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Nachricht vom 19.02.2020    

Bären schwimmen auf Euphoriewelle zum Halbfinal-Heimvorteil

Die Bären haben sich im Pre-Playoff-Spiel der Eishockey-Regionalliga West mit 5:3 gegen die Hammer Eisbären durchgesetzt und somit mindestens schon einmal den zweiten Platz auf dem Weg ins Playoff-Halbfinale gesichert. „Wir wollten heute unbedingt die beiden Punkte holen, die uns zum Heimrecht im Halbfinale fehlten", sagte der Tscheche – es wurde nach einer neuerlich starken Leistung drei Zähler und damit der siebte Erfolg in der achten Begegnung dieser Runde.

Ganz schön was los ist in dieser Situation vor dem Hammer Tor. Maximilian Herz, Sam Aulie und Jeff Smith finden ihren Meister in Schlussmann Sebastian May. Foto: Verein

Neuwied. Nach 60 Eishockey-Minuten richtete sich auch der Blick von Hamms Geschäftsführer Jan Koch, der den erkrankten Trainer Ralf Hoja vertrat, in Richtung Bildschirm: „Ich hoffe, das Fußballspiel ist besser als das Eishockeyspiel. Neuwied hat uns mit einfachem Forechecking zu Fehlern gezwungen. Bei uns gab es zu viele einfache individuelle Fehler im Spielaufbau, und wir hatten keine Fahrt im Spiel nach vorne." Trotz des knappen Ergebnisses – der EHC schoss die beiden siegbringenden Tore erst in den Minuten 57 und 60 durch Schahab Aminikia und Maximilian Wasser – gingen die drei Punkte hochverdient an die Bären.

Sie hatten im ersten Abschnitt zwar noch ein paar Schwierigkeiten mit dem schnell Umschaltspiel der Westfalen, bestimmten das Geschehen aber ab dem Mittelabschnitt. Tobias Etzel gelang in der dritten Minute der perfekte Start. Der Neuwieder Angreifer erkämpfte die Scheibe hinter dem Tor, zog vor den Kasten und überwand Sebastian May zum 0:1. Dann aber Hamm: Kevin Orendorz fälschte einen Schlagschuss von Michal Spacek zum Ausgleich ab (12.) und Mike Ortwein nutzte etwas zu viel Freiraum zum 2:1 (14.). Beide Treffer fielen beim Kräfteverhältnis von vier gegen vier, dabei Neuwied zu diesem Zeitpunkt eigentlich in Überzahl spielen müssen, aber Schiedsrichter Jan-Philipp Priebsch winkte ein glasklares Haken gegen Jeff Smith großzügig durch.

Im zweiten Durchgang warfen die Deichstädter immer häufiger das Karussell im gegnerischen Drittel an und erhöhten den Druck auf Schlussmann May deutlich. Das 2:2 durch Jeff Smith (26.) deutete sich genauso an wie die erneute Führung, für die Dennis Schlicht von der blauen Linie sorgte (38.). Schon in den Minuten zuvor hatte der dritte EHC-Treffer in der Luft gelegen. Innerhalb weniger Sekunden boten sich Jeff Smith zwei Großchancen, die Hamm mit Mann und Maus im und rund um den eigenen Torraum verteidigte.



Auch nach der zweiten Pause hielt das Sulak-Team den Druck aufrecht, kam gut aus der Kabine und hätte nachlegen können. Mehr oder weniger aus heiterem Himmel glich jedoch der Vorjahresfinalist aus. In Überzahl erzielte Kevin Trapp das 3:3 (47.). Als sich viele schon auf eine Verlängerung einstellten, verwertete Schahab Aminikia einen Querpass von Smith zum 4:3 (57.) und Maximilian Wasser legte das umjubelte 5:3 nach (60.), das das Halbfinal-Heimrecht im ersten, dritten und möglicherweise fünften Halbfinale manifestierte. Und das alles ohne die Stammspieler Dominik Scharfenort, Christian Neumann, Sven Schlicht, Kevin Wilson sowie Deion Müller.

Hamm: May (Dräger) – Hoppe, Ehlert, Pietzko, Köchling, Hemeier, Reckers, Ortwein, Spacek – Demuth, Trapp, Cohut, Lichnovsky, Weißleder, Furda, Orendorz, Kraft, Thau.
Neuwied: Schrörs (Köllejan) – Pering, Hellmann, D. Schlicht, Klingsporn, Morys – Fröhlich, Bruns, Asbach, Litvinov, Apel, Aminikia, Herz, Wasser, Smith, Etzel, Aulie.
Schiedsrichter: Jan-Philipp Priebsch.
Zuschauer: 415.
Strafminuten: 8:8.
Tore: 0:1 Tobias Etzel (Hellmann, D. Schlicht) 3', 1:1 Kevin Orendorz (Spacek, Thau) 12', 2:1 Mike Ortwein (Thau, Spacek) 14', 2:2 Jeff Smith (Hellmann, D. Schlicht) 26', 2:3 Dennis Schlicht (Apel) 38', 3:3 Kevin Trapp (Spacek, Thau) 47', 3:4 Schahab Aminikia (Smith, D. Schlicht) 57', 3:5 Maximilian Wasser (Fröhlich, Hellmann) 60'.


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