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Nachricht vom 01.09.2019    

Rüddel besichtigte medizinische Spitzentechnologie

„Dies ist ein sehr gutes Beispiel einer patientenschonenden Symbiose aus Medizin und modernster Technik“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel im Neuwieder St. Elisabeth-Krankenhaus. Dort war der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag bei einer Prostataoperation mit dem neuen daVinci-Operationssystem live zugegen.

Anwesende der Prostata-OP im St. Elisabeth-Krankenhaus Neuwied waren (v.li.) OP-Leiter Frank Anhäuser, Erwin Rüddel, Ärztlicher Direktor Chefarzt Dr. Michael Fresenius, Alexandra Gutwein und Dr. Joachim Haes von der Herstellerfirma des daVinci Operationssystems. Foto: Privat

Neuwied. Dabei handelt es sich um ein den Operateur bei sogenannten laparoskopischen Engriffen (Schlüssellochchirurgie) unterstützendes modernes System zur minimal-invasiven Chirurgie des Prostata-Krebs. Es genügen hierbei 5 bis 12 mm kleine Schnitte, durch die die nötigen hochpräzisen, mikrochirurgischen Instrumente sowie eine 3D-Kamera platziert werden.

Dieses System bedient ausschließlich ein erfahrener Operateur, der die Operation steuert und sich in unmittelbarer Nähe zum Patienten im Operationssaal befindet.
So auch bei der von Chefarzt Prof. Dr. Carsten Maik Naumann geleiteten OP im St. Elisabeth Krankenhaus Neuwied. Der Operateur hat jederzeit die volle Kontrolle über das Operationssystem. Denn nur er kann es manuell steuern. Selbstständige Aktionen des Systems sind nicht möglich.

Im Operationssaal konnten sich Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel und dessen Wissenschaftliche Mitarbeiterin Alexandra Gutwein vor Ort von der Technologie und Präzision des Systems überzeugend. Die Technologie des roboterassistierten Operierens ermöglicht es, präziser und patientenschonender zu arbeiten. Dabei lassen sich die von der Kamera gesendeten dreidimensionalen Bilder stark vergrößern. Gleichzeitig können im Bauchraum die medizinischen Instrumente millimetergenau gesteuert werden und sie sind beweglicher als die menschliche Hand.

„Für die Patienten bedeutet dies, dass sie nach einem Eingriff meist weniger Schmerzen haben und die Liegezeit kürzer ist, als bei offenen oder auch minimal-invasiven Eingriffen ohne Assistenz eines Roboters. Ein solches System ist mittlerweile quasi Voraussetzung für eine Klinik, um gute neue Urologen für sich zu gewinnen“, äußerte Dr. Michael Fresenius, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin.



Festgestellt werden muss aber, dass sich aktuell der Erwerb eines solchen OP-Roboters für die Klinik noch nicht rechnet, da die hohen Anschaffungskosten noch nicht in den Fallpauschalen, d.h. der Vergütung für einen Eingriff, enthalten sind. In absehbarer Zeit, davon ist auszugehen, werden auch Konkurrenzunternehmen in den Markt des roboterassistierten Operierens eintreten, was sinkende Preise für die Anschaffung eines solchen Systems zur Folgen haben dürfte.

An den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, Erwin Rüddel, erging die Botschaft sich für eine entsprechende Vergütung einzusetzen. Dem stimmte der Parlamentarier zu. „Die bei der OP gewonnenen Eindrücke fußen auf einer großen Herausforderung und Spezialisierung. Im gleichen Atemzug gilt es nochmals anzumerken, wie wichtig gerade für die Zukunft eine flächendeckende Krankenhausversorgung ist – mit dem speziellen Augenmerk auf regionale Besonderheiten“, bekräftigte Erwin Rüddel.


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