Werbung

Nachricht vom 03.01.2020    

Tiere und Natur brauchen im Winter Ruhe

Mit dem kalendarischen Winteranfang und der damit verbundenen Winter-Sonnenwende beginnt in der Natur eine Phase der Ruhe. Darauf weist der Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) hin. Da mittlerweile die letzten Blätter gefallen, viele Früchte verzehrt und Beutetiere für Insekten- oder fleischfressende Arten rar sind, heißt es für die Tiere ausharren um damit möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Daher sollten sich Wanderer und Spaziergänger an Wege halten.

Höckerschwäne auf dem zugefrorenen Brinkenweiher. Fotos: Harry Neumann (NI)

Quirnbach. Auch das Schlittschuhfahren auf kleinen zugefrorenen Flachgewässern kann die Fischfauna erheblich schädigen. Nicht zugefrorene Seen und Fließgewässer können für gründelnde und tauchende Arten noch ein gutes Überleben ermöglichen. So finden sich oft größere Rastbestände von Tauchenten dort, wo unter Wasser noch ausreichend Muscheln und Schnecken vorhanden sind. Friert das Gewässer im Mittelgebirge einmal zu, dann verlagert sich das Rastgeschehen oft in mildere Tieflandlagen, wie zum Beispiel in die Niederrheinische Bucht.

Viele Menschen fragen sich, wie sie der hier verbleibenden Tierwelt helfen können.
Dazu gibt Dipl. Biologe Immo Vollmer, Naturschutzreferent der NI, folgende Tipps:

Die jetzt noch hier zu beobachtenden Arten sind an die Jahreszeit angepasst. Sie brauchen im Grunde genommen keine Fütterungen. Winterbedingte Verluste werden in der Natur durch den Vorteil, nicht abwandern zu müssen und dadurch schneller die Reviere neu besetzen zu können, ausgeglichen.

Im Siedlungsbereich ist für vergleichsweise wenige Vogelarten dank der zahlreichen Futterstellen der Tisch noch reich gedeckt. Auch unter dem Aspekt der Naturbeobachtung und der Freude an Tieren, die in unsere Gärten kommen, ist das eine schöne Sache. Allerdings sind einige Grundsätze zu beachten, damit bei der Fütterung die Tiere keinen Schaden leiden oder sogar zu Tode kommen.

Wo Vögel zusammenkommen, besteht immer eine hohe Infektionsgefahr. Das traditionelle Vogelhäuschen sollte deshalb durch moderne Fütterungsstellen ersetzt werden, bei denen es ausgeschlossen ist, dass das Futter verkotet wird. Sollte das nicht ganz gelingen und sich auch alte Futterreste ansammeln, ist es wichtig, das Futterhaus häufiger zu reinigen.

Salzhaltige Speisereste sollten immer vermieden werden, auch, weil Vögel bei Frost nicht ausreichend Trinkwasser finden. Bei der Lage der Futterstelle kann eine Einsicht bietende offene Lage für die Vögel Sicherheit vor anschleichenden Beutegreifern wie Katzen bieten.

In Lagen mit längerer Schneebedeckung hilft es zum Beispiel der Schleiereule, wenn in Stallungen noch Einflugmöglichkeiten bestehen. So könnten ihr noch Jagdmöglichkeiten auf Mäuse geboten werden.

Die optimale Winterhilfe beginnt aber im heimischen Garten schon wesentlich früher, so Biologe Immo Vollmer, zum Beispiel durch das Anpflanzen verschiedener Beeren tragende Sträucher, dem Erhalt von „wilden Ecken“ mit Wildstauden, die auch über Winter verbleiben, größere Laub- und Reisighaufen, die für Igel, Spitzmaus und vielen Kleintiere ideale Überwinterungsräume sind.

„Für die ohnehin stark in der Nahrungsverfügbarkeit eingeschränkte Feldflur wünschen wir uns einen höheren Anteil an Brachflächen, breite Säume und Hecken sowie eine höhere Anzahl an Felder, die als Stoppeläcker durch den Winter gehen“, so Immo Vollmer von der NI. (PM)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Selters auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       


Kommentare zu: Tiere und Natur brauchen im Winter Ruhe

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

Beliebte Artikel beim NR-Kurier


Region, Artikel vom 04.03.2021

Kreis Neuwied meldet 40 neue Corona-Fälle

Kreis Neuwied meldet 40 neue Corona-Fälle

Im Kreis Neuwied wurden am Donnerstag, den 4. März 40 neue Positivfälle registriert. Die Summe aller Colroan-Positivfälle steigt auf 5.237 an.


Region, Artikel vom 04.03.2021

Lockdown - so geht es in Rheinland-Pfalz weiter

Lockdown - so geht es in Rheinland-Pfalz weiter

Mit Testen und Impfen in behutsamen Schritten aus dem Lockdown ist die Strategie der Landesregierung Rheinland-Pfalz. Dies erläuterte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in der heutigen Pressekonferenz.


Corona Kreis Neuwied: Inzidenzwert dritter Tag in Folge gestiegen

Im Kreis Neuwied wurden am Mittwoch, den 3. März insgesamt 14 neue Positivfälle registriert. Die Summe aller Positivfälle steigt auf 5.197 an.


Region, Artikel vom 04.03.2021

Frontalzusammenstoß auf der B 8 bei Buchholz

Frontalzusammenstoß auf der B 8 bei Buchholz

Am 3. März, kam es gegen 19:42 Uhr zu einem Frontalzusammenstoß zweier PKW auf der Bundesstraße 8 zwischen den Abfahrten Buchholz-Mendt und Buchholz-Griesenbach (Vierwinden).


Pina – ein ganz besonderer Hund sucht ganz besondere Menschen

Tiere, die beim Tierschutz landen, sind immer etwas Besonderes, weil gerade sie es im Besonderen verdient haben, ihre meist traurige Vorgeschichte hinter sich zu lassen, eine zweite Chance im Leben zu bekommen und neu anzufangen.




Aktuelle Artikel aus der Vereine


Vogel des Jahres: Horch mal, wer da singt

Mainz/Holler. „Frühling kommt, der Sperling piept“, sang schon Marlene Dietrich. Kaum etwas verbinden wir so sehr mit dem ...

Amphibien suchen wieder Laichgewässer auf

Holler. Wenn im Frühjahr die Nächte wärmer werden, machen sich Kröten, Frösche und Molche wieder auf den Weg zu ihren Laichgewässern. ...

Geldsegen für Westerwälder Jecken

Region. Zusätzlich wurden drei Sonderpreise für soziales oder nachhaltiges Engagement während der Karnevalszeit vergeben ...

Jahreshauptversammlung des Scheurener Bürgervereins

Scheuren. „Uns ist bewusst, dass das für den ein oder anderen nicht ganz einfach sein wird, dennoch möchten wir die Versammlung ...

KG Wenter Klaavbröder startet erste Onlinesitzung für die Vereinsmitglieder

Windhagen. Unter dem Motto "Wenten doheim" - startete die KG etwas "stiller" eine Onlinesitzung mit Sitzungspräsident Dennis ...

Tag des Regenwurms: BUND zum Bodenschutz

Koblenz. Der Verband stellt sein aktuelles Hintergrund- und Positionspapier „Eine gute Bodenpolitik ist möglich“ nicht nur ...

Weitere Artikel


Vor Polizei mit halsbrecherischer Geschwindigkeit geflohen

Bad Hönningen. An der Abfahrt Bad Hönningen folgte der PKW nicht dem Anhaltezeichen und versuchte mit rasanter Geschwindigkeit ...

„Zu jung für alt": Lesungen von Dieter Bednarz

Bad Honnef. Zu jung: Bestseller-Autor Dieter Bednarz (63), von 1981 bis 2017 Spiegel-Redakteur, hat seinen eigenen Vorruhestand ...

Aufschwung bei Rheinbreitbacher Volleyballern

Rheinbreitbach. Zu verdanken ist der Aufschwung vor allem Dagmar „Daggi“ Schneider, die mit großen Engagement Kindern Jugendlichen ...

Realschüler Puderbach: Wir brauchen das Schwimmbad

Puderbach. Nach endlos erscheinenden Monaten des Wartens erhofften sich alle, dass die Höhe der Entschädigung endlich geklärt ...

Live Lounge startet mit „Kunst gegen Bares“ ins Jahr 2020

Neuwied. Los geht es am Freitag, 17. Januar, allerdings mit der Veranstaltung „Kunst gegen Bares“. Dann haben bis zu acht ...

Neuer Chefarzt im Evang. Krankenhaus Dierdorf/Selters

Dierdorf/Selters. „Wir haben mit Dr. Peter Flies einen Mediziner gewonnen, der sich durch seine hohe Expertise im Bereich ...

Werbung