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Nachricht vom 15.05.2019    

Schulausfall wegen Lehrermangel ist ein unhaltbarer Zustand

Lehrermangel führt dazu, dass viele Grundschüler gar nicht erst zur Schule kommen müssen. In einer Anfrage an die Landesregierung wollte die CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth wissen, wie viele reguläre Unterrichtstage in den vergangenen drei Schuljahren an den Grundschulen im Landkreis Neuwied nicht gegeben wurden.

Symbolfoto

Kreis Neuwied. Das bedeutet, dass an diesen regulären Unterrichtstagen die Kinder aufgrund von Lehrermangel komplett zu Hause bleiben mussten, was offensichtlich landesweit ein Problem ist.

Das Ergebnis ist alarmierend. Von den insgesamt 41 Grundschulen im Kreis Neuwied waren 29 Grundschulen von Ausfällen ganzer Schultage betroffen. Hier mussten komplette Schulklassen nach Hause geschickt werden. Im vergangenen Schuljahr 2017/18 belief sich dabei die Gesamtanzahl ausgefallener Schultage an 24 Grundschulen im Landkreis sogar auf 148 Tage. Dabei lag die Spannbreite ausgefallener Schultage zwischen 1 und 22 Tagen.

Landtagsabgeordnete Ellen Demuth ist besorgt über diese Zahlen: „In der Grundschule werden die Grundlagen für das Leben gelegt. Die Personaldecke, mit der die Landesregierung unsere Grundschulen ausstattet, ist zu dünn. Dass Lehrerinnen und Lehrer mal wegen Krankheit oder Weiterbildung keinen Unterricht erteilen können, ist zu erwarten und muss bei der Bemessung des Personals berücksichtigt werden. Die Unterrichtsversorgung bedarf dringend der Verbesserung. Unterrichtsausfall darf nicht verharmlost werden.“

Ellen Demuth fordert die Landesregierung auf, weitere Lehrer einzustellen, damit zukünftig an keiner Grundschule Kinder nach Hause geschickt werden: „Es muss selbstverständlich sein, dass alle Schultage erteilt werden. Das ist die Grundaufgabe unseres Staates. Die Landesregierung muss die Grundschulen deshalb mit ausreichend Lehrkräften ausstatten. Der Ausfall von ganzen Unterrichtstagen ist ein unhaltbarer Zustand. Wozu der dauerhaft hohe Unterrichtsausfall führt, zeigt die IQB-Studie: Nach dieser erreichen mehr als ein Drittel der Viertklässler in Rheinland-Pfalz nicht die Lesekompetenzstufe 3, die als Mindestanforderung für das grundlegende Verstehen von Texten gilt.“


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