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Nachricht vom 16.05.2019    

Der Barbaraturm in Malberg - Aussichtsplattform und Rastplatz für Wanderer

Der Barbaraturm, eine Aussichtsplattform in der Nähe des Westerwaldortes Malberg in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain, soll als ehemaliger Förderturm an die Zeit des Erzbergbaus in der Region erinnern. Mit 22 Metern Höhe bietet der im Jahr 2013 auf der Steineberger Höhe errichtete Aussichtsturm einen imposanten Blick über die Höhen des nördlichen Westerwaldes. Unmittelbar am Wanderweg „Druidensteig“ gelegen, dient der Turm mit einem ehemaligen Schachthaus als überdachten Bereich und mehreren Ruhebänken auch als Rastmöglichkeit für Wanderer. Doch hat der Förderturm eine lange Reise hinter sich, denn ursächlich stammt er aus einer Grube aus Bad Grund im Harz.

Beeindruckend steht er da, der Barbaraturm als Denkmal des Eisenerzabbaus im nördlichen Westerwald. Fotos: GRI

Malberg / Region Betzdorf-Gebhardshain. Beeindruckend steht er da, der Barbaraturm als Denkmal des Eisenerzabbaus im nördlichen Westerwald. Unmittelbar bei der Gemeinde Malberg in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain errichtet, soll der Turm an den Abbau des Eisenerzes in der ehemaligen Grube Bindweide erinnern. Wer die vielen Stufen bis zur 22 Meter hohen Plattform ersteigt, wird mit einem imposanten Blick über die Höhen des Westerwaldes bis ins Siegerland belohnt. Und wer als Besucher des romantischen Ortes Ruhe genießen möchte, der nimmt auf einer der Ruhebänke Platz, die vereinzelt sogar mit Tischen ausgestattet sind, damit der Wanderer ungestört sein Pausenbrot genießen kann. Denn unmittelbar am Aussichtsturm führt der Druidenstein, ein gut ausgeschilderter und ausgebauter Wanderweg, vorbei. Und sollte der Wettergott einmal kein Einsehen haben, bietet das Schachthaus am Eingang zum Turm ausreichend Schutz.

Förderturm soll an die Zeit des Erzbergbaus erinnern

Um dem Erzbergbau in der Region ein Zeichen zu setzen, war schon seit mehreren Jahren die Errichtung eines Förderturms in der Nähe des ehemaligen Erzbergwerks Bindweide als Denkmal und Aussichtsplattform geplant. In der Grube Bindweide wurde bis 1931 Erzbergbau betrieben. Die Menschen in der Umgebung waren sehr eng mit dem Bergbau verbunden. So waren in der Grube Bindweide mehr als 600 Arbeiter mit der Eisenerzförderung beschäftigt. Fast jeder Erwerbstätige im nördlichen Westerwald und der Siegregion konnte damals sein Brot durch das Vorhandensein einer der vielen Erzgruben verdienen. Sei es als Hauer oder Steiger in der Grube selbst oder durch den Transport oder die Verarbeitung des Eisenerzes. Die Grube Bindweide besaß einen Förderturm, der aus einem Stahlfachwerk bestand. Leider wurde dieser Turm nach der Grubenstilllegung abgebaut und stand somit für das geplante Denkmal nicht mehr zur Verfügung. Doch die Idee nach einem Denkmal hatte Bestand. Deshalb machte sich eine Privatinitiative auf die Suche nach einem nicht mehr benötigten Förderturm und wurde im Jahr 1999 in Bad Grund im Harz fündig.




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Ein Förderturm geht auf die Reise

Auf der Informationstafel am Barbaraturm steht dazu folgendes geschrieben: „Der Barbaraturm hat eine ungewöhnliche Reise hinter sich. Früher stand er als Förderschacht über dem Westschacht des Blei-Zink-Erzbergwerkes Grund in Bad Grund im Harz. Das stählerne Fördergerüst wurde im Jahr 1941 von der Firma Louis Eilers (Hannover) errichtet. Die Seilscheibenachse liegt auf einer Höhe von 17,43 Metern. Die dazu gehörige Fördermaschine, eine elektrische Trommelfördermaschine mit einer Leistung von 125 kW, stammt aus dem Jahre 1942 und wurde von der Firma Schmidt, Kranz & Co aus Nordhausen konstruiert. Als im Jahre 1992 das Erzbergwerk Grund stillgelegt wurde, blieb zunächst die kleine Anlage am Westschacht erhalten, bis schließlich am 29. März 1999 das Fördergerüst demontiert wurde. Der Förderturm wurde vor der Verschrottung gerettet und in mehrere Teile zerlegt. In Friedewald im Westerwald wartete der Turm 14 Jahre auf seine Wiederauferstehung.“

Wiederaufbau und Inbetriebnahme

Doch dauerte die Suche nach einem geeigneten Gelände und nach Sponsoren für den Wiederaufbau fast 15 Jahre. Mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der Aktivitäten der Privatinitiative konnte der Förderturm im Herbst 2013 nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten schließlich am heutigen Standort aufgestellt werden. Im Frühjahr 2014 erhielt der Turm ein kleines Schachthaus und wurde im Mai 2014 in einem feierlichen Festakt eingeweiht. Der Turm ist ganzjährig geöffnet und befindet sich „Auf der Steineberger Höhe“ in 57629 Malberg. Über den Wanderweg Druidensteig ist die ehemalige Grube Bindweide in nur 1,8 Kilometern erreichbar. Jedoch befindet sich der Eingang zum Besucherbergwerk in Steinebach/Sieg, etwa 1,6 Kilometer vom Barbaraturm entfernt und über die Kreisstraße K 122 erreichbar. (GRI)


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