Werbung

Nachricht vom 16.12.2019    

VG Puderbach erlässt Feuerwerksverbot für Teile von Steimel

Von Wolfgang Tischler

Das Abschießen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Kategorie F 2 (Kleinfeuerwerk, wie Raketen, Schwärmer, Knallkörper, Batterien und andere) im Bereich des Marktplatzes Steimel und im Bereich der Marktwiese Steimel einschließlich der verbindenden Straßenflächen (Lindenallee, Niederwambacher Straße, Hubertusstraße) ist gemäß Erlass der Verbandsgemeinde Puderbach komplett verboten.

Raketen erreichen beim Abbrennen hohe Temperaturen und können Brände an alter Bausubstanz auslösen. Symbolfoto: Wolfgang Tischler

Steimel. Der nachstehende Lageplan ist Bestandteil dieser Verfügung und zeigt das Sperrgebiet. Zuwiderhandeln gilt als Ordnungswidrigkeit wird mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Die Allgemeinverfügung kann während den Öffnungszeiten in der Verbandsgemeindeverwaltung Puderbach, Hauptstraße 13, 56305 Puderbach, Zimmer 5, eingesehen werden.

Zur Begründung führt die Verwaltung aus:
Die zuständige Behörde kann allgemein oder im Einzelfall anordnen, dass pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 in der Nähe von Gebäuden oder Anlagen, die besonders brandempfindlich sind, auch am 31.Dezember und am 1. Januar nicht abgebrannt werden dürfen. Die Ortsgemeinde Steimel wird im nächsten Jahr 700 Jahre alt. Der Beginn des Jubiläumsjahres bildet eine große Silvesterfeier im Bereich des Marktplatzes und der Marktwiese. Auf die Durchführung eines Feuerwerkes durch die Ortsgemeinde wird verzichtet. Stattdessen wird eine große Lasershow durchgeführt.

Für diese Silvesterfeier wird überregional geworben, so dass mit einer Vielzahl von Besuchern zu rechnen ist. Bei einem Feuerwerk kommt es immer mehr, auch aus angetrunkenem Übermut, zu einem leichtfertigen Umgang mit diesen pyrotechnischen Gegenständen und zu einem erheblichen Gefahrenrisiko für die zahlreichen Personen, insbesondere auch für den alten Hausbestand entlang der Lindenallee.



In einem der schutzwürdigen Gebäude ist die Bruchhäuser Stiftung untergebracht. Zahlreiche Exponate des Künstlers sind ausgestellt und werden dort aufbewahrt.

Aufgrund der unmittelbar angrenzenden zu schützenden Wohnbebauung und des Hauses Neitzert ergeben sich sowohl ein deutlich erhöhtes Risiko zur Entstehung eines Brandes als auch ein mögliches sehr großes potentielles Schadensausmaß im Brandfall durch das Überspringen der Flammen auf die dortige enge Bebauung.

Die Verwaltung weist darauf hin, das Silvesterraketen aufgrund der Brenndauer und der Temperatur, die bis zu 2.000 Grad C erreicht, Brände auslösen kann. Das Abbrennverbot sei angemessen und beschränkt den angesprochenen Personenkreis nicht unmittelbar in seinen Rechten. Bei der Abwägung der durch das Abbrennverbot betroffenen Interessen ist das Verbot mithin nicht unverhältnismäßig. Das öffentliche Interesse, Sachschäden zu verhindern überwiegt das private Interesse am Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Feuerwerkskörper können auch auf anderen Straßen und Plätzen im Gebiet der Ortsgemeinde abgefeuert und abgebrannt werden.

„Die sofortige Vollziehung wurde im öffentlichen Interesse angeordnet. Damit entfällt die aufschiebende Wirkung eines Widerspruches gegen die Allgemeinverfügung“, lässt die Verwaltung wissen. woti


Lokales: Puderbach & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
   

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Italienische Kochkunst für Jugendliche im Quartiersbüro

Das Quartiersbüro Raiffeisenring lädt Jugendliche zu einer kulinarischen Entdeckungsreise ein. Am 16. ...

Abenteuerliche Tage in Unkel: Ferienfreizeit lädt Kinder ein

Die Unkeler Ferienfreizeit bietet auch in diesem Jahr spannende Erlebnisse für Kinder. Vom 5. bis 7. ...

Spannende Wettkämpfe beim Bezirksjungschützentag in Rott/Wied

Beim diesjährigen Bezirksjungschützentag des Bezirkes Burg-Altenwied kamen über fünfzig Kinder und Jugendliche ...

Neuwied investiert in grüne Stadtentwicklung

Neuwied setzt auf nachhaltige Stadtbegrünung, indem es mehr Bäume pflanzt, als gefällt werden. Die Stadt ...

46. Europäischer Keramikmarkt 2026 in Höhr-Grenzhausen am 6. und 7. Juni

Der erste Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen fand 1979 statt. So ist im Laufe der Zeit eine international ...

Neuwieds verborgene Schätze entdecken

Am 7. Juni bietet die Tourist-Information Neuwied zwei spannende Stadtführungen an, die sowohl Historiker ...

Weitere Artikel


Weihnachtswinterwald in Abendstimmung in Daufenbach erleben

Der Wald steckt immer voller Geheimnisse und besonders im Winter, wenn alles verschneit ist. Die Besucher ...

Burverein 1969 Bonefeld - Spendabel und voller Tatendrang

Vor 50 Jahren gründeten einige Bonefelder Bürgerinnen und Bürger eine Bürgerinitiative. Sie legten einen ...

Bauern wollen am Mittwoch mit Flashmob demonstrieren

Die Bauern sind sauer – das wird einmal mehr deutlich in Videos, die seit neuesten im Internet kursieren. ...

Horper: Statt Schuldzuweisungen sollte sich die Politik bewegen

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, forderte in einer aktuellen ...

Die Speer-Azurjungfer ist Libelle des Jahres 2020

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Gesellschaft der deutschsprachigen Odonatologen ...

Mainzer Hofsänger waren zu Gast in Kurtscheid

Man kennt sie hauptsächlich aus der bevorstehenden Fastnachtszeit, wenn die beliebte TV-Sendung „Mainz, ...

Werbung