentrum Obere Rheinaue wurde im Mai eröffnet. Geschäftsführer Dirk Koopmann führte durch die Räumlichkeiten. Fotos: Stadt Bendorf

Bendorf. Beim Seniorenzentrum Obere Rheinaue handelt es sich nicht um ein klassisch stationäres Pflegeheim, sondern um ein besonderes Konzept, das sich aus den Bereichen Betreutes Wohnen, ambulanter Pflegedienst und Tagespflege zusammensetzt. Darüber hinaus wird bald auch eine Intensivpflege WG für bis zu sieben Patienten dazukommen.

„Unser Konzept heißt „Pflege à la carte“, da die Kunden sich ihre Leistungen individuell nach ihren Bedürfnissen zusammenstellen können“, erklärt Koopman. Dabei sei man durch die Refinanzierung durch die Krankenkassen nicht teurer als die stationäre Pflege, biete aber ein umfangreicheres Angebot.

Das Seniorenzentrum verfügt insgesamt über 57 Appartements, wovon fünf für Paare vorgesehen sind. Man habe bewusst auf Doppelzimmer verzichtet, damit niemand dauerhaft mit einem Fremden zusammenleben muss, berichtet der Geschäftsführer. Im Einzelappartement stehen den Kunden circa 30 Quadratmeter, im Doppelappartement etwa 50 Quadratmeter zur Verfügung. Eine vergleichbar großzügige Gestaltung, wie Koopmann betont.

In der Tagespflege bietet das Seniorenzentrum 72 Plätze. Um berufstätige Angehörige zu entlasten, besteht das Angebot Montag bis Sonntag von 8 bis 19 Uhr. Für Bedarfsfälle stehen außerdem ambulante Nachtwachen zur Verfügung. Der Aufenthaltsbereich für die internen und externen Pflegegäste ist offen gestaltet, es gibt aber auch Rückzugsecken und Ruheräume.



Bei der Einrichtung und den Angeboten wird Wert auf einen wohnlichen und häuslichen Charakter gelegt – so gibt es eine Therapieküche, in der die Senioren gemeinsam kochen und backen können, wie Daniela Müller, Pflegedienstleitung ambulanter Pflegedienst, erklärt.

In einem weiteren Gebäude stehen 32 Wohnungen für klassisches Betreutes Wohnen zur Verfügung, von denen 29 derzeit vermietet sind. Diese befinden sich unmittelbar neben dem Hauptgebäude und sind vornehmlich für Personen ausgelegt, die teilweise noch selbstständig leben können beziehungsweise eine geringe Unterstützung benötigen. Aufgrund der direkten Nähe zum „Haus der Pflege“ ist eine schnelle Unterstützung sowie Hausnotruf sichergestellt.

In Bendorf konnten durch den Bau der Einrichtung im Neubaugebiet Bendorf Süd III 60 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Vertreter der Kommunalpolitik waren sich einig: Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 20 Millionen bereichert die soziale Infrastruktur der Stadt Bendorf und ist ein wichtiger Baustein, um allen Generationen mit altersgerechten Angeboten ein lebenswertes Umfeld zu bieten. (PM)


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