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Nachricht vom 25.05.2019    

Rassismus ist keine Alternative: "Puderbach bleibt bunt"

Am Tag des Grundgesetzes (23. Mai) kamen 120 Bürger zur Mahnwache nach Puderbach, um ein demokratisches Zeichen gegen Rechts zu setzen. Anlass war eine Wahlkundgebung zur Europawahl der AfD im Dorfgemeinschaftshaus von Puderbach. Dr. Sabine Knorr-Henn und der Verbandsgemeindebürgermeister Volker Mendel eröffneten durch flammende Reden gegen Rassismus und Ausgrenzung die friedliche Mahnwache.

Anlässlicher einer Wahlkampfveranstaltung der AfD trafen sich rund 120 Teilnehmer in Puderbach zu einer Mahnwache gegen Rassismus. Foto: Sebastian Schreiber

Puderbach. Mendel führte in seiner Ansprache aus, dass alleine in der VG Puderbach 180 geflüchtete Menschen aus der halben Welt durch das Engagement vieler Bürger in kurzer Zeit schon sehr gut integriert werden konnten und viele unserer Neubürger einer geregelten Arbeit nachgehen.

Auch andere Bürger ergriffen das Wort und informierten die zahlreichen Teilnehmer über jahrzehntelange Integrationserfolge in der VG Puderbach und auch über das Frauenbild der AfD. Besonders erschreckend war der Redebeitrag zum Thema „Vorstellungen der AfD zum Umgang mit Menschen mit Behinderung“. Alle Redebeiträge wurden mit viel Beifall bedacht.

Am Eingang zum Bürgerhaus waren zwei Kübel, befüllt mit Pferdemist, deponiert, die mit Schildern und der Aufschrift „Bunt statt braun“ bestückt waren. Auf dem Bürgersteig stand mit Straßenkreide geschrieben „Achtung, Sie verlassen den demokratischen Sektor“. Alle Besucher dieser Veranstaltung mussten zwangsläufig an diesen „Hindernissen“ vorbei.

Im Dorfgemeinschaftshaus selbst saßen rund 50 Personen. Vor der Halle stimmten die Bürger in Sprechchören immer wieder Parolen an, wie etwa „Puderbach ist bunt und schön, die AfD kann wieder geh´n“. Am Ende der Mahnwache wurden natürlich die beiden Mistkübel entfernt und alle Beteiligten fanden, dass dies ein großartiges Zeichen für gelebte Demokratie in der VG Puderbach gewesen sei.

(Pressemitteilung OV Puderbach von Bündnis 90/Die Grünen)



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Kommentare zu: Rassismus ist keine Alternative: "Puderbach bleibt bunt"

1 Kommentar

Als ehemaliges Mitglied der PDS und enger politischer Bekannter des altMDB Winkelmeier sollte niemand auf die Idee kommen, ich gehöre dem "falschen Lager" an.
Ich bin bekennender Linksliberaler und wundere mich über das hier zitierte Demokratieverständnis.
Allein der letzte Satz "Am Ende der Mahnwache wurden natürlich die beiden Mistkübel entfernt und alle Beteiligten fanden, dass dies ein großartiges Zeichen für gelebte Demokratie in der VG Puderbach gewesen sei." vermittelt mir eine Einschränkung der Gedankenfreiheit. Nicht alle Aussagen der AFD sind falsch, wohl aber vermutlich die Schlüsse, die der Hörer ziehen soll.
Nein - egal wie verderblich politische Aussagen sein mögen - Unterdrückung der Redefreiheit ist undemokratisch. Einschüchterung und Nötigung finde ich kein Zeichen von gelebter Demokratie. Pferdemist als Metapher ist unterste Schublade.
Die Gefahr der Demonstrationen gegen Rechts ist, wenn einzelne Bestimmen, was man sagen darf und was nicht - Also Denkverbot – Nicht jeder, der eine Wahlkampfveranstaltung besuchen möchte, sollte als „Rechter“ beschimpft werden. Denn in Deutschland gilt auch die Informationsfreiheit.
Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden (R.Luxemburg)
Politisch andersdenkende sollte man mit Argumenten bloßstellen - nicht mit Pferdedung.
Jürgen Wolfgang Mäuer

#1 von Jürgen Wolfgang Mäuer, am 26.05.2019 um 23:18 Uhr

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