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Nachricht vom 08.07.2020    

Giershofen wird fein gemacht

Von Helmi Tischler-Venter

Bei der Sitzung des Ortsbeirats Dierdorf-Giershofen am 7. Juli waren ungewohnt viele interessierte Zuschauer zugegen, wie Ortsvorsteher Wilfried Ehrenstein erfreut feststellte. Das war dem zentralen Tagesordnungspunkt geschuldet: den Anliegen und Informationen der kooperierenden Arbeitskreise „Wanderwege“ und „Dorfgestaltung“, die sich seit der Dorfmoderation vor vier Jahren sichtlich in und um das Dorf engagieren.

Fotos aus Giershofen von Helmi Tischler-Venter

Dierdorf-Giershofen. Der „Schöwer Rundwanderweg“, den die agilen Gruppenmitglieder angelegt und verschönert haben, hat bundesweite Bekanntheit erlangt und wird fleißig von Besuchern und Einheimischen genutzt. Zuletzt wurde an der Relaxliege „Im Schönholz“ ein Scheunentor in Form einer zweiteiligen Klöntür errichtet, deren Blumenkasten noch bepflanzt wird. Positive Erfahrungen hat man mit der dekorativen Bepflanzung an den Ortseingängen, an „Löwersch Eck“ mit Kuh und Milchbock und an „Sahms Platz“ um den neuen für jedermann nutzbaren Bücherschrank herum, gemacht.

Sandra Roscher erläuterte als Sprecherin der Arbeitsgruppen, dass die offizielle Eröffnung des Bücherschranks wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich auf Frühjahr 2021 verschoben wird. Der Rahmen dieser Veranstaltung, eventuell mit einer Lesung und/oder Wanderung wird gemeinsam mit dem Ortsbeirat gestaltet.

Für den 20. September ist eine Wanderung geplant und am Sonntag, dem 29. November möchten die beiden Gruppen gern in den Abendstunden am Alten Spritzenhaus in Giershofen einen Adventsbasar durchführen, auf dem selbst Gebackenes, Gebasteltes und Gewerkeltes verkauft wird. Elke Jungbluth zeigte die Abbildung einer dekorativen Rindenkrippe, die an diesem Tag aufgestellt werden und die gesamte Adventszeit hindurch stehen bleiben soll. Der Ortsbeirat stimmte dem Vorhaben zu.

Stadtbürgermeister Thomas Vis freute sich, dass das Gebäude genutzt wird, denn die Renovierung des unter Denkmalschutz stehenden Häuschens war und ist teuer. Ehrenstein informierte, dass ein Gutachten des Statikers, wonach der Dachstuhl erneuert werden musste, erhebliche Mehrkosten verursacht. Daher sollen die Pflasterarbeiten am Eingang des Spritzenhauses erst einmal zurückgestellt und später in Eigenleistung ausgeführt werden.

Die Arbeitskreise planen eine Beschilderung der offiziellen Denkmäler des Dorfes: Alte Schule, Judenfriedhof und Spritzenhaus. Die Mitglieder suchen nach alten Dokumenten zu diesen Ortsmarken und bitten hierbei die Bevölkerung um Mithilfe. Auch diesem Vorhaben stimmte der Ortsbeirat einstimmig zu.

Sandra Roscher sprach wieder einmal die fehlenden Mülleimer in der Gemarkung an und Stadtbürgermeister Vis stimmte aus eigener Erfahrung dem Antrag zu, drei weitere Mülleimer im Bereich Fortsetzung Raiffeisenstraße und Teichanlagen aufzustellen.

Der Ortsvorsteher teilte erfreut mit, dass es Beiratsmitglied Lisa Henn mit Helferinnen gelungen ist, 3.172 Euro Spenden im Dorf zu sammeln für die weitere Ausgestaltung des Spielplatzes mit Gerätschaften. Da 3.000 Euro im Stadtetat eingestellt waren, konnten für 4.200 Euro Spielgeräte bestellt werden, die in den nächsten Wochen auf dem Spielplatz neben dem Gemeinschaftshaus aufgestellt werden. Auch hierbei arbeiten die Mitglieder der beiden Arbeitsgruppen und der Ortsbeirat mit den Stadtsoldaten zusammen.

Da für das Dorfgemeinschaftshaus selbst eine Renovierung ansteht und die Corona-Pandemie einen Ortstermin mit der Beraterin der Leader-Region bisher vereitelte, wird die Aufforderung des Rechnungsprüfungsamt des Kreises, die Mieten zu erhöhen, für den jetzigen Zeitpunkt zurückgewiesen. Es gibt zurzeit sowieso kaum Mietanfragen.

Ehrenstein informierte darüber, dass die Richtlinien für den Judenfriedhofsweg nun vorliegen: 2,50 Meter Breite ist für den Radweg genehmigt, die Beleuchtung ist Stadtsache. Gespräche mit der VG stehen an.

Eine weitere Information des Ortsvorstehers bezog sich auf die K 120 im Ortsbereich Giershofen. Der Kreis habe seine Planung an den Landesbetrieb Mobilität weitergegeben, am 5. Juni habe eine Begehung stattgefunden. Der Plan solle bis Ende dieses Jahres fertig sein und dann dem Stadtrat Dierdorf und dem Ortsbeirat Giershofen vorgelegt werden. Vis hielt es für wichtig, dass die Durchgangsstraße durch den Ort gemacht wird.

Bemängelt wurde von Besuchern, dass am Bahnübergang viel zu wenig gearbeitet wird. Thomas Vis bestätigte, dass wegen der Passivität der zuständigen Bahn immer wieder nachgehakt werden muss und erläuterte, dass die Bahn die Strecke reaktivieren und die Bahnübergänge mit Schranken und Lichtzeichen versehen wolle, zumindest innerhalb der Stadt Dierdorf.

Wilfried Ehrenstein dankte herzlich allen ehrenamtlichen Helfern für ihr vorbildliches Engagement und bot an, mit allen Anliegen einfach auf ihn zuzukommen, auch telefonisch. htv


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