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Nachricht vom 25.12.2019    

Jutta Bord: Steht im Hintergrund mit Herz und Rat beiseite

Hospiz, auf lateinisch „hospitium“ steht für „Herberge und Gastfreundschaft“. Wenn man Hospiz hört, dann sprechen viele Menschen von „Einrichtungen, in denen Sterbebegleitung“ durchgeführt wird. „Hospize haben es sich zur Aufgabe gemacht, unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase im Sinne der Palliative Care zu versorgen.

Jutta Bord bekam den Ehrenamtspreis verliehen. Foto: Wolfgang Tischler

Melsbach. Palliative Care ist dabei die Sorge um Schmerzfreiheit und Lebensqualität. Ein Kriterium für Hospize ist die Einbeziehung von freiwilligen Begleitpersonen.“ Für Jutta Bord aus Melsbach ist diese Aufgabe eine Herzensangelegenheit. Im Jahr 2001 hat Jutta die Ausbildung zum Hospizbegleiter gemacht. Seitdem betreut sie viele Menschen auf ihrem letzten Lebensweg.

Mit Empathie, Aufgeschlossenheit und mit ihrem Herzen stützt sie die Menschen in einer der schwersten Lebensphasen. Aber auch die Angehörigen finden bei ihr Hilfe, Rat und Verständnis, um ihren Liebsten auf diesem Weg zu begleiten. Die seelsorgerische Arbeit umfasst neben Beratungen, Gespräche über aufkommende Probleme auch das offene Ohr oder eine Schulter an denen sich die Betroffenen lehnen können.

Zusätzlich ist Jutta Bord auch sehr aktiv bei der Gestaltung und Durchführung von den jährlichen Grillfesten und Weihnachtsfeiern mit den betroffenen Familien. Dabei backt sie immer wieder sehr schöne Kuchen und Torten, bei denen man ihre ganze Leidenschaft und ihr Herz für diese Arbeit schmecken kann.

Neben der Pflege ihrer eigenen Mutter, die für Jutta selbstverständlich ist, besucht sie seit 2008 auch viele Wachkomapatienten. Und dabei kommen immer wieder Situationen vor, in denen gerade die Angehörigen sehr mit ihrem Umfeld kämpfen. Seinen Liebsten in eine Pflegeeinrichtung zu geben, stößt oftmals auf Unverständnis bei Freunden und Bekannten. Eine Frage, welche man dabei aber nie vergessen darf, lautet: „Wie belastet diese schwierige Situation die Angehörigen?!“ Und hier steht Jutta den Betroffenen zur Seite. In vielen Gesprächen werden Probleme und Unsicherheiten angesprochen. Gelebte Erfahrungen und Verständnis für die aufgewühlte Seele geben den Angehörigen Kraft und Energie, den weiteren Lebensweg zu gehen.

Bei allen was Jutta Bord in ihrer ehrenamtlichen Arbeit macht – sie sieht sich selber im Hintergrund, um Menschen einfach nur zu helfen. Ihre Haltung spiegelt sich in ihrem Handeln und Tun wider. Arbeit annehmen und anpacken, dass andere Menschen auf die eine oder andere Weise ein bisschen Glück im Leben erfahren dürfen – das ist für Jutta selbst eine lebensreiche Erfüllung.

Jutta Bord ist, auch wenn sie es nicht gerne hören möchte, ein Vorbild für alle – im gemeinsamen Zusammenleben, im Respekt dem Gegenüber und in der Unterstützung und Hilfestellung für Andere. „Dieser tollen, intensiven und verständnisvollen Arbeit gebührt unser herzlichster Dank“, sagt die Ortsgemeinde Melsbach und schlug Jutta Bord für den Ehrenamtspreis der Verbandsgemeinde vor.


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