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Nachricht vom 19.12.2019    

Rüddel informierte sich über Angebot und Arbeit Asbacher Tafel

„Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit gilt es Gutes zu tun. Eine Institution die ‚Gutes tun‘ aber nicht nur auf den weihnachtlichen Festkreis begrenzt, sondern für die dies das ganze Jahr über gilt, sind in Deutschland die Tafeln, wie hier in Asbach“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel bei einem Informationsbesuch.

Erwin Rüddel traf sich zu einem Informationsaustausch in der Asbacher Tafel mit Ursula Prusseit und Gottfried Assenmacher. Foto: pr

Asbach. Tafel-Vorsitzende Ursula Prusseit und 1. Kassierer Gottfried Assenmacher informierten den Christdemokraten über ihr von derzeit 75 freiwilligen ehrenamtlichen Helfern mit getragenes Engagement. Jeweils donnerstags ist die seit Anfang 2016 als selbstständiger Verein geführte Asbacher Tafel, in der Bahnhofstraße 27, Anlaufstelle für bedürftige Menschen aus der Verbandsgemeinde Asbach.

Ziel der um einen Ausgleich bemühten Tafel in Asbach ist es, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden, an Menschen in Not zu verteilen: „Wir geben nur das ab, was wir auch selber essen würden. Wir wollen Bedürftige durch regelmäßige, wöchentliche Ausgabe von Lebensmitteln und Gütern für den täglichen Gebrauch dauerhaft unterstützen. Die Lebensmittelabgabe erfolgt unter Beachtung der Lebensmittelhygieneverordnung, des Infektionsschutzgesetzes und der Einhaltung der Kühlkette.“

Wer die Angebote der Tafel in Anspruch nehmen darf, ist durch eine vorausgehende Bedürftigkeitsprüfung genau geregelt. Zu den Tafel-Berechtigten gehören unter anderen Hartz 4- beziehungsweise Wohngeldempfänger. „Alleinstehende Rentnerinnen mit wenig Altersgeld, Alleinerziehende, natürlich auch Flüchtlinge und Asylbewerber zählen beispielsweise zu unserer Kundschaft“, informierten die beiden Vorstandsmitglieder der Tafel.

Die Anzahl der Asylanten macht zurzeit rund 30 Prozent der Tafel-Kundschaft aus. „Hier treffen sich hell- und dunkelhäutige Bedürftige. Für uns spielt es keine Rolle welcher Nationalität oder Religion unsere Klientel ist. Es zählt nur die nachgewiesene und bestätigte Bedürftigkeit“, so Ursula Prusseit mit dem Hinweis auf eine 13-köpfige Familie.

Die Struktur der Asbacher Tafel ist breit gefächert. „Neben der Abgabe von Lebensmitteln, bieten wir Sprachkurse an und führen regelmäßige Veranstaltungen durch, die Integration und Zusammenhalt fördern“, äußerte Gottfried Assenmacher. Dabei handelt es sich um zahlreiche Aktivitäten: Jährliches Helferfest, Prinzen-, Geburtstags-, Herbst-, Advents- und monatliches Integrationscafé.

Hinter all dem steht eine Logistik, die von den Tafel-Ehrenamtlichen freiwillig und ohne Aufhebens geleistet wird: Warenbeschaffung und -abholung, organisieren von Großspenden, Warenvorbereitung und -ausgabe, Organisation der Cafeteria, Soziale Fragen, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit aber auch Organisation und Durchführung von Deutsch-Sprachkursen, Intensivkursen, Tageskursen, Alphabetisierungskursen sowie Kinderbetreuung bei Sprachkursen und Tafelausgabe.

„All dies wäre ohne die Unterstützung von Großlieferanten, wie Bäckereien, Lebensmittelgeschäften und -discountern, Molkereien sowie weiteren gar nicht zu leisten. Dabei bleibt festzustellen, dass wir stets einwandfreie und keine dem Verfallsdatum preisgegebene Lebensmittel anbieten. Und das für momentan 85 Haushalte pro Woche, wobei der Bedarf durchaus schwankend ist. Unsere Kundschaft reicht vom Kind bis zum Greis“, konkretisierten die Tafel-Vertreter.

„Es könnten noch viel mehr kommen. Wir haben das Angebot. Aber manche haben Scham die Tafel aufzusuchen. Andere wiederum äußern Gefühle großer Dankbarkeit“, konstatierte Ursula Prusseit mit einem positiven Verweis hinblickend der in die Tafel integrierten Cafeteria: „Hier können wir beobachten, dass Kommunikation und Freundschaften entstehen – sozusagen als seelische Nahrung.“

Die Voraussetzung dafür werde durch das Angebot von Deutsch-Sprachkursen geschaffen: „Integration funktioniert nur, wenn hier Leute deutsch sprechen.“ Damit die vielfältigen Aufgaben der Tafel bewältigt werden können ist man immer auf der Suche nach weiteren freiwilligen Helferinnen und Helfern. „Besonders unsere älteren Damen und Herren sind mit viel Lebenserfahrung und Freude bei der Arbeit“, bekannte 1. Vorsitzende Prusseit.

„Die Leistungen und Angebote der Asbacher Tafel sind vorbildlich. Hier wird auch ein integrierter Umgang miteinander gefördert und gelebt. Mein Dank und meine persönliche Anerkennung gilt den vielen ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern, die all das durch ihren freiwilligen Einsatz erst möglich machen, denn sie bescheren durch ihre Arbeit über das ganze Jahr hinweg“, bekräftigte Erwin Rüddel. (PM)


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