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Nachricht vom 03.09.2019    

Ein Kranz zum Antikriegstag

Am Antikriegstag am 1. September trafen sich interessierte Neuwieder, um am Mahnmal für die Opfer des Faschismus einen Kranz niederzulegen. Eingeladen hatten DGB und Amnesty International. Vor 80 Jahren begann der zweite Weltkrieg, der insgesamt 60 Millionen Tote forderte, worauf die Redner hinwiesen.

Am Antikriegstag am 1. September trafen sich interessierte Neuwieder, um am Mahnmal für die Opfer des Faschismus einen Kranz niederzulegen. Foto: Privat

Neuwied. Rüdiger Hof, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Neuwied, erklärte: „Wir erleben eine stetige Verrohung und Vergiftung der Sprache. Wer diese antidemokratischen, rassistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Reden schwingt, kann anschließend nicht behaupten, dass kein direkter Zusammenhang zum Mordfall Lübcke und den Morddrohungen der jüngsten Vergangenheit besteht."

Walter Vogt, der ehemalige Bevollmächtigte der IG Metall Neuwied, berichtete über drei Gewerkschafter, die von den Nazis verfolgt und inhaftiert worden waren, und beendete seinen Beitrag mit einem Zitat aus dem Schwur von Buchenwald: "Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel."



Manfred Kirsch, der für Amnesty International sprach, forderte die Ächtung der AfD und dass ihre Funktionäre keinen Platz mehr in Talkshows bekommen. Es gehe darum, sie wirklich in Schranken zu weisen. Kirsch hatte kürzlich eine Morddrohung erhalten, nachdem er sich immer wieder deutlich gegen die AfD gewandt hatte. Der DGB solidarisiert sich ausdrücklich mit ihm und seinem Eintreten für eine demokratische und offene Gesellschaft.


Lokales: Neuwied & Umgebung
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