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Nachricht vom 29.08.2019    

Die Bären sind los …

Von Förster Frank Krause

In letzter Zeit häufen sich Meldungen einer in unserer Gegend bisher noch unbekannten Tierart. Es handelt sich um Waschbären, die sich in der Dämmerung gerne in Gärten von waldnahen Grundstücken nach Nahrung umschauen. Waschbären stammen ursprünglich aus Nordamerika und wurden zur Pelzzucht nach Deutschland eingeführt. 1934 wurden sie in Hessen in der Nähe des Edersee erstmals ausgesetzt. Seitdem verbreiten sie sich rege, vor allem entlang von Wasserläufen.

Im Neuwieder Zoo kann man die geschickten Kletterer gut beobachten. Sie sind bei der Nahrungssuche sehr lernfähig und erfinderisch. Fotos. Frank Krause

Anhausen. Die Säugetiere werden 40 bis 70 Zentimeter groß (ohne Schwanz) und drei bis neun Kilogramm schwer. Sie werden bis zu drei Jahre alt. Typisch sind der geringelte Schwanz und die schwarze Augenbinde sowie der buckelige Gang.

Tagsüber ruhen Sie in alten Fuchsbauten und Baumhöhlen, gerne aber auch in Gartenschuppen und auf Dachböden. Die Tiere sind sehr anpassungs- und lernfähig und können gut klettern. Sie zählen zu den Allesfressern und bedienen sich an Komposthaufen und an Mülltonnen, graben aber auch im Erdboden nach Würmern oder räumen Vogelnester aus.

Um sie nicht anzulocken sollten kein Fisch, Fleisch oder Milchprodukte auf Komposthaufen entsorgt werden. Auch sollten abends keine Futterschälchen für Haustiere draußen verbleiben. Die Tiere sind in der Regel nicht aggressiv oder für den Menschen gefährlich.





Mehr dazu:   Förster Frank Krause  
Lokales: Rengsdorf & Umgebung
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