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Nachricht vom 23.04.2020    

Drive-In System in Fieberambulanz Neuwied ab Montag

Im Kreis Neuwied ist die Summe der Fallzahlen auf 206 Personen weiter angestiegen. Hierunter sind drei Todesfälle sowie 172 Personen, die bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden konnten. am Am Wochenende wird die Fieberambulanz auf ein sogenanntes „Drive-In“ System umgebaut.

Symbolfoto

Neuwied. Die Summe der Fälle verteilt sich auf die Kommunen wie folgt:
Stadt Neuwied: 73,
VG Asbach: 29,
VG Bad Hönningen: 15,
VG Dierdorf: 5,
VG Linz: 21,
VG Puderbach: 10,
VG Rengsdorf-Waldbreitbach: 30 und
VG Unkel: 23.

Landrat Achim Hallerbach appelliert an die Bürger/innen: „Die lockernden Maßnahmen sollen jetzt nicht zu einem fahrlässigen Handeln führen.“ Auch Bundesregierung, Virologen und weitere Experten warnen vor einem Rückfall und einer schlagartigen Welle an schweren Erkrankungen und damit einhergehend einer Überlastung des Gesundheitssystems. „Daher kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass die lockernden Maßnahmen keine Entwarnung oder ein Freibrief sind. Die abflachende Kurve an neuen Infektionen ist erfreulich und dies soll auch so bleiben“, fügt Landrat Hallerbach an.

In Kombination mit dem Netzwerk an Corona-Ambulanzen im Kreis Neuwied, gibt es ein flächendeckendes System zur Versorgung von Corona-Patientinnen und Patienten sowie Verdachtsfällen. Auch mit den Krankenhäusern ist der Landkreis in enger Abstimmung. In unserer Region ist eine gute Krankenhaus-Struktur vorhanden und auch der direkte Austausch mit den Maximalversorgern und dem Bundeswehr-Zentral-Krankenhaus in Koblenz findet regelmäßig statt.

Es wurden zusätzliche Intensiv-Kapazitäten geschaffen und in den Häusern entsprechend umstrukturiert, um Patienten isoliert behandeln zu können. „Eins ist aber momentan der Fall: es herrscht eine gewisse Anspannung, ob und wann die erste große Welle an schwer Erkrankten auf uns zukommt. Wir tun alles um bestens vorbereitet zu sein. Aber alle Bürgerinnen und Bürger sind dabei auch gefragt und gefordert: Bleiben Sie weiterhin zu Hause, halten Sie Abstand und schützen Sie sich und ihre Mitmenschen. Nur gemeinsam schaffen wir es, diese Krise zu meistern“, betont der Landrat.



Am kommenden Samstag bleibt die Fieberambulanz in Neuwied geschlossen. Hintergrund ist, dass am Wochenende das System der Fieberambulanz auf ein sogenanntes „Drive-In“ System umgebaut wird. Ziel von diesem System ist es, dass mit dem PKW auf das Gelände gefahren wird und der Test im Fahrzeug abgestrichen werden kann, ohne dabei auszusteigen. Ein Arzt sowie Assistent kommen in Schutzkleidung direkt ans Fahrzeug und nehmen die entsprechenden Daten auf und führen den Test durch.

Es wird ein Einbahnstraßensystem geben, wo die Fahrzeuge über das Gelände herein- und rausgeführt werden. „Durch dieses System können wir den Personaleinsatz nochmals optimieren, um unsere Kräfte bestmöglich vor einer Infektion zu schützen“, erklärt Tim Wessel, Pressesprecher der Technischen Einsatzleitung. Die Betriebszeiten der Fieberambulanz in Neuwied werden nach dem Umbau am Wochenende geändert auf montags bis freitags von 8 bis 10 Uhr, samstags bleibt vorerst geschlossen. Auch die Hotline des Gesundheitsamtes ist am Wochenende nicht erreichbar. Die landesweite Corona-Hotline 0800 99 00 400 hingegen ist rund um die Uhr erreichbar. Auch ist die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter 116 117 erreichbar. (PM)

Vierte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz, Stand 17.4.2020

Auslegungshilfe zur 4. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz vom 17. April 2020




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Kommentare zu: Drive-In System in Fieberambulanz Neuwied ab Montag

1 Kommentar

Interessante Statistik. Vor allem wenn man sie mit der (an gleicher Stelle) veröffentlichten Statistik von vor 2 Wochen (am 09.04.2020) vergleicht.
Danach ergibt sich für die VG Dierdorf (aktuell 5 Infizierte) eine Steigerung von 0 Personen (in Worten Null). Geht man jetzt noch davon aus, dass ein Infizierter durchschnittlich nach 14 Tage zumindest in den Bereich der „geheilten“ gelangt, könnte man ganz ketzerisch behaupten, dass die VG Virusfrei ist.
Zur besseren Verdeutlichung: Diese 5 Infizierten machen (gerundet) 0,046% bzw. 0,46 ‰ der Bevölkerung der VG Dierdorf aus.
Auch im Übrigen ist es interessant, sich einmal mit den Zahlen etwas genauer zu befassen.
Die Gesamtzahl (Fallzahl) im Kreis ist aktuell 206. Macht bei einer Einwohnerzahl von 184.527 (Stand 30.06.2019) eine Gesamt-Infiziertenquote von 0,11 % der Kreisbevölkerung.
Zieht man von diesen aktuell 206 (Fallzahl) die bereits als geheilt angesehenen 172 Personen sowie die bedauerlicherweise verstorbenen 3 Personen ab, gelten aktuell im Kreisgebiet 31 Personen mit dem Virus als infiziert. Dies macht 0,017 % (gerundet) der Bevölkerung, bzw. 0,17 ‰.
By the way:
Am 09.04.2020, also vor 15 Tagen, betrug die Fallzahl im Kreis 190. Seit dem ist sie um 16 auf 206 gestiegen. Macht aktuell ca. 1,07 Neuinfizierte pro Tag. Sollte Sie weiterhin so rasant steigen, kann davon ausgegangen werden, dass in knapp 475 Jahren der gesamte Kreis mit diesem Thema durch sein sollte, d.h. jeder hat sich infiziert und gilt dann lt. Statistik als geheilt.
Möge sich jeder selbst Gedanken darüber machen, ob hier nicht Verordnungen mit dem Gießkannenprinzip über die Gesamtbevölkerung verteilt werden, völlig unabhängig davon, ob man auf dem Land lebt oder in großstädtischen Virusbrutschleudern.
#1 von Stefan Roß, am 24.04.2020 um 09:51 Uhr

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