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Nachricht vom 05.05.2020    

Hygieneempfehlungen für Kindertagesstätten veröffentlicht

Das Bildungsministerium hat in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium Empfehlungen zur Anpassung der Hygienepläne der Kindertagesstätten entwickelt. Diese wurden mit den Kommunalen Spitzenverbänden, dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV), dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Rheinland-Pfalz/Saarland sowie dem Landeselternausschuss (LEA) und der Gewerkschaft Komba abgestimmt und heute (5. Mai) veröffentlicht.

Symbolfoto

Region. „Wir alle wissen, dass unsere Eltern im Land darauf warten, dass es auch in den Kitas weitere Öffnungen geben kann. Mit den vorliegenden Empfehlungen, die es ermöglichen, die bisherigen Pläne der Einrichtungen zu präzisieren, schaffen wir weitere Voraussetzungen für die stufenweise Öffnung der Einrichtungen. Jetzt müssen wir sehen, zu welchen Ergebnissen die Beratungen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am morgigen Mittwoch führen“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Die Ministerin betonte: „Kita-Kinder brauchen Nähe. Sie müssen getröstet werden, wenn sie traurig sind, sie benötigen Hilfe bei der Hygiene und werden zum Teil auch noch gewickelt. Kurzum: In Kitas ist es nicht möglich, die Abstandsregeln einzuhalten. Das haben wir in unseren Empfehlungen berücksichtigt.“

Der Hygieneplan enthält unter anderem Empfehlungen zur Raumhygiene, also beispielsweise dem Reinigen der Räume und des Sanitärbereichs sowie dem regelmäßigen Lüften. „Gute Bedingungen in unseren Kitas sind das Hauptaugenmerk, gerade in dieser Zeit. Die Betreuung ist für die Kinder äußerst wichtig, auch das Lernen mit den notwendigen hygienischen Anforderungen umgehen zu können, ist von außerordentlicher Bedeutung“, so der Vorsitzende des Landkreistages Günther Schartz.

„Wir begrüßen diesen Schritt der Landesregierung gerade im Hinblick auf die Wahrung der Kinderrechte sehr. Es muss uns allen darum gehen, dass möglichst viele Kinder nun nach und nach wieder die Möglichkeit bekommen, einen halbwegs normalen und erfüllten Alltag zu führen. Dazu gehört besonders das Spielen mit anderen Kindern in einer Atmosphäre mit genügend Platz und tollen, engagierten Mitarbeiter/innen, die dies auch in einer solch schwierigen Zeit ermöglichen“, erläuterte die stellvertretende Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtverbandes Regine Schuster.

Auch für die Gruppengröße und das Personal in den Kindertagesstätten sind Empfehlungen vorgesehen. So sollen maximal zehn Kinder pro Gruppe betreut werden. Erzieherinnen und Erzieher, die zu den Risikogruppen gehören, sollen nicht vor Ort eingesetzt werden. „Als Orientierungshilfe erleichtern und beschleunigen die Empfehlungen die Entwicklung, Umsetzung sowie ständige Evaluierung von erforderlichen Regelungen zum Schutz der Risikogruppen vor Ort – auch im Miteinander von Kita-Trägern sowie Erzieherinnen und Erziehern. Hierbei ist der besondere Schutz der Risikogruppen durch die Kita-Träger zwingend zu berücksichtigen. Im Übrigen gilt: Verkleinerte Gruppen entsprechen den gewerkschaftlichen Forderungen und sind für die Erzieherinnen und Erzieher als auch die Kinder sowie deren Betreuung vorteilhaft“, sagte Rolf Führ, Landesvorsitzender der Komba Gewerkschaft.




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Grundlegend für das gute Gelingen der Wiedereröffnung unserer Kindertageseinrichtungen ist das Zusammenwirken aller Beteiligter. So können sowohl die Erzieherinnen und Erzieher als auch die Eltern Hygieneregeln wie das richtige Husten und Niesen spielerisch mit den Kindern einüben. „Diese Hygienerichtlinien sind ein fairer Kompromiss zwischen den verschiedenen Bedürfnissen und ermöglichen auf wissenschaftlich fundierter Grundlage, tatsächlich Kita-Angebote auch während der Zeit der Corona-Normalität für alle Kinder zu machen“, erklärte der LEA-Vorsitzende Andreas Winheller und betonte: „Eltern sind froh, wenn es wieder losgehen kann. Damit das auf Dauer funktioniert, müssen wir vorsichtig sein: Wenn Kinder Krankheitszeichen zeigen oder Atemwegssymptome haben, dann müssen sie zuhause bleiben. So wird die Kita-Öffnung ein Erfolg.“

Die gemeinsame Empfehlungen des Ministeriums für Bildung, der Kommunalen Spitzen und des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, des Landeselternausschusses, des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. und der komba zur Anpassung der Hygienepläne der Kindertageseinrichtungen in Rheinland-Pfalz betreffend „Corona“ finden Sie hier. (PM)


Mehr dazu:   Coronavirus  

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Kommentare zu: Hygieneempfehlungen für Kindertagesstätten veröffentlicht

1 Kommentar

Die Ministerin betonte: „Kita-Kinder brauchen Nähe. Sie müssen getröstet werden, wenn sie traurig sind, sie benötigen Hilfe bei der Hygiene und werden zum Teil auch noch gewickelt. Kurzum: In Kitas ist es nicht möglich, die Abstandsregeln einzuhalten.“
Mit dem Hintergrund des jetzigen Kenntnisstandes, dass Kinder unter 10 Jahren sich genau so leicht infizieren, aber deutlich mildere bis keine Symptome zeigen, halte ich allein die Diskussion über eine Ausweitung über die Notbetreuung hinaus für gewagt. In Altenheimen ist menschlicher Abstand ebenfalls unmöglich und die Infektionszahlen auch entsprechend hoch. Im Gegensatz zu Altenheimbewohnern, gehen die Kinder aber mittags wieder nach Hause zu Ihren Familien. Wenn wir jetzt schon die Notbetreuung erweitern, wollen wir eine zweite Corona Welle! Dieses Mal als Flächenbrand.

Warum nicht Verdi oder GEW, sondern Komba „mitberät“, ist nur dadurch zu erklären, dass man sich für das passende Ziel die entsprechenden Berater zusammengesucht hat. Leider gängige Praxis.

Die Hygieneempfehlung für die Kindertagesstätten im Allgemeinen gleicht eher einem „Versuchen wir´s mal. Ist ja bis jetzt immer gut gegangen!“

#1 von Christof Laupert, am 06.05.2020 um 10:14 Uhr

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