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Nachricht vom 11.08.2020    

CDU und Demuth fordern: Ehrenamt in Blaulichtfamilie stärken

Die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth aus Linz setzt sich für eine Stärkung des Ehrenamts in der Blaulichtfamilie ein. Ihre Fraktion habe dazu ein umfangreiches Positionspapier beschlossen. Dieses ziele darauf ab, nicht zuletzt für das Ehrenamt im Brand- und Katastrophenschutz eine bessere sächliche und finanzielle Unterstützung zu erreichen.

Symbolfoto

Region. „Wir wollen, dass diesem Engagement mehr Wertschätzung entgegengebracht wird und Anreize für das ehrenamtliche Engagement setzen“, sagt Demuth. „Auch hier bei uns im Kreis Neuwied sind viele Hilfsstrukturen ohne den ehrenamtlichen Einsatz in Feuerwehr, aber auch bei DRK, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, ASB, DLRG, etc., nicht denkbar. Dieses ehrenamtliche Engagement ist ein zentraler Baustein unserer Gesellschaft, vor allem innerhalb der Dorf- und Stadtteilgemeinschaften. Wer sich hier einbringt, setzt sich oft Gefahren aus, um anderen zu helfen. Hierfür gilt den Ehrenamtlichen unser herzlicher Dank.“

Zu den konkreten Vorschlägen, so Demuth, gehöre die Schaffung von Prämien bei Dienstjubiläen, von finanziellen Budgets für Ausflüge, Kameradschaftsabende und Jubiläen sowie höhere Aufwandsentschädigungen für Führungskräfte. Notwendig seien zudem modernere Bürokommunikationsmittel. Außerdem müsse bei den Investitionen für Fahrzeuge und Schutzausrüstung der vorhandene Stau abgearbeitet werden. Ellen Demuth: „Die Frauen und Männer in den unterschiedlichsten Hilfsdiensten gehen im wahrsten Sinne des Wortes gemeinschaftlich durchs Feuer.

Um die Wertschätzung dafür zu steigern, wollen wir das Ehrenamt als «Ehrendienst» einstufen und durch Ehrungen unterlegen. Junge Menschen bleiben gerne im ländlichen Raum oder kehren zurück, wenn sie in der Feuerwehr aktiv waren. Insofern stärken unsere Forderungen auch den ländlichen Raum. Um die Nachwuchsgewinnung zu stärken, schlagen wir Zuschüsse zum Führerschein vor. Zudem ist die Anrechnung als Wartesemester denkbar.“ Geprüft werden solle auch, so Demuth, wie dieses ehrenamtliche Engagement bei der Rente berücksichtigt werden kann: „Hier sind verschiedene Modelle denkbar: Rentenpunkte, Betriebsrente oder auch Berücksichtigung beim Renteneintrittszeitpunkt. Das darf man nicht einfach vom Tisch wischen. Hier muss ernsthaft diskutiert werden, was realisierbar ist.“
(PM)


Hierzu ein Kommentar unseres Chefredakteurs
Die Aufgaben der Feuerwehr und des Rettungsdienstes werden immer vielfältiger und mehr. Die Aufgaben werden gerade in unserem Kreis Neuwied, wie auch im gesamten Land Rheinland-Pfalz, überwiegend ehrenamtlich geleistet. Dies neben dem normalen Arbeitspensum im Beruf. So manche Nacht ist kurz oder gar nicht vorhanden, manche Feier muss spontan verlassen werden und überhaupt der Melder geht immer zur Unzeit.

Dass die CDU mit ihrem Positionspapier etwas für das Ehrenamt tun möchte, ist löblich. Hoffentlich ist es nicht dem beginnenden Wahlkampf zur Landtagswahl geschuldet, denn das Ehrenamt sollte parteiübergreifend gefördert werden. Die Ansätze des Papieres zur Diskussion sind gut und gehen in die richtige Richtung. Was fehlt ist der Punkt der zunehmenden Bürokratie und der Verwaltungsaufwand. Hier muss es zeitnahe hauptamtliche Unterstützung geben.

Gesteigerte Wertschätzung ist sicherlich wichtig und gut, aber nicht durch einfache Umbenennung, Urkunden oder Applaus. Da ist die Politik gefordert, das Ehrenamt gesellschaftlich zu stärken und im Ansehen zu verbessern. Wie oft werden Retter mittlerweile angefeindet und auch behindert.

Alles in allem wird es die öffentliche Hand Geld kosten, denn Sicherheit rund um die Uhr ist nicht zum Nulltarif zu haben.
Wolfgang Tischler


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