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Nachricht vom 20.06.2019    

Rhein-Mosel-Werkstatt hat neuen Lebenshilfe-Vertreter

Die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Neuwied-Andernach e. V. ist Gründungsgesellschafter der Rhein-Mosel-Werkstatt für Menschen mit Behinderung Koblenz gem. GmbH. Nach über 35 Jahren ehrenamtlicher Gesellschaftervertretung in der Werkstatt hat der Ehrenvorsitzende der Neuwieder Lebenshilfe, Franz-Robert Herbst, sein Amt niedergelegt und der Geschäftsführung seinen Nachfolger vorgestellt.

Beim Rundgang in der Rhein-Mosel-Werkstatt von Franz-Robert Herbst (3. von links) und Joachim Rohde (4. von links) von der Lebenshilfe Neuwied stellten RMW-Geschäftsführer Thomas Hoffmann (1. von links) und RMW-Produktionsleiter Erik Wirtz (4. von links) T-Shirts für Special Olympics 2019 vor, deren Druck von der Werkstatt hergestellt und gesponsert wird. Foto: Lebenshilfe Wirtz

Neuwied / Koblenz. Bereits vor einem Jahr hat Herbst den Lebenshilfe-Vorstand gebeten, für die Amtsperiode des Werkstatt-Verwaltungsrates einen Nachfolger zu wählen und einen Generationswechsel einzuleiten. Mit Vorstandsmitglied Joachim Rohde aus Neuwied wurde ein in der Behindertenarbeit erfahrener Sozialarbeiter ausgewählt. Im Rahmen einer Werkstattbesichtigung dankte Werkstatt-Geschäftsführer Thomas Hoffmann dem bisherigen stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden Franz-Robert Herbst für seine langjährige Mitarbeit und freute sich auf die Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsratsmitglied Joachim Rohde.

Eine Verabschiedung von Herbst im Verwaltungsrat wird noch folgen. Als Franz-Robert Herbst 1983 seine Mitarbeit in den Gremien der Werkstatt begann, gab es nur eine Betriebsstätte in Koblenz. Unter seiner Mitwirkung im Verwaltungsrat entstanden eine zweite Betriebsstätte in Koblenz und Betriebe in Weißenthurm, Kastellaun und Simmern. In Simmern wird gerade ein Neubau bezogen, der auch eine Tagesstätte für Menschen mit psych. Behinderung beinhaltet.

Im Jahr 2000 übernahm die Werkstatt das Blindenwerk Koblenz und gründete den Inklusionsbetrieb Polytec Integrative mit Arbeitsplätzen in Weißenthurm, Koblenz, Kastellaun und Simmern. Insgesamt beschäftigt die Werkstatt ca. 1200 Menschen, darunter 900 Personen mit einer Behinderung. Neue Arbeitsfelder sind entstanden. Alleine in der Koblenzer Küche werden täglich 2400 Mittagessen gekocht, die auch an Kindergärten, Schulen und Essen auf Rädern geliefert werden.

In der Schreinerei wurde eine Liege für Außenbereiche entwickelt. Eine Rontonde-Liege hat die Werkstatt dem Neuwieder Zoo gespendet, die dort den Außenbereich verschönert. Mit dem Bereich Werbemittel hat die Werkstatt vor einigen Jahren Neuland betreten. Hier werden überwiegend Menschen mit einer psych. Behinderung beschäftigt. Für ein Projekt des Fußballbundes werden aktuell T-Shirts bedruckt. Die Neuwieder Pfingstreiter wurden in diesem Jahr mit bedruckten Tragetaschen ausgestattet, im Jahr davor mit bedruckten Schirmen. Diese neue Abteilung soll weiter ausgebaut werden. Ebenso Bereiche für Menschen mit autistischen Behinderungsformen. Dazu besteht auch eine Kooperation mit dem Autismuszentrum Rheinland-Pfalz, die in der Betriebsstätte Koblenz-Lützel eine Geschäftsstelle und eine Trainingswohnung unterhalten.

Für die Lebenshilfe Neuwied-Andernach sind Arbeitsplätze, Qualifizierungsmaßnahmen und Ausbildung ein besonderes Anliegen, das sie als Gesellschafter der Rhein-Mosel-Werkstatt umsetzt. Zu seinem Abschied aus dem Verwaltungsrat hat Franz-Robert Herbst ein Arbeitspapier zur Weiterentwicklung von Werkstätten erarbeitet, das sich mit den veränderten Behinderungsformen und deren Auswirkungen im Arbeitsleben sowie den Veränderungen in der Gesellschaft durch Digitalisierung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen befasst.



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