Werbung

Nachricht vom 29.03.2020    

Corona und Versicherungsschutz? Infos für Kitas, Schulen und Helfer

Das Coronavirus legt das öffentliche Leben in Rheinland-Pfalz nahezu lahm. Kitas und Schulen sind geschlossen, viele Beschäftigte arbeiten von zu Hause oder werden von der Arbeit freigestellt. Daneben organisieren sich viele Menschen und bieten anderen spontan ihre Hilfe zum Beispiel beim Erledigen von Einkäufen oder Besorgungen an. Angesichts der derzeitigen Ausnahmesituation ergeben sich viele Fragen, insbesondere zum Versicherungsschutz der einzelnen Personengruppen.

Leere Kita-Räume wegen Corona. Fotos: UKRLP

Andernach/Region. Kitakinder, Schülerinnen und Schüler
Schulen und Kitas in Rheinland-Pfalz sind bis zum Ende der Osterferien für den regulären Betrieb geschlossen. Eine Notbetreuung vor Ort ist für Kinder bestimmter Personengruppen einzurichten.

Für die Kinder in der Notfallbetreuung besteht gesetzlicher Unfallversicherungsschutz während der Betreuung selbst sowie auf den erforderlichen Wegen. Auch für die Beschäftigten der kommunalen Kitas und die angestellten Lehrkräfte, die diese Betreuung durchführen, besteht Versicherungsschutz durch die Unfallkasse Rheinland-Pfalz.

Kinder, die zu Hause von den Eltern oder in selbstorganisierten Gruppen betreut werden, sind dabei nicht gesetzlich unfallversichert. Im Schadensfall ist hier die jeweilige Krankenkasse zuständig.

Um den Lernausfall möglichst gering zu halten, werden die Schülerinnen und Schüler derzeit von den Lehrkräften mit Aufgaben versorgt. Während der Erledigung dieser Aufgaben im häuslichen Wirkungskreis stehen sie, wie bei der Hausaufgabenerledigung, nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Beschäftigte in den Notdiensten der Mitgliedsbetriebe
Mitarbeitende, die im Rahmen einer Notbesetzung der jeweiligen Einrichtungen tätig werden, sind im Rahmen des bestehenden Beschäftigungsverhältnisses gesetzlich versichert.

In vielen Einrichtungen des Gesundheitsbereiches, wie etwa in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, werden derzeit wieder ehemalige Mitarbeitende oder Rentnerinnen und Rentner eingesetzt. Auch für diesen Personenkreis besteht ab Beginn ihrer Tätigkeit der gesetzliche Unfallversicherungsschutz wie für alle anderen Beschäftigten.

Beschäftigte im Homeoffice oder beim mobilen Arbeiten
Grundsätzlich gilt: Beschäftigte, die von zu Hause arbeiten – unabhängig ob im Rahmen der Telearbeit oder im Homeoffice - unterliegen genauso dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung wie diejenigen, die ihre Arbeit vor Ort im Betrieb verrichten. Dabei sind alle Tätigkeiten versichert, die in einem sachlichen Zusammenhang mit der Arbeit stehen.

Problematisch ist hingegen oftmals die Beurteilung des Versicherungsschutzes für die Wege innerhalb eines Hauses oder einer Wohnung, in dem sich der jeweilige Arbeitsplatz befindet.

Hier kann es häufiger zu Abgrenzungsfragen kommen, was private und was versicherte Wege sind. Es handelt sich dabei meist um Entscheidungen, die im Einzelfall getroffen werden müssen: Ob der Versicherte im konkreten Einzelfall eine Tätigkeit ausgeübt hat, die dem Beschäftigungsunternehmen diente, als der Unfall passierte und ob sich diese Handlungstendenz durch die Umstände des Einzelfalls objektiv bestätigen lässt.

Freiwillig Helfende
Personen, die sich wegen einer Corona-Erkrankung in häuslicher Quarantäne befinden oder die sich aufgrund ihrer persönlichen Konstitution in dieser Zeit nicht selbst versorgen können, sind häufig auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen, zum Beispiel beim Einkaufen oder bei sonstigen Tätigkeiten.

Viele Kommunen organisieren derzeit Helferdienste in ihren Regionen. Die Freiwilligen melden sich nach einem Aufruf bei ihrer Gebietskörperschaft und werden von dieser dann beauftragt. Diese freiwilligen Helferdienste in der Organisationshoheit der Kommunen sind gesetzlich unfallversichert. Das gilt grundsätzlich auch für die privat initiierten Hilfsangebote an private Haushalte. Vom Versicherungsschutz nicht erfasst sind hier aber Hilfsdienste, die aufgrund der sozialen Beziehung als selbstverständlich anzusehen sind.

Informationen zu konkreten Einzelfallgestaltungen gibt die Unfallkasse Rheinland-Pfalz unter Telefon 02632 960-3710. (PM)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Wissen auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 


Kommentare zu: Corona und Versicherungsschutz? Infos für Kitas, Schulen und Helfer

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

Beliebte Artikel beim NR-Kurier


Drei vermisste Kinder aus Asbach gefunden und in Obhut genommen

Seit Sonntag, den 22. November 2020, 17:30 Uhr, wurden in Asbach drei Kinder im Alter von 15, 10 und 2 Jahren vermisst. Die Kinder waren nach einem Spaziergang mit zwei kleinen Hunden nicht zurückgekehrt. Den bisherigen Erkenntnissen nach dürften sie geplant von zu Hause ausgerissen sein.


Region, Artikel vom 23.11.2020

Am Montag nur 16 neue Coronafälle registriert

Am Montag nur 16 neue Coronafälle registriert

Im Kreis Neuwied wurden 16 neue Positivfälle am Montag, den 23. November registriert. Die Summe aller Positivfälle steigt auf 1.749 an. Aktuell sind 324 infizierte Personen in Quarantäne. Der Inzidenzwert liegt gemäß aktueller Berechnung durch das Landesuntersuchungsamt RLP bei 109,4.


Region, Artikel vom 23.11.2020

Raub auf Tankstelle in Bad Honnef

Raub auf Tankstelle in Bad Honnef

Die Bonner Polizei fahndet nach einem Unbekannten, der am Sonntag 22. November in Bad Honnef eine Tankstelle überfallen hat. Gegen 17:55 Uhr betrat der Mann den Verkaufsraum der Tankstelle auf der Hauptstraße, bedrohte den Angestellten mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Bargeld.


Explodierter Akku in Gewerbebetrieb ruft Feuerwehr auf Plan

Am Montagmorgen (23. November) kurz von 9 Uhr wurde die Feuerwehr Oberraden-Straßenhaus mit der Einsatzmeldung „unklare Rauchentwicklung aus Gebäude, Akkuschrauber explodiert“ zu einem Gewerbebetrieb in Oberraden alarmiert.


A 48 – Fertigstellung Rheinbrücke Bendorf verzögert sich

Die vom Landesbetrieb Mobilität, Autobahnamt Montabaur, beauftragten Instandsetzungsarbeiten an der Rheinbrücke Bendorf (A 48) können nicht - wie vorgesehen - bis zum Jahresende 2020 abgeschlossen werden. In Abhängigkeit vom weiteren Baufortschritt und der Witterung steht die Rheinbrücke nach heutiger Planung voraussichtlich im April 2021 in beiden Fahrtrichtungen wieder ohne Einschränkungen zur Verfügung.




Aktuelle Artikel aus der Region


Vettelschoß hat nun Bücherei in der Telefonzelle

Vettelschoß. Die Idee ist nicht neu, seit über 30 Jahren entstehen in vielen Orten und Gemeinden solche Telefonzellenbüchereien ...

Video zeigt die Schönheiten Neuwieds

Neuwied. Zwar steht in Neuwied keine Säule, doch Teil des Informationssystems sind aussagekräftige Videos über die einzelnen ...

19. Standartenfrühschoppen des 1. Kürassierregiments Vettelschoß abgesagt

Vettelschoß. Das 1. Kürassierregiment 1999 Vettelschoß e.V. gibt nun schweren Herzens bekannt, dass der diesjährige 19.Standartenfrühschoppen ...

Kinder sammeln 2,5 Tonnen Müll

Neustadt. Die Familien konnten sich erneut beim Gemeindebüro anmelden und erhielten dort Müllsäcke und Kinderarbeitshandschuhe. ...

Über 6.700 virtuelle Besucher an digitalen Tag der offenen Tür

Neuwied. Wo sich sonst im November rund 1.000 Interessierte und Ehemalige treffen, liefen am 21. November die Netzwerke heiß. ...

A 48 – Fertigstellung Rheinbrücke Bendorf verzögert sich

Bendorf. Der Grund für die Verzögerung sind noch ausstehende Arbeiten im Bereich des Mittelstreifens am Brückenbauwerk. Auf ...

Weitere Artikel


Kampagne von Pink Ribbon Deutschland zur Brustkrebs-Früherkennung

Würzburg/Region. Die 32-Jährige ist vielen bekannt als die ungewöhnliche Teilnehmerin der 2010er Staffel von GNTM, als strahlende, ...

Sind Corona-Soforthilfen für Kleinunternehmer eine Mogelpackung?

Region. Antragsberechtigt für das Sofortprogramm in unserer Region sind Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz bis zu zehn ...

Polizei meldet eine ganze Reihe Einbrüche und unerlaubtes Graffiti

Einbruch in Garagen
Ockenfels. In der Nacht von Freitag auf Samstag (28. März) wurden in Ockenfels in der Blumenau insgesamt ...

Brand in Mehrfamilienhaus in Neuwied schnell unter Kontrolle

Neuwied. Die Feuerwehr Neuwied und Irlich löschten kleineren Brand m 27. März gegen 18 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der ...

Beleuchtung Fußweg hinter 3-Feld-Halle Windhagen in Betrieb

Windhagen. Die Gemeindeleitung hat während des Projektablaufes dann entschieden, keine herkömmlichen verkabelten Straßenlampen ...

Prof. Dr. Pater Füllenbach SVD aus Neustadt feierte 85. Geburtstag

Neustadt. „Ich bin wirklich sehr tief beeindruckt von Pater Füllenbachs Persönlichkeit und dessen Lebenswerk. Ein Mensch, ...

Werbung