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Nachricht vom 20.05.2019    

Die Uhrturm-Galerie in Dierdorf präsentierte Preisträger

Als Ergänzung zum parallel stattfindenden Stadtfest in Dierdorf fand in der Uhrturm-Galerie eine bemerkenswerte Ausstellung der bildenden Künste statt. Ulrich Christian, und seine künstlerischen Mitstreiter, hatten die Preisträger von 2016 und 2018 eingeladen, ihre Exponate in dem einzigartigen, historischen Gemäuer des Uhrturms auszustellen.

Fotos: wear

Dierdorf. Vor der Eröffnung der Ausstellung versammelte sich eine ansehnliche Anzahl von Kunstkennern- und Liebhabern vor dem Uhrturm, um den Begrüßungsworten von Ulrich Christian zu lauschen. Er berichtete, dass die Galerie seit 1996 einen Kunstpreis vergibt, der von der Sparkasse Neuwied als Hauptsponsor unterstützt wird. Die Preisträger von 2016 und 2018 erhielten nun im Rahmen der Ausstellung die Gelegenheit, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Einzelnen benannte Ulrich Christian die Preisträger und hob kurz ihre künstlerische Richtung und Deutung hervor.

Während die Neuwieder Malerin Lilo Jaschik ihre Liebe zu mediterranen Häusern und Dörfern in ihren Landschaftsaquarellen zum Ausdruck bringt, neigt Rudolf Rax aus Rheinbreitbach eher zu eher realitätsnahen Portraits von Promis wie Salvador Dali, John Wayne, Amy Winehouse oder Winston Churchill. Breiten Raum nimmt die bedrohte Natur in den Bildern von Frieda Wionczek aus Rüscheid, sowie von Ursula Schulze aus Windhagen ein. Beispiel dafür sind die Elster in der sterbenden Waldlandschaft, oder die Schleiereule, alleine und ganz verloren wirkend in der Mitte des Bildes, zudem noch versehen mit einem Fadenkreuz, wie zum Abschuss freigegeben. Die Bilder von Susanne Schwarz führen hinaus in neue, phantastische Welten, die auf geometrische und stereometrische Grundformen, wie beispielsweise Dreieck oder Kugel, verweisen. Abgerundet wird die Ausstellung durch die Plastiken von Ruth Schwenker aus Hammerstein, die mit ihren Plastiken einen Ruhepol für das betrachtende Auge schuf. Stadtbürgermeister Thomas Vis dankte den Organisatoren und Künstlern für ihr Engagement, zudem zeigte er sich tief beeindruckt von der Vielfalt der ausgestellten Werke und lobte die Kunstszene in der heimischen Region. Musikalisch begleitet wurde die kurze Eröffnungszeremonie von den beiden Musikerinnen Selina und Chantal Hammer, die mit Saxofon und Keyboard zu gefallen wussten, dabei unter anderem Songs wie „Fever“ und „Der Sonderzug nach Pankow“ interpretierten.

Anschließend begaben sich die Besucher in die engen Räumlichkeiten des Uhrturms, um sich von den Werken der Künstler inspirieren zu lassen. Viel Geschmack, und ein glückliches Händchen bewiesen die Veranstalter bei der Einrichtung der Ausstellung, jeder der beschriebenen Künstler konnte bis zu acht Bilder präsentieren, die en bloc zu bewundern waren, aber auch in einer Zusammenfassung der verschiedenen Stilrichtungen. Die Bilder in all ihrer Farbenpracht, kamen in den schmalen Gängen und Treppen beeindruckend zur Geltung, zumal das historische Gemäuer einen effektvollen Hintergrund schuf. Da die ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler sich auch vor Ort befanden, hatten die interessierten Besucher die Gelegenheit, mit ihnen zu „fachsimpeln“, über die Interpretation eines Bildes zu diskutieren, aber vielleicht auch im Sinne der Kunst zu streiten.

Auf jeden Fall hat Dierdorf in der Galerie am Uhrturm mit der Ausstellung einen Anziehungspunkt für Kunstkenner, und solche, die es noch werden wollen, geschaffen. Die Ausstellung ist bis zum 23. Juni 2019 zu besichtigen, die Öffnungszeiten sind samstags von 14 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, man kann nur jedem Kunstinteressierten raten, die Chance zu nutzen, sich über die Qualitäten der heimischen Künstler selbst ein „Bild“ zu machen, im Sinne des Wortes.

Dierdorf hatte, wie eingangs erwähnt, am Sonntag noch eine weitere Attraktion zu bieten. Das Stadtfest lockte viele Menschen aus der Region nach Dierdorf. In Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag hatten sich viele Händler um den Marktplatz herum positioniert, um Nützliches an den Mann, beziehungsweise an die Frau, zu bringen. Auf der großen Show-Bühne am Marktplatz konnten sich Vereine und Schulen präsentieren, unter anderem hatten die Bläserklassen des Martin-Butzer-Gymnasiums und der Nelson-Mandela-Realschule ihre Auftritte, ebenso überzeugten das Ballettstudio Arabesque und das Blasorchester Maischeid-Stebach. Alle Beteiligten ernteten von dem begeisterten Publikum herzlichen Applaus. Im Laufe des Nachmittags kamen immer mehr Menschen nach Dierdorf, weil die meisten zunächst dem Wetter nicht trauten.

Stadtbürgermeister Thomas Vis zeigte sich bei einem kurzen Gespräch sehr zufrieden mit dem Verlauf des Stadtfestes in seiner Stadt, zumal, trotz aller widrigen Prognosen, der Wettergott ein Einsehen hatte, und den Regen auf den Montag verschob. (wear)



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