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Nachricht vom 09.07.2026    

Naturpfad Weltende – Wanderung ans Ende der Welt

Von Axel Griebling

Wer auf ein wenig Abenteuer aus ist, für den ist der Naturpfad Weltende Pflicht. Enge Wanderpfade, teils in die Felsen gehauen, machen den Reiz dieser Rundwanderung aus. Der Aussichtspunkt "Sonnenberg" markiert das "Weltende", den höchsten Punkt der abenteuerlichen Wanderung, und erlaubt einen atemberaubenden Blick ins Tal der Nister im Herzen der Kroppacher Schweiz.

Naturpfad Weltende – Das Ende der Welt liegt in der Kroppacher Schweiz? (Fotos: Axel Griebling)

Stein-Wingert. Wer behauptet, dass das Ende der Welt mit Feuer und großem Krachen eingeleitet wird, der kennt den Naturpfad "Weltende" im Herzen der Kroppacher Schweiz noch nicht. Und wer bei einer Wanderung ein wenig Abenteuer sucht, für den ist der Rundweg Pflicht. Denn geübte Wanderer können bei dieser etwa sechs Kilometer langen Wanderung beweisen, dass sie schwindelfrei sind und keine Angst vor den bergigen Pfaden haben, die, teilweise in Felsen gehauen, den Wanderer mit Stahlseilen gegen das Abrutschen im Hang sichern. Ein alter Bergwerksstollen ist weiteres Ziel dieser Wandertour. Doch Vorsicht ist geboten bei den teils schwierigen Geländebedingungen, sodass diese Rundwanderung nur für geübte und vor allem trittsichere Wandernde zu empfehlen ist.

Doch keine Angst, bisher haben alle Wanderfreunde den Naturpfad mit Bravour gemeistert, denn der Name Weltende ist dem Dorf Alhausen geschuldet, in das nur eine Straße hineinführt und man deshalb am Ende der Welt angekommen ist. Dafür bietet die Wandertour einen unvergesslichen Eindruck von Abenteuer und Romantik und belohnt den Wanderer mit einem Mix aus Wandern und leichtem Bergsteigen sowie mit dem Einblick in einen alten Bergwerksstollen. Der Aussichtspunkt "Sonnenberg", der das "Weltende" markiert, ist der höchste Punkt dieser Wanderung und garantiert einen herrlichen Blick in die Täler der Kroppacher Schweiz mit saftigen Wiesen, Wäldern und dem Flusslauf der Nister, an dem die Wanderung größtenteils entlangführt.

(Foto: Axel Griebling)

Die etwa sechs Kilometer lange Rundwanderung startet auf dem Wanderparkplatz beim Friedhof in Stein-Wingert. Nach etwa 20 Metern weist ein Feldweg rechts zum Naturpfad Weltende hin. Bereits nach einigen hundert Metern führt der Weg an einem urigen Bergpfad vorbei. Am Ortseingang von Alhausen angekommen, heißt es, links in den Wanderweg abzubiegen. Über die Brücke wandernd wird der Fluss Nister überquert. Hinter der Brücke beginnt rechts der Einstieg in den Naturpfad Weltende. Über Tritteisen geht es in der ersten Etappe nach oben und dann immer am Berghang dem Fluss Nister entlang, bis man im Tal auf den Eingang eines Bergwerkstollens der ehemaligen Grube "Consolidierte Sonnenberg" trifft.




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Vom Stollen führt die zweite Etappe an teils mit Drahtseilen gesicherten Engstellen vorbei über bergige Pfade bis zum Aussichtspunkt Weltende. Hier lädt eine Sitzgarnitur zur Zwischenrast ein. Nächstes Ziel ist Flögert, ein Ortsteil von Helmeroth. Am Ortseingang von Flögert rechts haltend, wird über die Fußgängerbrücke die Nister überquert, bis in Altburg die Straße erreicht wird. Hier heißt es, links abzubiegen und der Beschilderung "Naturpfad Weltende" bergauf zu folgen. Bei der nächsten Weggabelung geht es links weiter. Nach etwa 200 Metern erfolgt rechts der Einstieg in einen Waldpfad, der, vorbei an einer ehemaligen Keltenburg, wieder zum Ausgangspunkt der Rundwanderung zurückführt.

(Foto: Axel Griebling)

Highlights dieser Wanderung sind die teils urigen Wanderpfade, teilweise am Fluss Nister entlangführend, der Bergwerksstollen der ehemaligen Grube "Consolidierte Sonnenberg", der Aussichtspunkt Weltende und eine ehemalige Fliehburg der Kelten oberhalb von Altburg. Der Bergwerksstollen war bis Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb. Zuerst über Tage, wurden dort später zwei Stollen von etwa 80 Meter Tiefe in den Fels getrieben, um Eisenerz, Blei und Zink zu fördern. Mit Schutzgitter versehen, ist der Stollen heute Heimat von Fledermäusen. Am Aussichtspunkt Weltende wird der Wanderer mit einem fantastischen Blick ins Tal der Nister belohnt. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich über einen QR-Code in ein Gipfelbuch einzutragen. Auf einer Schautafel ist der Aufbau der ehemaligen Fliehburg der Kelten dargestellt, die sich einst auf den Höhen oberhalb von Altburg befunden hat. Im Falle eines Angriffs haben alle Kelten, die sich in der näheren Umgebung niedergelassen hatten, in der Fliehburg Schutz gesucht.

Der Naturpfad Weltende ist als schwere Tour bewertet. Deshalb sollte man diese Wanderung nur mit entsprechender Kondition, Wandererfahrung und geeignetem Schuhwerk durchführen. Für Kinder ist der Naturpfad Weltende nur bedingt geeignet. (GRI)

Tour-Informationen:

Art: Rundweg
Schwierigkeit: schwer
Strecke: 6 km
Dauer: 2,5 Stunden
Höhenmeter: 100+/60-
Familiengeeignet: Nein
Beschildert: Ja
Beschaffenheit: Naturpfad
Besonderheit: Erlebnisweg
Startpunkt: Wanderparkplatz am Friedhof in 57629 Stein-Wingert
Zielpunkt: wie Startpunkt

Der Komoot-Link zum Nachwandern: https://www.komoot.com/de-de/tour/349422566


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