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Nachricht vom 11.08.2019    

Forstrevier informiert: Wer sind „die Borkenkäfer“?

Von Förster Frank Krause

In unseren Wäldern leben viele verschiedene Borkenkäferarten. Manche leben an Buchen, manche an Kiefern, viele Arten haben es jedoch auf die Baumart Fichte abgesehen. Sie folgen den Fichten-Terpenen - einem besonderen Duft, den geschwächte und kranke Bäume abgeben.

Der wichtigste Schädling, der Buchdrucker, hat sein Gangsystem erfolgreich ausgebildet. Fotos: Frank Krause

Anhausen. Die Borkenkäfer müssen nicht lange suchen, denn durch die Trockenheit des vergangenen und auch dieses Sommers sind nahezu alle Fichten geschwächt - ein gefundenes Fressen für die Borkenkäfer. Als Pionierkäfer entern sie als erste den kranken Baum.

Wie Bohrer fressen sich die nur fünf Millimeter großen Borkenkäfer durch die Rinde (= Borke) und legen Brutkammern an, in denen die Weibchen nach der Paarung ihre Eier ablegen. Ihr Handwerkszeug sind die extra scharf gezackten Kiefer. Unter der Rinde entwickeln sich die Larven und raspeln Larvengänge ins Holz. Dabei unterbrechen sie die Saftleitungen der bereits angeschlagenen Fichte, wodurch ihre Zersetzung beschleunigt wird.

Sechs Wochen nach der Eiablage ist die nächste Generation herangewachsen - geschlechtsreif und flugfähig. Sie nimmt wiederum Witterung nach kränkelnden Fichten auf, um sie anzubohren. Monokulturen sind ein gefundenes Fressen.




Mehr dazu:   Förster Frank Krause  
Lokales: Rengsdorf & Umgebung
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