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Nachricht vom 31.01.2020    

FDP zum Gespräch im Forstamt Altenkirchen

Am Dienstag, den 7. Januar, haben die Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen Sandra Weeser und der FDP-Fraktionssprecher des Kreistages Udo Piske den Forstamtsleiter Franz Kick im Forstamt Altenkirchen getroffen. Themen des Gesprächs waren der Zustand des Waldes, die Gefahr der afrikanischen Schweinepest und die Aufteilung des Waldbesitzes in Rheinland-Pfalz.

Sandra Weeser und Udo Piske mit dem Forstamtsleiter Franz Kick (Foto: Wahlkreisbüro)

Altenkirchen. "Die Forstwirtschaft erlebt derzeit schwerwiegende Waldschäden, die durch klimatische Einflüsse und durch den Befall mit Schädlingen und Krankheiten hervorgerufen wurden. Gegenwärtig fehlt es leider an effektiven Möglichkeiten mit den Waldschäden umzugehen und die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung sicherzustellen.", kommentiert die Bundestagsabgeordnete Weeser. Nach zwei sehr warmen und trockenen Jahren seien nicht nur die Fichten, sondern auch die heimischen Buchen stark in Mitleidenschaft gezogen worden, fasst Forstamtsleiter Kick die aktuelle Situation zusammen.

Daher sei, so Kick, das Aufforsten mit anderen Hölzern, wie der Weißtanne, Douglasie, Traubeneiche, Linde, Ahorn, Esskastanie, Robinie, Große Küstentanne, Kirsche, Roteiche etc. notwendig. Robuste Naturverjüngung wird in die kommende Waldgeneration grundsätzlich übernommen. Außerdem wären für die noch verbliebenen Fichten kürzere Umtriebszeiten sinnvoll. Der Forstamtsleiter erklärt: "Eine 100 Jahre alte Fichte benötigt mehr Kraft, um Wasser und Nährstoffe auf 35 Meter hochzupumpen, als eine Fichte von 60 Jahren auf 25 Meter."

Weiterhin mache ihm die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest Sorgen. Die Afrikanische Schweinepest (ASP), eine für Hausschweine und Wildschweine tödliche Tierseuche, tritt seit 2014 in verschiedenen EU-Ländern auf. Zuletzt in Polen, etwa 20 km von der deutschen Grenze entfernt. Hier wurden Vorkehrungen, wie die Errichtung von Schutzzäunen und die Reduzierung des Schwarzwildbestandes getroffen , um ein Übergreifen zu verhindern, so Franz Kick weiter. In Deutschland ist als wichtigste Präventionsmaßnahme die Reduzierung der Schwarzwildbestände anzusehen. Insgesamt ist der Forstamtsleiter aber zuversichtlich: "Es gibt ein gutes Miteinander der unterschiedlichen Waldbesitzer. Auch bei der Wiederaufforstung stimmt man sich untereinander ab."




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Sandra Weeser bekräftigt: "Ob Bundeswald, Landeswald, Kommunalwald oder Privatwald: Die Bewirtschaftung unserer Wälder durch die Forstwirtschaft sorgt nicht nur für eine nachhaltige Rohholzversorgung, sondern erhält auch den Wald als CO2-Speicher und Sauerstoffproduzenten. Diese Klimaschutzleistungen müssen honoriert und biotechnologische Innovationen, zum Beispiel zur Entwicklung robuster Sorten, gefördert werden." (PM)


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