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Nachricht vom 14.07.2020    

HVO Oberbieber zeigt wie Vereine derzeit überleben können

Seit Pfingsten hat der Heimat- und Verschönerungsverein Oberbieber (HVO) seinen Biergarten geöffnet. Eigentlich wollte der HVO im Neuwieder Stadtteil Oberbieber – wie jedes Jahr – sein Freibad mit Kiosk eröffnen. Aber Corona hat da einen Strich durch die Rechnung gemacht – der wirtschaftliche Betrieb eines Freibads war unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen nicht möglich.

Von links: Kristina Kutting (IHK-Regionalberaterin), Rolf Löhmar (HVO-Vorsitzender), Christian zur Hausen (IHK-Vizepräsident), Martin Neudecker (IHK-Regionalgeschäftsführer)

Neuwied. IHK-Vizepräsident Christian zu Hausen, IHK-Regionalgeschäftsführer Martin Neudecker sowie IHK-Regionalberaterin Kristina Kutting informierten sich im Rahmen eines Pressegesprächs beim HVO-Vorsitzenden Rolf Löhmar und Frank Hachemer vom HVO über die Neuausrichtung. „Das benachbarte Freibad in Rengsdorf mit der dreifachen Kapazität blieb geschlossen. Die zu erwartenden Besucherscharen hätten uns erdrückt. Die organisatorischen Auflagen kann ein ehrenamtlich geführtes Bad gar nicht erfüllen“, zeigte Rolf Löhmar die Risiken für die Vereinsmitglieder auf. Umso mutiger ist der Entschluss der HVO-Verantwortlichen zu bewerten, stattdessen den Biergartenbetrieb auf das Gelände der Liegewiese auszuweiten und überwiegend mit ehrenamtlichen Kräften zu betreiben. Der ursprünglich nur für kurze Zeit geplante Biergartenbetrieb hat sich in mehrfacher Hinsicht bewährt und wurde deshalb für den kompletten Sommer verlängert.

Frank Hachemer berichtete über die Erfahrungen aus den ersten Wochen: „Wir sind ja hier am Anfang des Naherholungsgebiets Aubachtal und haben neben den Bewohnern aus dem Stadtteil auch regelmäßig Fahrradfahrer und Wanderer aus der Region zu Gast. Mit dem Biergarten schaffen wir eine Begegnungsstätte für Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen, unterstützen im Sinne einer Strukturförderung die Entwicklung des ländlichen Raums am Rand des Neuwieder Stadtgebiets und erhöhen damit die Wohnortattraktivität für Stadt und Stadtteil.“



Auch IHK-Vizepräsident Christian zur Hausen sieht die Herausforderungen für viele Vereine im gesamten Landkreis, für die ihre Vereinsgaststätten einen wichtigen Bestandteil des Vereinslebens darstellen: „Die Pächter leiden als Gastronomen ganz besonders unter den Folgen der Pandemie. Als Unternehmerinnen und Unternehmer benötigen sie jetzt kreative und pragmatische Alternativen – unter Einhaltung der Hygieneregelungen. Als IHK-Mitglieder erhalten sie natürlich unsere volle Unterstützung bei Finanzierungs- und Hygienefragen.“

Martin Neudecker freut sich darüber, wie mit vereinten Kräften ein positives Beispiel hier in unserer Region geschaffen wurde – umso mehr, weil Rolf Löhmar in seinem weiteren ehrenamtlichen Engagement als IHK-Vizepräsident für den Landkreis Mayen-Koblenz aktiv ist.




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