Werbung

Nachricht vom 20.09.2019    

Ländliche Versorgung für Krankenhaus Dierdorf-Selters keine Frage

In der aktuellen Diskussion um den Standort der DRK-Kliniken äußerte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung von Rheinland-Pfalz, Dr. Peter Heinz, dass kleine Krankenhäuser keine Zukunft haben beziehungsweise Schlaganfalleinheiten an kleinen Häusern „Betrug am Bürger“ seien. Gerade Schlaganfalleinheiten, die als Stroke Unit wie im Krankenhaus Selters zertifiziert sind, haben eng geregelte Voraussetzungen. Deswegen führt die Aussage Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung den Bürger bewusst in die Irre und ist unwahr.

Dierdorf/Selters. Dabei stößt man auch pauschal in das gleiche Horn, der in diesem Sommer publizierten Studie „Zukunftsfähige Krankenhausversorgung“ der Bertelsmann Stiftung, die die Reduzierung der deutschen Kliniken von circa 1400 auf unter 600 Kliniken empfiehlt. Hier sollten besonders kleinere Kliniken geopfert werden, weil diese nicht alles hätten. Ob es für kleine Krankenhäuser nicht noch andere Alternativen gibt oder sogar geben muss, wenn man etwas mehr überlegt, bleibt auf der Strecke.

Guido Wernert, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Dierdorf/Selters: „Behandlungen, wie zum Beispiel die Schlaganfallversorgung, die aufgrund großer Behandlungszahlen und somit Routine in zertifiziert Strukturen vorgehalten werden, bringen in der Fläche sehr gute und notwendige Qualität. Dies um deutschlandweit an rund 200 Schlaganfalleinheiten flächendeckend jährlich rund 370.000 Schlaganfälle schnell zu versorgen. Beispielhaft ist dies durch die seit rund 15 Jahren bestehende zertifizierte Schlaganfalleinheit unserer Neurologie in Selters hervorragend gegeben.“

Eine Stroke-Unit wie das Ev. Krankenhaus Dierdorf/Selters am Standort Selters, gewährleistet die Klinik eine unverzügliche, rationelle Akutdiagnostik des Schlaganfalls, um die Patienten möglichst früh und gezielt zu behandeln und ein Blutgerinnsel innerhalb der ersten drei Stunden aufzulösen, denn verlorene Zeit ist verlorenes Gehirn. Erforderliche gesetzlich exakt festgelegte Voraussetzungen für Personal, Bau und Technik werden dabei über viele Jahre in Selters vorgehalten, damit im Ernstfall schnell und lebensrettend agiert werden kann. Hierzu zählt das die personalintensive Betreuung Pflegepersonal pro Bett und auch die spezialisierte Mitarbeiterqualifikation.

Am Beispiel unserer Schlaganfalleinheit Selters zeigt sich, dass bei einer plötzlichen Durchblutungs-störung im Gehirn diese schnellstens ärztlich behandelt werden muss. Anderenfalls sterben so viele Gehirnzellen ab, dass der Patient bleibende Schäden wie Lähmungen oder Sprachstörungen davonträgt oder sogar stirbt. Um schnell und lebensrettend agieren zu können, werden deutschen Krankenhäusern mit Schlaganfallspezialstationen so genannte “ Stroke Units“ ausgestattet.

„Alle arbeiten eng zusammen und erstellen ein individuelles Behandlungskonzept, um die Patienten bestmöglich versorgen zu können. Die Chancen, den Hirnschlag zu überleben und keine bleibenden Schäden davonzutragen, steigen durch die Behandlung auf der Stroke Unit erheblich“, erklärt Dr. Benjamin Bereznai, Chefarzt Neurologie am Ev. Krankenhaus Dierdorf/Selters.

Die stationäre medizinische Versorgung muss den demographischen Bedingungen der Region Rechnung tragen – dies gelingt gerade in den Krankenhäusern Selters beziehungsweise Dierdorf durch ihre bürgernahe gute Grundversorgung beziehungsweise das breite kompetente medizinische Angebot wie auch durch die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz bei verschiedenen Fördermaßnahmen besonders gut. Ganz im Gegensatz also zu der in der Studie wie auch zu aktuellen zu pauschalen Meinungen. (PM)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Selters auf Facebook werden!


Kommentare zu: Ländliche Versorgung für Krankenhaus Dierdorf-Selters keine Frage

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

Beliebte Artikel beim NR-Kurier


Inzidenzwert im Kreis Neuwied steigt vierten Tag in Folge

Das Gesundheitsamt Neuwied hat am heutigen Samstag, den 23. Januar weiter 44 Neuinfektionen an das Land gemeldet. Der Inzidenzwert liegt laut Landesberechnungen aktuell bei 109,4. Ab kommenden Montag gelten verschärfte Regeln.


Corona: 57 neue Fälle und drei weitere Todesopfer

Am Freitag, den 22. Januar wurden im Kreis Neuwied wurden 57 neue Positivfälle sowie drei weitere Todesfälle registriert. Die Summe aller Positivfälle steigt auf 4.409 an. Aktuell sind 273 infizierte Personen in Quarantäne.


Region, Artikel vom 22.01.2021

Winter kommt am Wochenende zurück

Winter kommt am Wochenende zurück

Nachdem es im Laufe dieser Woche zum Teil frühlingshafte Temperaturen gegeben hat, kehrt am Wochenende der Winter zurück. Am Sonntag gibt es Schnee bis in tiefere Lagen.


Region, Artikel vom 23.01.2021

Küchenbrand in Leutesdorf

Küchenbrand in Leutesdorf

Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Hönningen wurden am Freitagabend (22. Januar 2021) durch die Leitstelle Montabaur gegen 20.20 Uhr zu einer Rauchentwicklung aus einem Gebäude in Leutesdorf alarmiert.


Bad Honnef hilft in Corona-Krise: Mitfahrbörse zum Impfzentrum

Ab dem 8. Februar 2021 öffnet das Impfzentrum des Rhein-Sieg-Kreises in der Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin seine Pforten. Dann werden auch zahlreiche Bürger aus Bad Honnef jeweils zwei Termine zur Impfung gegen das Corona-Virus erhalten.




Aktuelle Artikel aus der Region


Inzidenzwert im Kreis Neuwied steigt vierten Tag in Folge

Neuwied. Nachfolgende Regelungen treten ab Montag, dem 25. Januar in Kraft, wie die Kreisverwaltung Neuwied aktuell bekannt ...

30er Zone in Windhagen-Rederscheid verlängert

Windhagen. Die Maßnahme wurde dann durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde geprüft und entsprechend angeordnet. Somit ...

Kanalerneuerung in der Concordiastraße Bendorf

Bendorf. Über den aktuellen Stand der Baumaßnahme informierte der stellvertretende Werkleiter Siegfried Pösch nun Bürgermeister ...

Werner-Heisenberg-Gymnasium ruft Computer-Kurs für Fünftklässler ins Leben

Neuwied. Kinder, die im digitalen Zeitalter geboren wurden, verfügen aber dadurch nicht automatisch über die Fähigkeit, Medien ...

Erfolg beim Konzeptwettbewerb „Grüne Stadt- grünes Dorf“

Bendorf. Ausgezeichnet wurden Konzepte, die sich für eine naturnahe und nachhaltige Gestaltung im eigenen Ort engagieren, ...

Bad Honnef hilft in Corona-Krise: Mitfahrbörse zum Impfzentrum

Bad Honnef. Bereits in der vergangenen Woche wurden alle über 80-jährigen Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Sieg-Kreis durch ...

Weitere Artikel


KI stand im Mittelpunkt bei Wirtschaftsempfang im Kreis Neuwied

Bonefeld. Vor dem Empfang präsentierte die Süwag ihre neuen Räume in Bonefeld und ihre Leistungsfähigkeit. Vorstandsmitglied ...

Geschäfte in Neuwied sind Notinseln für Kinder

Neuwied. In Neuwied wurde das Projekt vom Jugendbeirat der Stadt Neuwied initiiert. Große Unterstützung erhielten sie dabei ...

Herbstferienprogramm in der Römer-Welt

Rheinbrohl. Wie bei den römischen Soldaten wird dabei gemeinsam der Tag gestaltet. Dabei heißt es, nach einem „langen“ Marsch ...

Große Fotoausstellung im Tertiärum

Enspel. Die neue Ausstellung setzt die Meisterwerke der Mitglieder in den Mittelpunkt. Schließlich geht es um „60-Jahre Westerwälder ...

7. Trucker-Treffen im Stöffel-Park: Kommen und staunen

Enspel. Der Ablauf
Freitag: Anreise der Trucks ab 16 Uhr, abends Musik mit DJ rund um die Nissenhalle, Lagerfeuer.

Samstag: ...

Hochklassig: TC Horhausen lud zum DTB-Ranglistenturnier

Horhausen. Der TC Horhausen veranstaltete zum wiederholten Mal sein Jugendturnier des Deutschen Tennisbundes (DTB) in den ...

Werbung