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Nachricht vom 08.12.2019    

VG Puderbach nennt Fakten zum Silvesterfeuerwerk

Jeder hat seine Tradition, an Silvester das Neue Jahr freudig zu begrüßen. Viele feiern mit Freunden, einige tanzen ins Neue Jahr, es gehört aber leider auch das lautstarke Abschießen von Feuerwerkskörpern vor den Haustüren zu den Gepflogenheiten einer Silvesternacht.

Symbolfoto

Puderbach. Dazu ein paar Fakten des Umweltbundesamtes (UBA):
In der Silvesternacht werden 4500 Tonnen Feinstaub freigesetzt, das sind kleinste, für das menschliche Auge meist unsichtbare Partikel, die mit der Atemluft inhaliert werden und über die Lungenbläschen in den Blutkreislauf aufgenommen werden und so Erkrankungen des Atmungsapparates und des Herz-Kreislauf-Systems verursachen können.

Liegt die Feinstaubgrundbelastung bei 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, so misst man in den ersten Stunden des Neuen Jahres 2000 bis 4000 Mikrogramm. Mit einer kalten Hochdruckwetterlage mit eingeschränktem Luftaustausch geht die Feinstaubbelastung nur sehr langsam zurück.

Der Anteil von Feuerwerk an der Gesamtfeinstaubbelastung in Deutschland beträgt zwei Prozent zieht man die Straßenverkehrsemissionen als Vergleich heran, entstehen durch das Silvesterfeuerwerk 15 Prozent der jährlich durch Verbrennungsmotoren und Reifenabrieb freigesetzten Menge

Auch der Tierschutz ist ein ernst zu nehmendes Argument gegen die Silvesterböllerei. Tiere haben ein wesentlich feineres Gehör als Menschen und wissen auch die optischen Reize der Feuerwerkskörper nicht einzuschätzen. Sowohl Hunde und Katzen, aber auch Pferde und Rinder, Schafe und Ziegen, sowie die Wildtiere unserer dorfnahen Wälder leiden, werden durch Panik verletzt oder sterben durch Unfälle im Straßenverkehr.

Diese Tatsachen sollten uns zu einem Umdenken bewegen. „Wir bitten Sie, auf private Silvesterfeuerwerke zugunsten unserer Umwelt zu verzichten. Es wird in einzelnen Gemeinden intensiv über Alternativveranstaltungen nachgedacht. Ist es nicht schöner, miteinander den Jahreswechsel mit Licht, Tanz, Musik und besten Wünschen zu beginnen?“, fragt Bürgermeister Volker Mendel

Ein Beispiel aus der Ortsgemeinde Steimel
Der Markt- und Gerichtsort Steimel wird 2020 sein 700- jähriges Jubiläum nach der ersten amtlichen Erwähnung feiern. Als Auftaktveranstaltung und sozusagen zum rein feiern wird zu Silvester ein lockeres Zusammensein am Marktplatz und im Haus des Gastes durch die Ortsgemeinde Steimel ausgerichtet.

Beginn ist 20 Uhr und Ende des Festes gegen 2 Uhr. Für einfache Verköstigung mit Würstchen und Kartoffelsalat sowie Bier und alkoholfreien Getränken ist gesorgt, und sind für je ein Euro zu erwerben. Alle sind eingeladen sich auch selbst nach eigenen Wünschen Speisen und Getränke mitzubringen. Wer etwas zur Unterhaltung oder Belustigung beitragen möchte, Musik, Sketche, Gesellschaftsspiele, Filmvorführung oder dergleichen, ist gerne eingeladen, hier einen Beitrag zu leisten.Ab 23 Uhr wird für musikalische Unterhaltung gesorgt sein.

Als Highlight wird um Mitternacht am Marktplatz eine Lasershow mit Feuer- und Nebelmaschinen zu Musik dargeboten, gerne auch zum Tanzen in das ganz besondere neue Jahr. Die Gemeinde spendiert den Sekt zum Anstoßen um Mitternacht, die Sektgläser hierfür bitte mitbringen. Auf Feuerwerk und Knallerei wird bewusst verzichtet, vor allem um uns zukunftsfähig für die nächsten 700 Jahre zu entscheiden, den Müll und die extreme Feinstaubbelastung zu vermeiden. Es sind keine Raketen und Böller auf dieser Veranstaltung am Marktplatz und um das Haus des Gastes zugelassen.

Alle sind herzlich auf diese offene Veranstaltung eingeladen, das neue Jahr zu begrüßen und ein Zeichen zu setzten unter dem Motto „gemeinsames Erlebnis Lasershow statt Feuerwerk“. red


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Kommentare zu: VG Puderbach nennt Fakten zum Silvesterfeuerwerk

3 Kommentare

Leute, Leute, Leute... geht es auch ´ne Nummer kleiner? Von mir aus kann jeder, der es für richtig hält, mit seiner Sylvester Tradition brechen. Ich halte aber überhaupt nichts davon von oben herab mit dem Oberlehrerzeigefinger zu versuchen allen die Böller madisch zu machen, nur weil es vielleicht gerade hipp ist grüner als die Grünen zu sein. Und ja, durch Feuerwerk entsteht Feinstaub. Die Menge steht aber in keinem Verhältnis dazu, was jeden Tag durch ganz normale Vorgänge in der Industrie, der Landwirtschaft, dem Strassenverkehr, in Büroräumen mit Laserdrucker, Kopierer etc. und gerade jetzt auch durch brennende Kerzen ausgebracht wird. Und aus der Erfahrung heraus kann ich sagen, dass Tiere genauso unterschiedlich reagieren wie wir Menschen. Es gibt Tiere, in unserem Fall sind es Hunde, denen macht die Knallerei überhaupt nichts aus. Bei der Jagd zB bezeichnet man das als schußfest. Und die anderen verkriechen sich bei jedem Gewitter unter meinem Schreibtisch. Also ich kann dazu nur sagen, Gewitter ist öfter. Ich persönlich finde auch, dass ein anderer Kick entsteht, wenn man nach dem Anzünden des Sylvesterböllers der Lunte beim abbrennen zuschaut, als wenn man an einer Laserlampe den Schalter betätigt. :-) In diesem Sinne - Guten Rutscht!
#3 von Hans-Martin Worring, am 11.12.2019 um 15:27 Uhr
Die Feinstaubbelastung erhöht sich NICHT über Stunden , sondern nur kurze Zeit. Max. 30 Minuten. Gibt Messergebnisse aus Berlin dazu. Derzeit haben es Katze und Hund immer relativ ohne Probleme "überlebt".
#2 von Eckhard Pusch, am 08.12.2019 um 23:23 Uhr
Was für ein Dreck..
Für Tiere ist es bestimmt nicht toll das ist ok aber das ist auch nur einmal im Jahr der eine knallt Böller der andere was anderes ich verzichte nicht auf sowas was soll schon klein Deutschland anrichten wenn wir auf alles verzichten. und der Rest der Welt nicht krank wird es hier...
#1 von Sven frank , am 08.12.2019 um 18:48 Uhr

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