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Nachricht vom 17.03.2020    

Kreis Neuwied hat aktuell 36 Coronafälle – Fieberambulanz läuft

Weitere Helfer für Fieberambulanz in Neuwied werden gesucht. Die Allgemeinverfügungen zu kontaktreduzierenden Maßnahmen treten ab Mitternacht in Kraft. Landrat Achim Hallerbach appelliert an die Bevölkerung die sozialen Kontakte zu minimieren.

Blick ins Lagezentrum des Kreises Neuwied. Foto: Kreisverwaltung

Neuwied. Die Fieberambulanz im Neuwieder Industriegebiet Friedrichshof, Rudolf-Diesel-Straße 12, ist heute (17. März) den 2. Tag in Betrieb gewesen. Nach einer ersten Testphase am Montag, wurden die Betriebszeiten auf 10 bis 15 Uhr ausgeweitet. Zudem wurden Engpässe aus dem ersten Tag optimiert, sodass es zu kürzeren Wartezeiten kam. Insgesamt wurden am Dienstag 120 Personen in der Fieberambulanz getestet. Die Zahl der bestätigten Fälle hat sich im Landkreis Neuwied auf 36 Personen erhöht. Nach aktuellen Planungen wird die Fieberambulanz auch am Wochenende in Betrieb gehen. Landrat Achim Hallerbach betonte in der abendlichen Lagebesprechung nochmals den Ernst der aktuellen Situation und wies auch auf die aktuellen Allgemeinverfügungen des Landes Rheinland-Pfalz hin, die ab Mitternacht (17./18. März) nun in Kraft treten.

Die Allgemeinverfügungen umfassen kontaktreduzierende Maßnahmen zum Schutz der Bürger/innen. „Mit den nun endlich erlassenen Allgemeinverfügungen der Landesregierung haben wir auch die Forderung diese für unseren Landkreis umzusetzen. Damit haben wir eine landesweite Anweisung wie mit Einrichtungen, Veranstaltungen oder auch Geschäften zu verfahren ist“, sagte Landrat Achim Hallerbach. Der Vollzug und die Kontrolle der Umsetzungen liegen dabei in den Händen der Ordnungsämter und der Polizei. Es wird eindringlich darauf hingewiesen, zu Hause zu bleiben und alle Kontakte zu reduzieren, die nicht notwendig sind. Oberstes Ziel ist es, die Ausbreitung zu verlangsamen. Die Versorgungsstrukturen für die Bevölkerung sind weiterhin gewährleistet.

Dank der Zusage der Bundeswehr im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit kann die Fieberambulanz in Neuwied ab Mittwoch von acht Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten unterstützt werden. Dennoch bittet Dr. Corinna Trapp, ärztliche Leiterin der Ambulanz, inständig darauf zu achten, die Fieberambulanz nur aufzusuchen, wenn innerhalb der vergangenen 14 Tagen mit einem bestätigt infiziertem Coronapatienten direkter Kontakt bestand und eindeutige Symptome wie Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost aufgetreten sind. Menschen, die in einem Risikogebiet waren, sind aufgefordert, zunächst 14 Tage zu Hause zu bleiben und abzuwarten, ob sie Symptome entwickeln.

„Wer die Fieberambulanz aufsucht, geht ein nicht unerhebliches Risiko ein, sich eine Infektion einzufangen. Wir haben die ersten bestätigten Coronainfektionen aus der Fieberambulanz“, betont Dr. Trapp. Besorgte können in der Fieberambulanz nicht berücksichtigt und abgestrichen werden. Jeder sollte für sich persönlich prüfen, ob das Aufsuchen der Fieberambulanz tatsächlich notwendig ist.

Um den Betrieb sicherzustellen werden weiterhin auch freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht. Interessierte Ärzte und medizinisches Fachpersonal werden gebeten, sich an die eigens hierfür eingerichtete Emailadresse coronahelfer@kreis-neuwied.de zu wenden. Erforderlich sind dabei die Personalien, die Erreichbarkeit und die medizinische Qualifikation. Ebenfalls gibt es eine Telefonnummer bei der man sich registrieren lassen kann: 02631/803-700. Diese ist von 8 bis 17:30 Uhr erreichbar.

Die Technische Einsatzleitung bittet darüber hinaus, auf Email-Anfragen zu verzichten. „Bei allem Verständnis für die Sorgen und Nöte der Menschen müssen wir darauf verweisen, dass die technischen und menschlichen Kapazitäten begrenzt sind. Wenn Befunde aus dem Untersuchungslabor wegen voller Postfächer nicht abgerufen werden können, dient dies keinem, weder Betroffen noch Nichtinfizierten!“, appelliert Tim Wessel, Pressesprecher der Technischen Einsatzleitung.

Aktuelle Informationen und Hinweise gibt es auch auf der Homepage der Kreisverwaltung. Diese werden bei Änderungen ständig aktualisiert.

Die Allgemeinverfügungen sind ebenfalls auf der Homepage abrufbar.




Bisherige Artikel zu dem Thema:
16. März: Massive Einschnitte im öffentlichen Leben in Rheinland-Pfalz
15. März: Kreis Neuwied richtet Fieberambulanz für Coronafälle ein
14. März: Coronavirus: Fieberambulanz im Kreis Neuwied kommt
14. März: Coronavirus: Veranstaltungen über 75 Teilnehmer werden verboten
12. März: Sechster Coronafall im Landkreis Neuwied
11. März: Kreisgesundheitsamt Neuwied informiert zur aktuellen Corona-Virus-Situation
10. März: Corona: Kreis und Verbandsgemeinden verzichten auf eigene Veranstaltungen
9. März: Zweiter Coronafall im Kreis Neuwied bestätigt
9. März: Coronavirus: Mobile Versorgungseinheiten in Koblenz eingerichtet
8. März: Kreis Neuwied und Krankenhaus Linz bestätigen Corona-Fall
2. März: Coronavirus: Verdacht in Windhagen hat sich nicht bestätigt
1. März: Kita Windhagen bleibt Montag geschlossen - Verdacht Coronavirus
29. Februar: Im Katastrophenfall: Diese Lebensmittel sollten vorrätig sein
27. Februar: Gesundheitsamt Neuwied informiert über Coronavirus
Coronaviren in Deutschland: BARMER schaltet Hotline


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