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Nachricht vom 29.03.2020    

In Daufenbach wurde Sendemast gebaut - Anwohner wehren sich

Von Wolfgang Tischler

Die Deutsche Telecom hat dieser Tage in Daufenbach einen Sendemast errichtet, um die Abdeckung im Ort und Industriegebiet zu verbessern. Nachdem der Mast steht laufen Anwohner dagegen Sturm. In einem Brief an die Kreisverwaltung wird ein sofortiger Stopp verlangt.

So soll der Blick aus dem Schlafzimmer sein. Foto: privat

Daufenbach. Die Baugenehmigung des Sendemastes, der nicht auf einem kommunalen Grundstück steht, beschäftigt die Bewohner von der Ortsgemeinde Dürrholz (Daufenbach, Muscheid und Werlenbach) nicht erst seit gestern. Im Gemeinderat gab es zu der erforderlichen Baugenehmigung lange und umfangreiche Diskussionen und viele Gespräche mit dem Betreiber. Von Seiten der Gemeinde gab es Alternativvorschläge, die aber alle aus „technischen Gründen“ nicht zum Tragen kamen.

In der finalen Sitzung des Ortsbeirates wurde kein Einvernehmen hergestellt, das heißt es wurde keine Zustimmung für die Baugenehmigung erteilt. Dieses fehlende Einvernehmen hatte die Kreisverwaltung ersetzt, denn es gab rein rechtlich keinen Grund die Genehmigung zu untersagen. Insofern wurde die Genehmigung ausgesprochen.

Die unmittelbaren Anwohner fühlen sich vom Bau völlig überrascht und nicht ausreichend informiert. Sie haben sich nun in einem Brief, der unter dem Namen eines Anwohners geschrieben wurde, an die Spitze der Kreisverwaltung gewandt. (Schreiben liegt uns in Kopie vor). Dort werden gesundheitliche Gründe angeführt. Wörtlich heißt es: „Die Abstrahlung geht direkt auf mein Grundstück und schlimmer noch, auf unsere Betten in denen wir schlafen. Wir werden ständig bestrahlt.“ Der Mast soll nach Aussage des Briefschreibers nur etwa 50 Meter entfernt sein.



Der Kreisverwaltung wird vorgeworfen, dass „die Gesundheit der Bürger egal sei“ und dass die Strahlung auf die Menschen nicht genügend im Hinblick auf die gesundheitlichen Schäden erforscht sei. Es wird ein sofortiger Baustopp gefordert und um ein Gespräch vor Ort gebeten. Dem Schreiben sind zwei Fotos beigelegt, die aus dem Bett des Schreibers heraus vorgenommen worden sein sollen.
woti


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Kommentare zu: In Daufenbach wurde Sendemast gebaut - Anwohner wehren sich

7 Kommentare

Botschaften von Funkgegnern sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Längst würde sich abzeichne, dass die heutige Generation Kinder dümmer ist als die von vor 20 Jahren. Es gibt eine Grafik die den Zusammenhang Immission durch Basisstation und durch Handy veranschaulicht, von Dr. Heinrich Eder. Mit ihr erklärt sich, warum das Mastenschieben sogar kontraproduktiv ist. Die vorgeschobene Sorge, um die Gesundheit der Kinder erscheint mir nur ein probates Mittel zu sein, ein persönliches Problem zu sozialisieren. Die meisten Kinder sind Zuhause WLAN und Handys ausgesetzt. Es ist jedem freigestellt private Vorsorge zu betreiben.
#7 von Heidrun Schall, am 04.04.2020 um 09:27 Uhr
Auch ich bin unmittelbar betroffen ca 50 m, denke an die vielen Büger die noch näher wohnen, an unseren Kindergarten, der ist ganz in der Nähe und die Kinder werden ständig bestrahlt. Studien zeigen, dass
gerade bei Kindern die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems durch die Bestrahlung gesundheitsschädlich ist. Funkmast ja, nur 200 m weiter im Industriegebiet wie von dem Gemeinderat gefordert.
#6 von Heidi Neitzert, am 02.04.2020 um 16:37 Uhr
Nicht die Masten sind das Problem sondern wenn überhaupt die Handys. Je dichter Sendemast und Handy zu einander steht, desto geringer die Belastung. Eine wirksame Gesundheitsvorsorge ist somit "Sendemast rein ins Wohngebiet". Dies ist Laien schwer zu vermitteln. Über die Jahre hat sich ein Netzwerk von Laien, kommerziell Interessierten und Scharlatanen aufgetan. Sie stehen nicht im Dialog mit anerkannten Wissenschaftler, sie besuchen auch nicht Fachtagungen. Sie konkurrieren und entwerten im Internet die Wissenschaftler oder Institutionen die die Regierung berät.
#5 von Heidrun Schall , am 02.04.2020 um 11:25 Uhr
Ganz herzlichen Dank an Fam.Tischler. Sie hat uns die Möglichkeit gegeben (trotz
Corona) mit diesem brisanten Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. Wir Bürger von Daufenbach Süd sind nicht gegen Mobilfunk. Nur der Mobilfunk-Mast unmittelbar an unserem Wohngebiet ist wegen der Gesundheitsgefährdung unverantwortlich. Seitens der Gemeinde wurden alternative Standorte genannt.Warum wurden sie nicht genutzt?
Siegmar Neitzert, Daufenbach
#4 von Siegmar Neitzert, am 31.03.2020 um 23:01 Uhr
Unglaublich diese Wutbürger... seit Jahrzehnten sitzen wir in Daufenbach in einem Funkloch jenseits von gut und böse. Jetzt soll endlich Abhilfe geschafft werden und es wird sich beschwert. Eine Mobilfunkabdeckung ist absoluter Standard und auch in Daufenbach notwendig! Ich finde es sehr positiv das diese Lücke endlich geschlossen wird. Hier sollte zum Wohl und zum Nutzen der Allgemeinheit und nicht aufgrund einzelner Personen und Minderheiten entschieden werden.
#3 von Michael Huber, am 31.03.2020 um 09:58 Uhr
...aber jammern, wenn man keinen Empfang hat.

In Deutschland leben zu viele nach dem "Dusch mich, aber mach mich nicht nass"-Prinzip. Ist ja auch alles kein Problem, der Strom kommt ganz umweltfreundlich aus der Steckdose, da braucht man kein Windrad in der Nähe, und Problemabfälle landen ganz weit weg in Afrika oder Asien.
#2 von Maik Burbach, am 30.03.2020 um 21:15 Uhr
Ich lebe seit bald 20 Jahren in direkter Nachbarschaft mehrerer Mobilfunksender. Bis heute sind die dramatischen Prophezeiungen unterschiedlicher Mobilfunkgegner ausgeblieben. Vertrauen sie dem Bundesamt für Strahlenschutz, auch wenn es massiv von Mobilfunkgegner angegriffen wird. Auf Grund mangelnder Fakten, die gegen den Netzausbau sprechen und fehlender Fachkompetenz haben selbst ernannte Mobilfunkexperten kein anderes Mittel, als ihre Gegner zu entwerten. Verschwörungstheorien erobern den Marktplatz mit der Absicht krude Dienstleistungen an die Frau oder den Mann zu bringen. Selbst Rechtsanwälte tummeln sich in der Seifenblase der Funkgegner.
#1 von Heidrun Schall, am 30.03.2020 um 09:45 Uhr

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