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Nachricht vom 15.11.2019    

Bahnlärm-Gegner demonstrieren seit sieben Jahren am Bahnhof Neuwied

Zum 83. Male trafen sich Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen an Bahnstrecken an Rhein und Mosel einsetzen, am Neuwieder Bahnhof. Seit 2013 wird diese Demonstration von der Bad Hönninger Bürgerinitiative „Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen e.V." organisiert.

Foto: privat

Neuwied. In Vertretung von Franz Breitenbach, dem Vorsitzenden der BI Bad Hönningen, begrüßte Erich Schneider den Landtagsabgeordneten Marc Ruland aus Andernach, der das Thema Bahnlärm aus eigener Erfahrung gut kennt. Ruland betonte zu Beginn seiner Ansprache, „dass sich eine dauerhafte Lärmbelästigung negativ auf die Gesundheit jedes Einzelnen auswirkt“, und damit auf Dauer krank macht und die Lebensqualität in erheblichem Maße mindert. Deshalb werde er sich gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus Landes- und Bundespolitik parteiübergreifend sowohl für kurz- und mittelfristige Erleichterungen, aber auch für eine endgültige Lösung der Bahnlärm- und Sicherheitsproblematik einsetzen.

Als kleinen Zwischenschritt bezeichnete Marc Ruland den Beschluss, dass ab Ende 2020 nur noch Güterwagons mit sogenannten Flüsterbremsen eingesetzt werden sollen und dass es Ausnahmen von dieser Regelung nicht geben darf. Dazu müsste auch das Zugüberwachungssystem komplett auf den Prüfstand gestellt werden. Neben der Lärmproblematik sprach Ruland auch die Gefahren an, die zum Beispiel beim Unfall in Unkel deutlich wurden. Nach Veröffentlichungen der Bundesstelle für Eisenbahnuntersuchung gab es in 2018 315 Kollisionen, 221 Entgleisungen, 72 Fahrzeugbrände und 822 Personenunfälle. Deshalb seien Unterhaltung und Instandsetzung des Bahnnetzes von großer Bedeutung. „Wir brauchen modernes rollendes Material, eine bessere Pflege des Bahnkörpers und Tempolimits bei Ortsdurchfahrten.“

Ruland machte deutlich, dass die Bahn gebraucht wird, betonte aber auch, dass wirtschaftlicher Aufschwung in Deutschland und Europa nicht auf dem Rücken des gesamten Mittelrhein- und Moseltals und seiner Bürgerinnen und Bürger erwirtschaftet werden darf. Er dankte den Bürgerinitiativen für ihr zivilgesellschaftliches Engagement. In diesem Zusammenhang warb er aber für die Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle, die die ehrenamtliche Arbeit der Initiativen unterstützt und nach seinem Vorschlag für den Bereich der interkommunalen Kooperation „Starke Kommunen – Starkes Land“ eingerichtet werden könnte.

Dieses sogenannte „Städtenetz“ bilden im Norden von Rheinland-Pfalz die Verbandsgemeinden Bad Breisig, Bad Hönningen, Linz am Rhein, Unkel, Vallendar und Weißenthurm sowie die Städte Andernach, Bendorf, Neuwied, Sinzig und Remagen. Mit dem Dank an Marc Ruland verband Erich Schneider zum Schluss den Hinweis auf die 84. Demo am Neuwieder Bahnhof, die am 10. Dezember, 19 Uhr, am Neuwieder Bahnhof stattfindet und bei der dann der Landrat des Kreises Neuwied, Achim Hallerbach, sprechen wird.

Außerdem ist zu erwarten, dass Vertreter des BI-Bündnisses „Arbeitskreis Bahnlärm Rhein – Mosel“ über die Ergebnisse des Gesprächs, das am Tag der Demonstration mit Staatssekretär Ferlemann in Berlin geführt wurde, informieren. Der NR-Kurier berichtete bereits.


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