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Nachricht vom 08.06.2020    

Land unterstützte Schutz der Natur im Kreis Neuwied mit 120.000 Euro

Die Natur stellt einen wertvollen Schatz für uns dar. Doch viele Tier- und Pflanzenarten sind bedroht – auch im nördlichen Rheinland-Pfalz. Der Klimawandel, der Wegfall ehemals landwirtschaftlich genutzter Flächen, die Umweltverschmutzung, die Ausweitung menschlicher Lebensräume... Die Liste der Gründe für den Rückgang mancher Arten ist lang. Umso wichtiger ist es, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Kaltblutpferde halten im Naturschutzgebiet „Auf der Hardt" bei Altwied artenreiche Halbtrockenrasen und Streuobstwiesen offen. Foto: SGD Nord

Koblenz. „Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord hat dabei als Obere Naturschutzbehörde eine wichtige Rolle, denn sie begleitet viele Projekte nicht nur fachlich, sie hilft auch dabei, diese finanziell umzusetzen", erklärt Dr. Ulrich Kleemann, der Präsident der SGD Nord. So auch im Kreis Neuwied.

Im vergangenen Jahr 2019 sind durch die SGD Nord und im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Fördermittel in Höhe von rund 120.000 Euro für Naturschutzmaßnahmen im Landkreis Neuwied ausgezahlt worden. „Durch die vielseitigen Maßnahmen tragen wir zum Erhalt von Ökosystemen bei und stellen sogar einzelne Lebensräume wieder her", so Dr. Kleemann.

Mit dem Einsatz von Kaltblutpferden werden im Naturschutzgebiet „Auf der Hardt" bei Altwied zum Beispiel artenreiche Halbtrockenrasen und Streuobstwiesen offengehalten. Das Naturschutzgebiet ist Teil des Schutzgebietssystems Natura 2000. Die Kaltblutpferde werden über wenige Wochen im Jahr zur Beweidung eingesetzt. Ergänzt wird der Einsatz durch maschinelle Pflegemaßnahmen. Hierdurch sollen Hanglagen wie zum Beispiel im Moorbachtal offengehalten und als Lebensraum für viele Arten erhalten werden. Seit 2008 werden die Streuobstwiesen im Naturschutzgebiet schwerpunktmäßig gepflegt. „Ziel ist es dabei weniger, die überalterten Streuobstbäume zu erhalten, als vielmehr die Halbtrockenrasen zu entwickeln und mit Sonderstrukturen wie Altholzhaufen anzureichern. Diese können als Unterschlupf, etwa für Wildkatzen und Zauneidechsen, dienen", erklärt SGD-Nord-Vizepräsidentin Nicole Morsblech, die auch der Abteilung Raumordnung, Naturschutz und Bauaufsicht vorsteht.

Ein Schwerpunkt der Biotopbetreuung im Kreis Neuwied liegt in der Rheinniederung von Neuwied, wo es – auch in Zusammenarbeit mit der Stadt – verschiedene Beweidungsprojekte gibt, die der Offenhaltung größerer Areale dienen. Eine Besonderheit ist das Naturschutzgebiet „Meerheck". Durch die Beweidung mit so genannten Heckrindern, einer sehr robusten Rinderrasse, will man verhindern, dass das durch Bachversickerung entstandene Gebiet mit Weiden zuwächst. Ziel ist es, auf kleinem Raum eine vielseitige Biotopstruktur für Pflanzen (Schilfflächen, Hochstaudenfluren und Feuchtgrünland) und Tiere (Vögel, Amphibien, Libellen) zu entwickeln.

Zusätzlich zu den erwähnten 120.000 Euro flossen auch noch Fördergelder in den Naturpark Rhein-Westerwald, der auch auf dem Gebiet des Landkreises liegt. Im Jahr 2019 waren es rund 104.000 Euro.

Weitere Infos unter: www.sgdnord.rlp.de.


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