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Nachricht vom 26.05.2019    

Die 72-Stunden-Aktion bringt tolle Projekte zu Tage

„In 72 Stunden die Welt besser machen“, so heißt es in der Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Verbände, die vom 23. bis 26. Mai bundesweit stattfindet. Auch in Neuwied in der Umgebung nahmen zahlreiche Gruppen teil. Wir berichten hier von drei Projekten.

Foto und Video Uwe Schumann

Region. Die 72-Stunden-Aktion ist die größte Sozialaktion von Jugendlichen in Deutschland. Alle drei bis fünf Jahre veranstaltet der Bund der Deutschen Katholischen Jugend das Event, bei dem Jugendgruppen aus allen katholischen Jugendverbänden ein Projekt auswählen, planen bearbeiten und gemeinsam mit anderen und für andere abschließen. Bei den Projekten gilt, dass die teilnehmenden Gruppen sowohl die Durchführung als auch die Finanzierung selbst stemmen.

Projekt Unterstellmöglichkeit
So entschieden sich die DPSG Pfadfinder aus dem Stamm Gladbach, für die Pfarrgemeinde hinter der Kirche eine Unterstellmöglichkeit zu errichten. Dort findet alles Platz, was während dem ganzen Jahr nicht regelmäßig genutzt wird. Dafür hat eine ortsansässige Schreinerei Holz zugeschnitten. Die Pfadfinder errichten diesen Schuppen in kompletter Eigenleistung. Dazu zählen auch das Verlegen von Stromleitungen im Boden und das Anlegen eines neuen Beets nach Abschluss aller Arbeiten.

Projekt Waldheim im Sayntal
Die DPSG Pfadfinder Stamm Engers haben sich vorgenommen, das Waldheim im Sayntal auf Vordermann zu bringen. Dort wurden alle Wege freigeschnitten, ein Bachlauf neu angelegt, und alle notwendigen Reparaturen am Waldheim selbst durchgeführt. Ebenso wurden die angrenzenden Waldgebiete und Wiesen von Unrat und Müll befreit. An der großen Feuerstelle sind die alten, maroden Sitzbänke komplett erneuert worden.




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Projekt Naturschutz
Im Brexbachtal in Bendorf-Sayn ist jedoch ein außergewöhnliches Projekt. Gemeinsam werden rund 50 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuern von der Malteser-Jugend aus Bad Honnef, den Georgspfadfindern aus Bornheim-Hersel, dem Technischen Hilfswerk aus Bendorf und Koblenz sowie einer Gruppe des Heinrich-Hauses Neuwied Projekte für den Naturschutz umsetzen. Dabei soll unter anderem ein ehemaliger Fischzuchtteich in seinen natürlichen Zustand zurückversetzt werden.

Rainer Stens von der Malteser-Jugend erklärt: „Das Besondere ist die Bandbreite der Gruppe und ihrer Mitglieder. Wir wollen Inklusion leben: Es kommen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, die das Knowhow teilen und das gemeinsame Ziel verfolgen, miteinander und voneinander zu lernen. Dabei können sie etwas Großes bewirken." Der Weiher, der bis vor wenigen Jahren zur Zucht von Fischen genutzt wurde, wird in einen natürlichen Zustand als kleiner Wasserlauf zurückversetzt. Uferbefestigungen und Plastikrohre werden entfernt und ein natürliches Bachbett rekonstruiert. Dafür hat eine Firma mehrere Tonnen Gewässerbausteine kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch das Technische Hilfswerk unterstützt diese Aktion mit schweren Geräten wie Bagger und Kipper, aber vor allem ihrem Wissen und Mannstärke. Uwe Schumann


Video von den Projekten





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