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Nachricht vom 20.05.2020    

Ältere Menschen brauchen Perspektive in der Corona-Krise

Der Abgeordnete Erwin Rüddel, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, macht sich Gedanken, wie das soziale Leben mit unseren älteren Mitbürgern wieder ermöglicht werden soll. Konkrete Vorschläge oder Handlungsanweisungen aus Berlin gibt es noch nicht.

Foto: pr

Region. „Auch in meinem Wahlkreis Altenkirchen und Neuwied leiden viele Seniorinnen und Senioren durch Corona bedingt unter Kontaktbeschränkungen und zunehmender Einsamkeit. Die Einschränkungen der familiären Begegnungen und der sozialen Kontakte führen zu einer massiven Zunahme der Einsamkeit und des Alleinseins“, schreibt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel in einer Pressemitteilung.

Der Vorsitzendes des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag betont, dass ältere Menschen und deren Familien unbedingt und jetzt eine Perspektive brauchen, wie ihr familiäres und soziales Leben unter Einhaltung des Infektionsschutzes zukünftig stattfinden kann. Die Vorstellung, über Monate oder sogar Jahre weiter auf Besuche verzichten zu müssen, hat bei zahlreichen Betroffenen Besorgnis ausgelöst.

„Das treibt uns politisch an. Wir stehen in einer besonderen sozialethischen Verantwortung, den Gesundheitsschutz und die Bedarfe nach Begegnung und Kontakt ausgewogen wahrzunehmen“, betont Erwin Rüddel und er ergänzt, dass klar ist, dass niemand ganz für sich allein entscheiden kann, sondern gerade im Falle einer Pandemie auch immer Verantwortung für andere trägt.

Der Gesundheitspolitiker weist darauf hin, der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist besonders wichtig, dass der Gesundheitsschutz selbstverständlich gewahrt sein muss: „Risikogruppen benötigen den besonderen Schutz der Rücksichtnahme der Gemeinschaft. Wo es unter den Voraussetzungen des Infektionsschutzes Alternativen zu einer vollständigen Isolation gibt, sollte diese ermöglicht werden.“

Dazu gehören, so Rüddel, zum Beispiel räumlich getrennte Besuchsräume mit Schutzvorrichtungen in den Seniorenheimen, feste Kontaktpersonen und Schutzbekleidung für alle Beteiligten. – Wenn die Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere die Abstandsregeln, eingehalten würden, dann müssten familiäre und soziale Begegnungen schrittweise wieder ermöglicht werden.

Es sei schwer nachvollziehbar, wenn öffentliche Cafés wieder öffnen, aber die familiäre Kaffeetafel bei den Großeltern untersagt bleibt. „Die Menschenwürde muss gewahrt und die Bedürfnisse und Wünsche des betroffenen Personenkreises müssen in Entscheidungen einbezogen werden. Dies betrifft sowohl das Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz als auch nach familiären Kontakten“, stellt der Christdemokrat klar.

Ebenso müssten Sterbebegleitung und ein würdevoller Abschied möglich sein. „Auch für die gute und verlässliche Sterbebegleitung, die wir in Deutschland aufgebaut haben, brauchen wir Kriterien, unter welchen sie in Zukunft stattfinden kann. Gerade aus christlicher und christdemokratischer Sicht ist die Begleitung schwerstkranker, sterbender Menschen auf ihrem letzten Weg Teil eines würdevollen Lebens“, bekräftigt Erwin Rüddel. (PM)


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Kommentare zu: Ältere Menschen brauchen Perspektive in der Corona-Krise

7 Kommentare

Markus (Dieter?!) Schmidt,
Sie schreiben mir: "Ihre Nähe + Treue zu E.R.". und fordern mich auf: "Gehen Sie doch mal in (...)". Da habe ich aufgrund Ihres Postings keine Zeit mehr für. Ich muss bei meinen Freunden überprüfen gehen, ob sie aufgrund eines Lachkrampfes dieser erneuten Unterstellung unter echter Luftnot leiden, in Corona-Zeiten echt gefährlich. Das ist nachprüfbar, ich poste unter meinem echten Namen und gebe auch meinen realen Vornamen an.
Und ja, in Pflegeheimen habe ich mich seit dem Unglück eines Freundes 2011-2019 lange und oft genug aufgehalten, eine gute Freundin ist im Gesundheitsbereich, genau gesagt als FKSII in der Sterilisation tätig, meine gesamte soziale Umgebung liegt zwischen "Gefährdet" und "Belastung für die Rentenversicherung" und als 80% Schwerbehinderter, derzeit empfindlich erkrankt, liegt mir das Thema näher, als Sie unterstellen.
Ja, und auch ich würde mir wünschen, daß mein Duzfreund E.R. (lange her...) Abwägungen, was ihm politisch schaden oder nützen würde, abtun und sich mit seinem Hintergrund Achtung in der derzeitig schwierigen Situation erwerben würde. Er wollte doch (und ich nehme ich`s ihm ab) für UNS tätig sein.

#7 von Hannes Birnbacher, am 23.05.2020 um 21:07 Uhr
Herr Rüddel, wo sind denn Ihre konkreten und verantwortungsvoll umsetzbaren Vorschläge zu diesem Thema?

Welche Vorschläge haben Sie als Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag an Ihren Gesundheitsminister und andere Gremien gemacht?

Welche davon wurden umgesetzt?

Mit Pressemitteilungen deren Inhalt selbstverständliche Allgemeinplätze sind, diffusen Forderungen, nebenbei einem kleinen Negativhinweis nach Berlin, Präsenz auf jedem zweiten Foto, ist den Senioren nicht geholfen!

Also, "Butter bei die Fische" bitte schön und nicht nur rumschwadronieren!
#6 von Markus Schmidt, am 21.05.2020 um 23:28 Uhr
@Hannes Birnbacher: Sehr geehrter Herr Birnbacher,
Ihre Nähe + Treue zu E.R. in allen Ehren. Aber meine Frau war jahrelang in einem Altenheim einer Kirche (hier in Deutschland) tätig. Die Beschäftigten in diesen Betrieben könnten Ihnen da so manches erzählen, wenn Sie das wirklich hören wollen. Wenn Sie als Anhänger von E.R. mir jetzt aber: "rein erfundene Unterstellungen + Täuschung der Leserschaft" vorwerfen wollen, haben Sie entweder keine Ahnung oder noch schlimmer, Sie wollen es auch garnicht wissen.
Gehen Sie doch mal in ein Pflegeheim oder in ein Krankenhaus + reden Sie mal mit dem betroffenen Personal z. B. über das Thema 12h-Schicht + wie es ihnen danach geht.
Ich war 23 Jahre lang Betriebsrat in einer Firma + weiss wie DIE DA OBEN + wir hier unten gesprochen haben.
Gruß
Dieter Schmidt
#5 von Dieter Schmidt, am 21.05.2020 um 20:22 Uhr
@Dieter Schmidt: Und Ihr Kommentar ist Hetze pur. Jeder kann bei Wikipedia nachlesen, dass Erwin Rüddel von 1993 bis zu seiner Wahl in den Bundestag 2009 Mitarbeiter in einer Seniorenheimkette war, also die Branche und Arbeitsbedingungen nicht nur vom, wie Sie schreiben, "immer nur mit den Leiterinnen oder Leitern und mit denen mal einen Kaffee oder Bier trinken" kennt, und hier an seinem Wohnort ist er für seine bodenständige Mitarbeit im Gemeinderat, Starthilfe für den lokalen Gewerbeverein (daher kenne ich E.R. persönlich) usw. bekannt und beliebt gewesen.
Ich bin kein Steigbügelhalter der CDU. Kritik - aber gerne. Jedoch rein erfundene Unterstellungen und Täuschung der Leser - nein danke.
#4 von Hannes Birnbacher, am 21.05.2020 um 12:24 Uhr
@Dieter Schmidt: Und Ihr Kommentar ist Hetze pur. Jeder kann bei Wikipedia nachlesen, dass Erwin Rüddel von 1993 bis zu seiner Wahl in den Bundestag 2009 Mitarbeiter in einer Seniorenheimkette war, also die Branche und Arbeitsbedingungen nicht nur vom, wie Sie schreiben, "immer nur mit den Leiterinnen oder Leitern und mit denen mal einen Kaffee oder Bier trinken" kennt, und hier an seinem Wohnort ist er für seine bodenständige Mitarbeit im Gemeinderat, Starthilfe für den lokalen Gewerbeverein (daher kenne ich E.R. persönlich) usw. bekannt und beliebt gewesen.
Ich bin kein Steigbügelhalter der CDU. Kritik - aber gerne. Jedoch rein erfundene Unterstellungen und Täuschung der Leser - nein danke.
#3 von Hannes Birnbacher, am 21.05.2020 um 08:45 Uhr
Dies ist Wahlkampf PUR. Rüddel, geh doch mal in die Alten- und Plegeheime und spreche mal mit DEN LEUTEN, die die Pflege wirklich bewerkstelligen müssen. Nicht immer nur mit den Leiterinnen oder Leitern und mit denen mal einen Kaffee oder Bier trinken. Die Leute, die die Arschkarte haben können Dir dann mal was erzählen über unbezahlte Überstunden oder von der Kirche verlangte Überstundenspenden zu gunsten der Kirche. Die wissen, was eine Überbelastung im Job ist, nicht ihre Häuptlinge.
#2 von Dieter Schmidt, am 20.05.2020 um 22:42 Uhr
Der Artikel riecht sehr nach Wahlkampf. Unanständig.
#1 von Axel Eppich, am 20.05.2020 um 16:49 Uhr

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