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Nachricht vom 09.10.2019    

Warnmeldung: Erneute Anrufe von falschen Polizeibeamten

Bei den Polizeidienststellen in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen gingen in der vergangenen Woche zahlreiche Mitteilungen zu dreisten Betrügern ein, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgaben. Die Polizeidirektion Neuwied warnt vor diesen Tätern, die überzeugend auftreten und nun mit einer neuen "Masche" - Bitte um Rückruf - arbeiten.

Symbolbild

Altenkirchen/Neuwied. Zur Vermeidung von finanziellen Schäden bittet die Polizei alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere Personen, über diese Betrugsmasche zu informieren. Häufig sind ältere Menschen Ziel der Betrüger. Daher sind auch deren Angehörige gefordert, auf diese kriminelle Machenschaft hinzuweisen und sich als Ansprechpartner für den Fall der Fälle zur Verfügung zu stellen.

Die Täter versuchen häufig folgende Masche: Sie teilen mit, dass ein Einbrecher festgenommen wurde, bei dem eine Liste mit Adressen sichergestellt werden konnte. Mit dem Hinweis, der Name der Angerufenen sei vermerkt, soll zunächst eine persönliche Betroffenheit erreicht werden. Im Anschluss daran wird angeboten, "zur Sicherheit" Bargeld und Wertgegenstände in polizeiliche Obhut zu nehmen.

Um noch glaubhafter zu wirken, nutzen die Betrüger die Namen von real existierenden Amtspersonen und lassen im Display des Angerufenen eine Nummer erscheinen, die meist eine Ortsvorwahl und die 110 enthält. Die Polizei stellt hierzu klar: Anrufe mit der Notrufnummer 110 gibt es nicht! Ist die 110, auch in Verbindung mit einer örtlichen Vorwahl erkennbar, ist dies bereits ein deutliches Indiz für einen betrügerischen Anruf.




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Neu: Bitte um Rückruf
Mittlerweile fordern die Täter auch zum Rückruf der eingeblendeten Nummer auf. Die Polizei warnt davor, die Rückruftaste zu drücken oder die Rufnummer anzuwählen. Es ist davon auszugehen, dass die Betrüger die technische Möglichkeit einer sogenannten Konferenzschaltung nutzen. Bei einem Rückruf landet man daher nicht bei der Polizei, sondern wieder beim Betrüger!

Personen, die solche Anrufe erhalten, werden gebeten, sich umgehend mit ihrer örtlichen Polizeidienstelle oder mit einer Person ihres Vertrauens in Verbindung zu setzen. Insbesondere sollten Sie für eine telefonische Meldung bei der Polizei nach Möglichkeit ein anderes Telefon (zum Beispiel bei Nachbarn) oder das Handy benutzen!

Geben Sie in keinem Fall telefonisch Auskünfte zu ihren wirtschaftlichen Verhältnissen und übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen beziehungsweise angebliche Mitarbeiter der Polizei.

Wenn Zeitdruck erzeugt wird oder um Geheimhaltung gebeten wird, ist besondere Vorsicht geboten!


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