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Nachricht vom 11.10.2019    

Nachbildung eines Hügelgrabes wurde in Bonefeld vorgestellt

Eine geschichtlich wertvolle und anschauliche Station können Wanderer in der Bonefelder Gemarkung erleben: der nach historischen Vorlagen entstandene Nachbau eines keltischen Hügelgrabes. Die am Butterpfad Bonefeld gelegene Anlage wurde kürzlich von den an der Realisierung beteiligten Institutionen vorgestellt. „Mit dem Nachbau des Keltengrabes wurde die Region mit seinen schönen Wanderwegen noch ein gutes Stück weiter aufgewertet“, betonte der stellvertretende Vorsitzende des Naturpark-Rhein-Westerwald, Landrat Achim Hallerbach bei einem Ortstermin.

Erste Reihe (v.l.n.r.): Achim Hallerbach, Hans-Werner Breithausen, Claudia Runkel, Irmgard Schröer, Paul Pütz; zweite Reihe (v.l.n.r.): Frank-Dieter Rheinhard, Udo Runkel, Paul Puderbach, Michael Kocherscheidt, Dr. Reiner Philippi sehr bewandert in der Keltengeschichte. Foto: Kreisverwaltung

Bonefeld. Neben einer Landesförderung in Höhe von 4.000 Euro beteiligte sich auch der Naturpark Rhein-Westerwald mit 1.600 Euro für eine Schautafel und eine Bank. Ortsbürgermeisterin Claudia Runkel dankte dem Naturpark Rhein-Westerwald für die Unterstützung und berichtete von vielen lobenden Worten der Wanderer und Besucher.

Bereits vor einiger Zeit entwickelten Dr. Reiner Philippi (früher Ortsbürgermeister in Hardert) und die Bonefelder Ortsbürgermeisterin Claudia Runkel die Idee, ein Hügelgrab originalgetreu zu errichten. Der Hintergrund war, dass im Gelände zwar elf originale Hügel existieren, diese jedoch bemoost und zugewachsen und somit für den Laien nicht sichtbar sind. Da es sich um ein Grabungsschutzgebiet handelt und die vorhandenen Gräber nicht beschädigt werden durften, wurde Dr. Cliff Jost von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Koblenz hinzugezogen und der genaue Standort für eine Nachbildung festgelegt.

In der Hügelmitte war zur Kennzeichnung des Grabplatzes und wohl auch aus kultisch-religiösen Motiven ein Holzpfahl aufgestellt. Vermutlich handelte es sich um eine hügelbekrönende Grabstele aus Holz. Auf der Grundlage von vergleichbaren, heute noch erhaltenen steinernen Statuen aus frühkeltischer Zeit wurde sie als figürliche Plastik mit seitlich am Kopf sitzenden Blättern, der sogenannten Blattkrone rekonstruiert. Dieses Kunstwerk entstammt den Händen von Paul Pütz aus Bonefeld, der den Pfahl aus einem Eichenstamm in seiner Garage geschnitzt hat. Um den Hügelfuß verläuft ein Steinkreis aus Basaltbrocken. Im Zentrum des Hügels befand sich in der damaligen Zeit die Grabgrube.


Lokales: Rengsdorf & Umgebung
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