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Nachricht vom 24.04.2020    

Großer Waldbrand zwischen Elzbach und Nassen

Von Wolfgang Tischler

ATUALISIERT. Bei Breitscheid (Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach) brannte am Nachmittag ein Waldstück von rund sieben Hektar zwischen Elzbach und Nassen. Feuerwehren aus der Region sind teils noch im Einsatz, um den Brand von mehreren Seiten zu bekämpfen und eine Wasserversorgung aufzubauen. Auch ein Polizeihubschrauber mit einem Wasserbehälter ist im Einsatz.

Fotos: Klaus Köhnen

Breitscheid. Es kommt aktuell zu einer starken Rauchentwicklung sowie Geruchsbelästigung in der Region rund um Breitscheid bis hin zur Autobahn. Türen und Fenster sollten in den betroffenen Gemeinden geschlossen gehalten werden.

Es sind die Feuerwehren aus der ehemaligen Verbandsgemeinde Waldbreitbach, sowie Teileinheiten aus Asbach, Linz, Rengsdorf, Tanklöschfahrzeuge aus Puderbach und Pleckhausen und Neuwied im Einsatz (soweit uns bekannt). Aktuell versuchen die rund 100 Einsatzkräfte das Feuer von allen Seiten zu bekämpfen. Das Ausmaß kann aufgrund der starken Rauchentwicklung noch nicht eingeschätzt werden. Es herrscht derzeit in dem betroffenen Talkessel stärkerer Wind, der die Flammen immer wieder anfacht.

Neben den Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehren sind auch Landwirte mit Güllefässer beim Wassertransport behilflich sowie der Polizeihubschrauber mit angehängtem Wasserbehälter. In dem betroffenen Bereich haben Rodungsarbeiten stattgefunden, sodass dort noch viel trockenes Unterholz liegt, in dem die Flammen reichlich Nahrung finden. Noch ist das genaue Ausmaß der Flammen nicht bekannt, da das betroffene Waldstück nicht gefahrlos betreten werden kann. Vor Ort sind auch das DRK zur Absicherung der eingesetzten Feuerwehrkräfte sowie die Polizei.

Im Verkehrsfunk wurde auch für die Autobahn A 3 vor der starken Rauchentwicklung gewarnt: "Sichtbehinderungen durch Rauch zwischen Raststätte Epgert und Neustadt/Wied in beiden Richtungen". Auch über Katwarn und Nina gab es einen Warnhinweis an die Bevölkerung.



Nachtrag:
Der Brand wurde gegen 14.30 Uhr gemeldet. Die brennende Fläche hatte eine Größe von rund sieben Hektar. Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte aus der Region im Einsatz, um den Brand von mehreren Seiten zu bekämpfen. In der Anfangszeit unterstütze ein Polizeihubschrauber mit einem Wasserbehälter aus der Luft.

Die Löschwasserversorgung an die Einsatzstelle wurde über mehrere Großtanklöschfahrzeuge sowie Landwirte mit Güllefässern sichergestellt. Parallel sind lange Schlauchleitungen in die Waldstücke verlegt worden. Im Gewerbegebiet Breitscheid wurde ein Bereitstellungsraum für Einsatzfahrzeuge eingerichtet, hier standen auch Kräfte des Sanitätsdienstes bereit. Die Einsatzleitung unter Wehrleiter Peter Schäfer wurde durch die Kreisfeuerwehrinspekteure, das Presseteam sowie den Einsatzleitwagen (ELW 2) des Landkreis Neuwied unterstützt.

Gegen 17.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, die umfangreichen Nachlöscharbeiten dauern allerdings noch (Stand 19 Uhr) an. Der Grundschutz in der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach wurde durch weitere Feuerwehreinheiten sichergestellt.

Landrat Achim Hallerbach sowie Bürgermeister Hans-Werner Breithausen machten sich vor Ort selbst ein Bild über die Situation und dankten den Einsatzkräften. Auch den umliegenden Firmen und der Bevölkerung vielen Dank für die Unterstützung mit unter anderem kühlen Getränken sowie den Landwirten für die Wasserförderung mit Güllefässern. Die Polizei hat die Brandursachenermittlung aufgenommen.
woti




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