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Nachricht vom 06.02.2020    

Wenn die Wärme durch die Ritzen geht

Von Eckhard Schwabe

In den letzten Tagen kamen die Energieabrechnungen der Energieversorger per Post in die Haushalte und könnten dem einen oder anderen Kopfzerbrechen über die gestiegenen Energieverbräuche bereiten. Ein Thermografie-Spaziergang durch Kurtscheid brachte neue Erkenntnisse und Informationen für Energieeinsparungen an Wohnhäusern.

Die Thermografie-Aufnahme ist eine Grundlage für die Beratung. Fotos: Eckhard Schwabe

Kurtscheid. Die Kreisverwaltung Neuwied hatte am Mittwoch (5. Februar) gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zu einem Thermografie-Spaziergang nach Kurtscheid eingeladen. Landrat Achim Hallerbach begrüßte gemeinsam mit Kurtscheids Ortsbürgermeister Ferdi Wittlich die Teilnehmer im höchsten bewohnten Ort im Kreis Neuwied. „Wir möchten heute Abend mit ihnen an fünf Objekten gemeinsam mit Martin Knopp von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mit Thermografie-Aufnahmen zeigen, wo Hauseigentümer unter Umständen Energie einsparen können und welche Maßnahmen erforderlich sein könnten“, so Landrat Hallerbach.

Wärme sichtbar machen!
An fünf Häusern zeigte Martin Knopp mit seiner Thermobildkamera eindrucksvoll, wie und wo Wärme entweicht. „Wir können heute Abend bei den ausgewählten Objekten keine ausführliche Begutachtung machen, sondern nur aufzeigen, was man in Verbindung mit einem Energieberater und Thermografie-Aufnahmen in die Wege leiten könnte“, so Knopp. In seinen Ausführungen betonte Knopp immer wieder, dass man niemals nur aufgrund von Thermobildaufnahmen mögliche Sanierungen zum Wärmeerhalt und Energieeinsparungen des Hauses in Auftrag geben sollte. „Eine mögliche Sanierung und deren Umfang kann und soll nur nach einer ausführlichen Beratung durch die Verbraucherzentrale und einem qualifizierten Energieberater erfolgen“, sagte Knopp. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ist die größte unabhängige Energieberatung in Deutschland. In Rheinland-Pfalz alleine gibt es rund 70 Einrichtungen in denen Ingenieure, Architekten und andere Experten den Bürgerinnen und Bürgern zumeist kostenfrei helfen.

„Wir wissen, dass wir nichts Wissen!“
In der Vergangenheit wurden durch Firmen Thermobildaufnahmen angefertigt und dies oftmals ohne das die Hauseigentümer dazu einen Auftrag erteilt hatten. „Wenn keine ausreichende Qualifikation vorliegt, kann schnell der Eindruck erweckt werden, dass ein Haus, welches gut gegen Wärmeverlust isoliert ist, erhebliche Schwachstellen aufweist“, so Knopp. Der Energieberater weiter: „Einfach nur eine Thermokamera reicht noch nicht aus, um eine Aussage über den Zustand eines Hauses geben zu können. Stimmen die Grundeinstellungen bei Thermografie-Aufnahmen nicht, so kann man ein gutes Haus „schlecht“ aussehen lassen.“ Aus diesem Grund rät der Energieberater dazu, dass man sich nicht alleine auf solch vermeintlich „aussagekräftigen“ Aufnahmen verlassen sollte. Seriöse und zugelassene Energieberater nehmen sich Zeit, schauen sich die Energieverbräuche an, stimmen mögliche Sanierungen individuell mit den Eigentümern ab und die Auswertung bei der Thermografie-Aufnahmen erfolgt niemals von dem, der sie erstellt hat, auch gehört ein „Realbild“ der Örtlichkeiten immer zu einer abschließenden Auswertung.

Fachleute sind hier unabdingbar!
Ein Teilnehmer war erstaunt, was man alles feststellen kann und wie man dem entgegenwirken könnte. „Wir wissen, dass wir nichts Wissen und haben am heutigen Abend eindrucksvoll Möglichkeiten und wichtige Informationen und ein gewisses Grundverständnis erhalten, um sich mehr mit dem Thema befassen zu können.“

Kosten und mögliche Förderungen
Die persönliche Beratung in den Beratungsstellen ist dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kostenfrei.

Bei Energie-Checks vor Ort wird je nach Angebot eine geringe Eigenbeteiligung erhoben, denn je nach Fragestellung und den persönlichen Situationen bietet die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz verschiedene Beratungsformen an, diese können von der schnellen Telefonberatung bis zum ausführlichen Beratungstermin gehen. Fördermöglichkeiten bei einer notwendigen Sanierung bietet unter anderem die KFW-Bank an. Für die möglichen Förderanträge steht der Energieberater ebenfalls mit Rat und Tat zur Verfügung.

Weitere Informationen rund um die KFW und qualifizierte Energieberater findet man hier.

Wo und wann bekommt man einen Beratungstermin?
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ist an zwei Tagen im Monat in der Kreisverwaltung Neuwied, so Gabi Schäfer von der Stabsstelle Energie, Klima, Umwelt. Über die Stabsstelle können entsprechende Termine vereinbart werden, um zusätzliche Möglichkeiten zu Energiesparmaßnahmen zu erhalten.

Mehr Informationen rund um das Thema Energieberatung finden Sie hier.
Eckhard Schwabe


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