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Nachricht vom 14.07.2020    

Bärenklau ist auch Plage im Puderbacher Land

Von Wolfgang Tischler

Der Riesen-Bärenklau auch Bärenkralle, Herkulesstaude oder Herkuleskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler. Sie ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze, also keine Staude. Ursprünglich stammt sie aus dem Kaukasus und ist in Europa und Nordamerika ein invasiver Neophyt. Der Bärenklau hat sich auch im Puderbacher Land niedergelassen.

Der Bärenklau ist optisch schön anzusehen, aber für Mensch und Tier gefährlich. Fotos: Werke VG Puderbach

Puderbach. Der Riesen-Bärenklau wird als invasiver Neophyt eingestuft und seine Ausbreitung häufig sehr emotional wahrgenommen. Er bildet photosensibilisierende Substanzen, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken. Berührungen in Verbindung mit Tageslicht können bei Menschen und anderen Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen führen, die schwer heilen und wie Verbrennungen wirken. Es wird deshalb empfohlen, beim Umgang mit der Pflanze vollständige Schutzkleidung zu tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört.

Der Riesen-Bärenklau breitet seine Samen überwiegend durch den Wind aus. Die Fähigkeit der Pflanze, schnell große Flächen zu besiedeln, ergibt sich auch aus der Schwimmfähigkeit der Samen. Samen einer Pflanze, die am Rand eines Gewässers steht, können so große Distanzen zurücklegen.

Deshalb kommt der Riesen-Bärenklau häufig an Flüssen und Bächen, als auch auf Brachland und an Wegesrändern vor, findet aber natürlich auch seinen Weg in den Garten. Im Puderbacher Land ist er zum Beispiel sehr stark zwischen der Kläranlage „Hölzchens Mühle“ und dem Ort Puderbach am Holzbach gewachsen. Da er eine erhebliche Gefahr für den Menschen, als auch für Tiere, zum Beispiel Hunde, darstellt, wurde er nun auf Veranlassung der Werke entfernt.



Bei den Bekämpfungsmaßnahmen wird zwischen großflächigen Beständen und Einzelpflanzen unterschieden. Großflächiger Riesen-Bärenklau-Bestand kann mit Herbiziden bekämpft werden, auf geeigneten Flächen auch durch mehrfaches Mähen und Mulchen. Durch die Nähe zum Holzbach kam in Puderbach nur das Mulchen und Abhacken er Pflanzen in Betracht. Mit der Maßnahme ist die Pflanze aber noch nicht beseitigt. Hier wurde nur die Verbreitung der Samen unterbunden. Im kommenden Jahr muss wieder gemulcht werden, solange bis die Pflanzen endgültig verschwunden sind.
woti


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