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Nachricht vom 16.03.2020    

Schlosstheater Neuwied kann gerettet werden

Eine Welle der Hilfsbereitschaft und der positiven Signale für den Erhalt der Landesbühne Rheinland-Pfalz stimmen den Intendanten positiv. „Ich bleibe dabei, Neuwied liebt sein Theater und auch das Land Rheinland-Pfalz lässt seine einzige Landesbühne nicht im Stich.“ sagt Intendant Lajos Wenzel.

Schlosstheater Neuwied. Foto: Gerd Neuwirth

Neuwied. Durch die Allgemeinverfügung wird die Landesbühne durch schwierige Zeiten gehen. Der Spielbetrieb ist vorerst bis einschließlich 10. April eingestellt. Doch die positiven Signale des Kulturministeriums bezüglich Finanzhilfen und Härtefall-Mittel für Kultur- und Kreativwirtschaft lässt das Schlosstheater mit viel Hoffnung in die Zukunft blicken. Minister Wolf sagte: „Der Beschluss des kulturpolitischen Spitzengesprächs ist ein wichtiges Signa. Wir lassen die Kulturschaffenden jetzt nicht allein. Wir wollen ganz konkrete Hilfen gerade für die vielen freien Kulturschaffenden und die kleinen Kultureinrichtungen und -veranstalter. Die Auswirkungen des Corona-Virus gefährden unsere vielfältige und bunte Kulturszene in teilweise existentiellem Ausmaß. Bund und Länder müssen hier gemeinsam unbürokratisch und schnell handeln.“

Intendant Lajos Wenzel steht außerdem in direkten Gesprächen mit Oberbürgermeister, Fraktionsführern, Landtagsabgeordneten und den Kulturpolitischen Sprechern der unterschiedlichen Fraktionen.

„Das starke Signal von allen Seiten ist: Natürlich wird die Landesbühne Rheinland-Pfalz weiterbestehen.“ sagt der Intendant. Die Bekundungen der Ratsfraktionen der Stadt Neuwied geben allen Grund, der nächsten Zeit mit gutem Gefühl entgegenzutreten. „In diesen schwierigen Zeiten, in denen so viele dringendere Fragen von den Politikern beantwortet werden müssen, ist es unglaublich tröstlich zu spüren mit wie viel Leidenschaft, Sachkompetenz und Kraft man sich für den Erhalt unseres Theaters einsetzt.“

Auch die tolle Unterstützung ihres treuen Publikums freut die Bühne ungemein. Viele Zuschauer/innen haben in den letzten Tagen ihre Unterstützung bekundet, Abo-Beträge für das kommende Jahr bereits überwiesen und auf den Umtausch von Eintrittskarten in Wertgutscheine verzichtet. „Das ist großartig und hilft uns sehr!“, so der Intendant.

Wegen der entfallenden Vorstellungen „Die Niere“, „Der Bär, der nicht da war“, „Emil und die Detektive“, „Der Reichsbürger“ werden die Abonnenten angeschrieben und informiert, dass für ihre entfallenden Abo-Vorstellungen Ersatztermine oder Ersatzstücke angeboten werden. Für Pasion de Buena Vista wird es einen Ersatztermin geben, für den bereits erworbene Karten ihre Gültigkeit behalten. Alle Käufer von Einzeltickets können ihre Karten in einen Wertgutschein umtauschen, der wie Bargeld für alle Aufführungen im Schlosstheater bis Juni 2022 eingelöst werden kann.

Ein entsprechendes Formular findet sich auf der Homepage. Alle Kartenkunden werden gebeten dieses zusammen mit dem Originalticket per Post an die Landesbühne zu schicken.

In der heutigen Theaterratssitzung erwartet der Intendant ein starkes Signal für die Zukunft. Ab der kommenden Spielzeit eröffnet die Landesbühne direkt neben dem Schlosstheater eine Spielstätte extra für Kinder- und Jugendtheater. „Das Junge Schlosstheater ist ein großer Traum. Es ist einfach wunderbar, wenn wir daran festhalten können und im August dann ganzjährig auf diesen zwei Bühnen und mit unseren vielen Gastspielen im ganzen Land zurückkommen“, freut sich Wenzel.

Spenden für dieses tolle Projekt sind unter IBAN: DE80 5745 0120 0000 1101 14; BIC: MALADE51NWD sehr herzlich willkommen und können steuerlich geltend gemacht werden.

Während der Zeit des Spielverbots prüft die Bühne ob, nachdem die Online-Uraufführung des Kammerspiels „Mein Sohn Ludwig“, die inzwischen von vielen Tausend Zuschauern gesehen wurde, so großen Eindruck gemacht hat, nicht weitere Online-Formate beispielsweise für Kindertheater gezeigt werden können.

„Wir haben da ganz viele tolle Ideen und viele Schauspieler haben angeboten sich zu beteiligen, doch zunächst konzentrieren wir uns auf die Kommunikation mit dem Publikum und die Sicherung der neuen Spielzeit“, so Intendant Lajos Wenzel.



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