Werbung

Nachricht vom 14.03.2020    

Corona-Virus: SWN, und SBN bereiten sich vor

Die Stadtwerke, Servicebetriebe und das Kreiswasserwerk Neuwied haben einen Krisenstab gebildet, um sich auf einen Fall mit dem Corona-Virus vorzubereiten. „Wir bewerten kontinuierlich die Lage und treffen die notwendigen Maßnahmen, damit die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt“, erklärt Geschäftsführer Stefan Herschbach.

Neuwied. Die technischen Bereiche, Beschaffung, Personal und Kommunikation sind im Stab abgebildet, ergänzt durch medizinische Fachberater und Kontaktpersonen bei Stadt und Kreis. In einem ersten Schritt wurden die Mitarbeiter erneut für die allgemeinen Hygieneregeln sensibilisiert: „Jeder kann dazu beitragen, die Verbreitung des Virus zu erschweren. Damit gewinnen wir wertvolle Zeit.“ Zeit, bis das Wetter sich bessert: Mediziner gehen davon aus, dass UV-Strahlung und Wärme das Virus instabiler und uninfektiöser machen. Handhygiene steht dabei an oberster Stelle, aber auch der Verzicht auf Dienstreisen und Fortbildungen in den nächsten Wochen. „Wir sind natürlich in ständigem Austausch mit anderen Stadtwerken, die sich ebenfalls vorbereiten.“

Eine besondere Bedeutung komme den SWN und den SBN zu: „Wir sind Versorger mit Strom, Gas und Wasser, die SBN sichern zudem wichtige öffentliche Dienstleistungen bis hin zur Abwasserentsorgung.“ Sollten krankheitsbedingt oder durch vorsorgliche Quarantänemaßnahmen Mitarbeiter nicht verfügbar sein, müssten Bereiche besetzt bleiben, die zwingend notwendig sind. Netzleitstelle, EDV und Kläranlagen, aber auch Bereiche, die für den täglichen Betrieb notwendig sind.

Diese Bereiche werden anhand bestehender Krisenpläne Punkt für Punkt mit Blick auf die Besonderheiten des sich ausbreitenden Virus bewertet: Wo sind Schlüsselpositionen? Wie viel Personal ist dort eingesetzt? Welche Arbeiten sind auch von zu Hause möglich? Was ist nötig, um einen Fernzugriff zu ermöglichen? Wie ist die Situation in der Energiebeschaffung und den Lieferketten? „Außerdem bilden wir getrennte Teams für Bereiche, so dass auch bei Infektion oder Quarantäne eines Teams das andere einsatzbereit bleibt.“

Außerdem will man Meetings auf ein Minimum und mit möglichst kleiner Teilnehmerzahl beschränken: „Unsere gute Ausstattung mit Laptops und Smartphones hilft enorm, da wir zum Beispiel auch auf Videokonferenzen ausweichen können.“ Dienstreisen werden nur gemacht, wenn sie für den Betrieb absolut notwendig sind. Fortbildungen wurden abgesagt: „Die Stornokosten sind mir lieber, wenn die Mitarbeiter einsatzfähig bleiben“, macht Herschbach deutlich. „Es ist wichtig, dass wir uns in aller Ruhe, konzentriert, aber ohne Hektik vorbereiten können. Dann haben wir auch mehr Sicherheit, eine Situation wie in Freising gut zu bewältigen.“ Dort war bei einem Stadtwerkemitarbeiter der Virus bestätigt worden. Der Kundenverkehr war eingestellt, mit nur 15 Mitarbeitern wurde der Strom-, Gas- und Wassernetzbetrieb für einige Quarantänetage gewährleistet.

Verzichtet wird derzeit bei den SWN, auch im Interesse der Kunden, auf die Außendienste des Vertriebs. Der Betrieb im Kundencenter läuft vorerst weiter. Gleichwohl appelliert Herschbach: „Bitte kontaktieren Sie uns möglichst von zuhause aus, rufen Sie an oder schicken Sie eine Mail. An-, Ab- oder Ummeldungen sind zudem über das Onlineportal möglich.“


Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Neuwied auf Facebook werden!


Kommentare zu: Corona-Virus: SWN, und SBN bereiten sich vor

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

Beliebte Artikel beim NR-Kurier


Zentrales Impfzentrum wird in Oberhonnefeld eingerichtet

Bis zum 15. Dezember sollen in Rheinland-Pfalz regionale Impfzentren für eine Impfung gegen COVID-19 eingerichtet werden. Jeder Landkreis wurde vom Land beauftragt an einem zentralen Standort ein Impfzentrum aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Zusätzlich sollen mobile Impfteams aufgestellt werden.


Region, Artikel vom 29.11.2020

Polizeibericht der PI Linz für das Wochenende

Polizeibericht der PI Linz für das Wochenende

Durch Beamte der Polizeiinspektion Linz am Rhein wurden am Wochenende bei einem Heranwachsenden eine Cannabismühle und eine Treibgaspistole gefunden. Ein Mülltonnenbrand in Rheinbreitbach wurde durch den Mitteiler gelöscht und bei den verdächtigen Wahrnehmungen auf der Bad Hönninger Rheinfähre handelte es sich wahrscheinlich um Personen, die das Boot unbefugt betreten hatten.


Corona: 75 neue Fälle am Wochenende – zwei Todesfälle

Im Kreis Neuwied wurden am Wochenende 75 neue Positivfälle registriert. Die Summe aller Positivfälle steigt auf 1.942 an. Aktuell sind 339 infizierte Personen in Quarantäne. Weiterhin wurden zwei Todesfälle registriert, ein Mann (*1936) aus der VG Rengsdorf-Waldbreitbach und eine Frau (*1939) aus der Stadt Neuwied.


Region, Artikel vom 29.11.2020

Verdächtige flüchteten in Dierdorf vor Polizei

Verdächtige flüchteten in Dierdorf vor Polizei

Als Polizisten in Dierdorf eine Kontrolle von mehreren Personen vornehmen wollten, flüchteten diese fußläufig, konnten von den Beamten jedoch eingeholt werden. Der Grund für die Flucht war durch Drogenfund schnell klar. Auf die Personen werden mehrere Strafverfahren zukommen.


Region, Artikel vom 30.11.2020

Im Westerwald drohen Glatteis und Schnee

Im Westerwald drohen Glatteis und Schnee

Zunächst ist noch schwacher Hochdruckeinfluss mit teils feuchter und kalter Luft im Westerwald wetterbestimmend. In der Nacht zum Dienstag (1. Dezember) erfasst ein Tiefausläufer von Nordwesten her unsere Region und bringt vorübergehend winterliche Bedingungen.




Aktuelle Artikel aus der Wirtschaft


Rheinbreitbacher Unternehmer übernimmt TZO-Immobilie

Rheinbreitbach. Nachdem in den letzten Wochen die Gremien der TZO-Gesellschafter die Weichen für den Verkauf der Immobilie ...

Dierdorfer Straße leuchtet weihnachtlich

Neuwied. Aus dem vorgenannten Grund hatten, neben der Mittel-, Engerser-, Markt- und Schlossstraße auch Händler und Geschäftsleute ...

„Muli“ aus Oberwambach plant Weihnachtsfreuden für Alle

Oberwambach. Aber der Unternehmer aus Oberwambach war nicht untätig und so entwickelte sich das Corona-Jahr 2020 zum Jahr ...

HwK-Vollversammlung: Traditionsveranstaltung in neuem, modernem Format

Koblenz. Nicht nur der Austausch untereinander wurde so digital sichergestellt, sondern auch das Abstimmen zu wichtigen Tagesordnungspunkten. ...

Corona: Planungsunsicherheit belastet Unternehmen weiterhin

Koblenz. „Wir gehen davon aus, dass sich Gastronomie und Hotellerie auf behördliche Schließungen bis mindestens Jahresende ...

Einfachste Mitfahrer-App der Region ausgezeichnet

Koblenz. „Unsere Mitfahr-App ermöglicht Nutzern in wenigen Sekunden Fahrten einzustellen oder zu buchen. Dank Echtzeit-Navigation ...

Weitere Artikel


VG Rengsdorf-Waldbreitbach schließt am Montag für einen Tag

Rengsdorf. „Wir werden unsere Verwaltungen in Rengsdorf und Waldbreitbach am kommenden Montag, 16. März, einen Tag für den ...

Coronavirus: Fieberambulanz im Kreis Neuwied kommt

Neuwied. Hierzu trafen sich am heutigen Samstagmorgen (14. März) allen Beteiligten mit dem Landrat Hallerbach, um den Standort ...

Theatergruppe Urbach sagt alle Vorstellungen ab

Urbach. Die Absage trifft alle Aktiven der Theagruppe sehr schmerzlich, aber man folge damit der Handlungsempfehlung der ...

Kriminalstatistik der Kreise Neuwied und Altenkirchen für 2019

Neuwied/Altenkirchen. In der Polizeistatistik (PKS) sind für beide Kreise 2019 insgesamt 16.798 Straftaten begangen worden, ...

Leserumfrage: Welche Auswirkung hat das Coronavirus auf Ihr Leben?

Kreisgebiet. Das Coronavirus nimmt momentan Einfluss auf unseren Alltag wie selten zuvor etwas in den vergangenen Jahrzehnten. ...

Welche Schule ist die richtige? Schulwegweiser hilft

Neuwied. Im Landkreis Neuwied befinden sich 33 weiterführende Schulen, Förder- und berufsbildende Schule, die eine Vielzahl ...

Werbung