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Nachricht vom 29.04.2020    

HwK-Ausbildungsbetrieb läuft mit Corona-Vorkehrungen wieder an

Sechs Wochen stand das Werkstattleben in den Berufsbildungszentren der Handwerkskammer (HwK) Koblenz still, nun sind die ersten Lehrlinge in die Überbetrieblichen Lehrunterweisungen (Ülu) zurückgekehrt. Handwerkslehrlinge werden bei der Handwerkskammer auf ihre Gesellenprüfungen vorbereitet.

Wenn ein Ausbildungsmeister (im Bild Zimmerermeister Thomas Rönn) Prozesse direkt erklären muss, dann nur mit entsprechenden Schutzmaßnahmen und auf das zeitlich Notwendigste begrenzt. Foto: HwK Koblenz (Abdruck honorarfrei)

Koblenz. Natürlich haben die Corona-Schutzrichtlinien auch hier maßgeblichen Einfluss auf die Arbeitsabläufe. „Genügend Sicherheitsabstand und Atemschutzvorkehrungen gehören dazu und bevor die Werkstätten wieder betreten werden konnten, erfolgten umfangreiche Sicherheitserklärungen“, beschreibt Zimmerer-Ausbildungsmeister Thomas Rönn die Umstände dieses ersten Ausbildungstages. In seiner Halle bleiben so auch die meisten Arbeitsplätze leer und der aktuelle Lehrgang wird in verkleinerter Form durchgeführt. „Wo wir sonst auf rund 200 Quadratmeter Fläche 14 Jugendliche ausbilden, sind es jetzt nur acht. Sicherheit geht vor!“ Dass sich Ausbildungsbetrieb und Gesundheitsvorsorge nicht ausschließen, beweist das neue Werkstattleben. „Wir bereiten die jungen Zimmerer auf ihre Gesellenprüfungen vor, die planmäßig in wenigen Wochen stattfinden sollen.“

So wie bei den Zimmerern wurde auch in anderen Gewerken der Ausbildungsbetrieb bei der HwK wieder aufgenommen. „Schritt für Schritt und unter strenger Einhaltung der Auflagen. Von Normalität kann natürlich noch längst keine Rede sein, aber wir versuchen nun mit den Lehrlingen, ihren Ausbildungsbetrieben und den Berufsschulen da wieder anzuknüpfen, wo wir vor Ausbruch der Corona-Krise standen. Zunächst findet die Ülu wieder für die Jahrgänge statt, die sich auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten. Sicherlich werden bis Ende Juli auch die anstehenden Gesellenprüfungen ordnungsgemäß durchgeführt“, erklärt Geschäftsführer Bernd Hammes, bei der HwK verantwortlich für Berufsbildungspolitik. Sein Fachbereich, zu dem auch die Ausbildungsmeister als direkte Ansprechpartner für die Nachwuchshandwerker zählen, hat sich ausgiebig auf den „Neustart“ vorbereitet. Dabei lobt Hammes auch die Jugendlichen, „die wirklich gut mitziehen. Unserer Bitte, jeder möge eine Maske mitbringen, sind quasi alle gefolgt. Ohne Maske gibt es keine Teilnahme.“ Die HwK selbst hat im Eingangsbereich ihrer Zentren umfangreiche Schutzmaßnahmen installiert. „Das wurde gut angenommen und wir sind optimistisch, dass wir so einen gesunden Ausbildungsbetrieb umsetzen können.“ (PM)




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