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Nachricht vom 30.10.2019    

Große SWR-Messaktion: in Straßenhaus ist es zu laut

Der SWR wird heute Abend (30. Oktober) einen Beitrag senden mit Lautstärkemessungen in seinem Sendegebiet. Insgesamt hatte der SWR an 25 Orten mit kalibrierten Messgeräten jeweils zwei Wochen alle 40 Sekunden den Schallpegel gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Anwohner Straßenverkehrslärm ertragen müssen, der auf Dauer krank machen kann. Zu den lärmbelasteten Gemeinden gehört auch Straßenhaus.

Im Ort ist die Verkehrsbelastung hoch, deshalb soll auch die Umgehungsstraße her. Symbolfoto

Straßenhaus. Bei 15 von 25 Messungen des SWR lag der Großteil der Schallpegel über den von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen maximal 53 dB(A) tagsüber und 45 dB(A) nachts.

Aber die Aussicht, dass etwas gegen den Lärm unternommen wird, haben die Bürger in der Regel nur, wenn bei den amtlichen Berechnungen bestimmte Jahres-Mittelwerte überschritten werden.

SWR-Messung hat in Straßenhaus in der Raiffeisenstraße (B 256) stattgefunden. Der gemessener Schallpegel in Dezibel dB(A) lag laut SWR im Zeitverlauf sah wie folgt aus:
Richtwert für Lärmsanierung an diesem Ort: 69 (tagsüber) beziehungsweise 59 (nachts). 52 Prozent der Messpunkte lagen über dem Richtwert tagsüber (6 bis 22 Uhr) und 32 Prozent der Messpunkte lagen über dem Richtwert nachts (22 bis 6 Uhr).

Die Mitmach-Aktion des SWR zeigt, dass viele Betroffene die offiziellen Lärmberechnungen für ungeeignet erachten: Sie beklagen, dass zum Beispiel Lärm durch Motorräder am Wochenende, durch Überschreitungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen oder auch durch das Nicht-Einhalten von LKW-Verboten durch den amtlich errechneten Mittelungspegel nicht erfasst wird. Damit werde die Belastung der Anwohner von Seiten der Behörden oft „schön“ gerechnet.

Eine wissenschaftliche Auswertung der SWR-Mitmach-Aktion durch das Institut für Verkehr und Infrastruktur der Hochschule Karlsruhe stützt diese Darstellung.

Parallel zur Ausstrahlung der "betrifft"-Dokumentation am 30. Oktober, 20:15 Uhr, werden Thomas Marwein, Lärmschutzbeauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg und Holger Siegel vom BUND im Live-Chat auf der Facebook-Seite des SWR Fernsehen Rede und Antwort stehen. (Quelle: SWR)


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Kommentare zu: Große SWR-Messaktion: in Straßenhaus ist es zu laut

3 Kommentare

Wir arbeiten beide ich Neuwied. Was haben wir uns gewünscht, daß die Umgehung fertig wurde. Der ganze Verkehr durch Rengsdorf. Das war eine Katastrophe. Nun das Gleiche in Strassenhaus. Es ist ein lebensgefähliches Abenteuer von Straßenhaus oder Jahrsfeld auf die B256 aufzufahren. Erst recht bei Eis und Schnee. Die Situation interessiert niemánd.Wenigstens ein Kreisel oder Ampel am Harderter Stock würde die Situation massiv entschärfen. Für Bonefeld war ein Kreisel möglich, für Straßenhaus nicht.

#3 von Axel Eppich, am 01.11.2019 um 13:30 Uhr
Ich kann mich da meinem Vorredner nur anschließen. Obwohl ich selbst seit 8 Jahren in Rengsdorf wohne und die Umstellung der B256 auf die (Tunnel)Umgehung miterleben und schätzen lernen durfte kann ich das Anliegen der Anwohner in Straßenhaus nur als berechtigt erkennen. Es ist meines Erachtens irrwitzig, dem zunehmenden und erhöhten Verkehrsaufkommen nicht durch einen geeigneten Ausbau der Verkehrswege zum Einen und den Bedürfnissen nach ein bisschen Beruhigung für die Anwohner zum anderen keine Rechnung getragen werden kann, darf, soll. Da muss es doch eine Lösung geben....in Rengsdorf ging es ja schließlich auch. Ich wollte nicht in Straßenhaus wohnen. Wenn man wenigstens ansatzweise geeignete Maßnahmen zur Verkehrslenkung ins Auge fassen würden, wie z.B. vermehrte Kontrollen des unerlaubten Lastverkehrs, ein stationäre Geschwindigkeitskontrolle oder ähnliches würde es wenigstens ein wenig Entlastung bringen und zumindest vorübergehend als ein wohlwollendes Zeichen des Entgegenkommens der Kommune sein...
#2 von Eisermann, am 31.10.2019 um 23:26 Uhr
Es ist ja nicht nur der Lärm, der belastet. Die allgemeine Verkehrssituation, besonders zu Zeiten des Berufsverkehrs ist katastrophal.Wenn pro Tag ca. 20000 Fahrzeuge duch Straßenhaus brummen, ergibt sich das von selbst. Ein Tunnel als Umgehung ist Utopie, aber eine oberirdische Umgehung, die man eventuell überbauen kann, wäre dringend notwendig. Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum sich einige Leute sich vehement gegen die Umgehung wehren. Wahrscheinlich sind da einige private Interessen, die gegen ein öffentliches Interesse sprechen. Nur so wie zur Zeit, ist es eine Katastrophe. Müssen erst schwere Unfälle passieren, bis mal jemand aufwacht?
#1 von Axel Eppich, am 30.10.2019 um 18:33 Uhr

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