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Nachricht vom 19.08.2020    

Mit „Keri und Emil“ lernen, wie man Leben rettet

Für die 28 angehenden Gesundheits- und Krankenpflegeschüler/innen sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen des Marienhaus Klinikums Bendorf-Neuwied-Waldbreitbach, ist es nicht nur wegen der Corona Pandemie ein aufregendes Jahr, sondern auch die Examensprüfungen stellten Praxisanleiter und Auszubildende vor neue Herausforderungen.

Auszubildende in der Lernwerkstatt mit ihrem Praxisanleiter Christian Martini-Emden. Foto: privat

Neuwied. Im Normalfall finden die praktischen Prüfungen im laufenden Betrieb auf den Stationen des Klinikums statt. In diesem Jahr konnten die Lehrkräfte des Klinikums wegen der Corona-Pandemie jedoch an dieser Prüfungsform nicht festhalten und haben stattdessen innerhalb kürzester Zeit ihr Prüfungsverfahren an die neuen Gegebenheiten angepasst. „Die praktische Examensprüfung erfolgte für alle Auszubildenden-Schüler/innen als Simulationsprüfung in dafür vorgesehenen Räumlichkeiten des Klinikums“, so der Praxisanleiter Christian Martini-Emden.

„Als ich von dem veränderten Prüfungsverfahren gehört habe, war ich zunächst etwas verunsichert. Jede Prüfung an sich bringt schon eine gewisse Nervosität mit sich - verbunden mit einem veränderten Prüfungsverfahren wurde die Angst noch größer“, schilderte eine Auszubildende. Auch Praxisanleiterin Sarah Hülsewies gibt zu, dass es zunächst etwas schwierig war sich in die neue Prüfungssituation hineinzuversetzen, denn sie als Praxisanleiter übernehmen die Reaktionen des Patienten.

Auch wenn die aktuellen Prüfungsgegebenheiten zunächst für Ängste und Unsicherheit gesorgt haben, so ist Pflegedirektor Oliver Schömann stolz darauf, wie gut mit der besonderen Situation umgegangen wurde. Begründet in der positiven Resonanz werden der Lernwerkstatt die Demopuppen Keri und Emil, auch über die Prüfungsphase hinaus zur Verfügung stehen und die Lernenden bei der Vertiefung ihres zuvor gewonnen theoretischen Wissens unterstützen, so Martini-Emden. „Das realitätsnahe Üben gibt den Lehrenden Sicherheit bei der Umsetzung verschiedener Pflege-Szenarien und steigert darüber hinaus deren Kompetenz“, sagte Sarah Hülsewies.



„Da die Lernwerkstatt seit ihrer Etablierung im vergangenen Jahr sehr gut angelaufen ist, soll das Entwicklungsprogramm stetig weiterentwickelt werden und zukünftig auch Praktikanten und FSJlern zugänglich gemacht werden. Ebenso soll es die Möglichkeit geben nach einem Wiedereinstieg in den Beruf oder Wechsel in eine neue Abteilung das pflegerische Handeln in diesem Rahmen zu vertiefen und zeitgleich das Verständnis für die Pflegeempfänger zu verstärken“, erklärte Oliver Schömann.
(PM)



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