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Nachricht vom 19.04.2019 - 23:20 Uhr    

Task Force für Gleichwertige Lebensverhältnisse

Der Landkreis Neuwied ist mit seinen über 185.000 Einwohnern und einer Fläche von 627 qkm ein klassischer Flächenlandkreis, hat damit auch die klassischen Probleme eines solchen, dem die Kommunalpolitik in Stadt und Landkreis zu begegnen versucht. „Wissenschaft und Kommunalpolitik sind sich seit langem darin einig, dass die Attraktivität des ländliche Raumes und die Daseinsvorsorge auf den Dörfern aktiv sicher gestellt werden muss und von allen politischen Ebenen endlich Taten folgen müssen, dafür wäre eine Task Force sinnvoll,“ so Landrat Achim Hallerbach.

Logo: Kreis Neuwied

Kreis Neuwied. Die Veranstaltung des Rheinland-Pfälzischen Landkreistages gemeinsam mit der Technischen Universität Kaiserslautern zu „Gleichwertigen Lebensverhältnissen“ hatte deutlich gezeigt, dass in Rheinland-Pfalz bezogen auf gleichwertige Lebensbedingungen noch einiges im Argen liegt.

„Wir sind im Landkreis Neuwied mit vielen guten Entscheidungen und Aktionen dabei, unseren ländlichen Raum attraktiv zu halten. Wir haben ein sehr gutes Angebot im Bereich der Kinderbetreuung, was uns im Norden des Kreises Zuzüge aus NRW beschert, in der Verbandsgemeinde Asbach wird mit der Unterstützung von Medizinstudenten und Ärzten einem absehbaren Ärztemangel entgegen gewirkt, in Rengsdorf-Waldbreitbach wird intensiv an der Verbesserung der touristischen Infrastruktur gearbeitet. Die Dorfmoderationen zeigen, dass viele ehrenamtlich tätige Menschen engagiert für die Zukunft ihrer Dörfer eintreten“, so Achim Hallerbach weiter und bestätigt die Aussage des Parlamentarischen Staatssekretärs aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel, bei der Tagung.

Hans-Joachim Fuchtel ist sich sicher, dass die meisten Menschen gerne auf dem Land leben, sie jedoch eine ebenso starke Stimme wie die Städte brauchen. Er unterstrich den politischen Willen, dass es Ziel sei, dass gute Chancen und Möglichkeiten für die Menschen unabhängig von ihrem Alter und ihrem Wohnort zu schaffen.

Die Landräte sind sich einig, dass im ländlichen Raum ein enormer Ideenreichtum und ein beispielloses Engagement vorhanden ist, dass es nun an der Politik sei dies zu unterstützten. Notwendig sei neben dem flächendeckenden Breitbandausbau auch die Mobilfunkversorgung zu verbessern, effiziente, passgenaue Maßnahmen zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung und kreative Möglichkeiten für die Nahversorgung zu finden, die Versorgung mit Kitas und Schulen sichergestellt, die Straßeninfrastruktur zu verbessern und ein gutes ÖPNV-Angebot als Pflichtaufgabe der kommunalen Selbstverwaltung zu etablieren.

„Was zu tun ist, wissen wir Kommunalpolitiker recht genau, aber dafür brauchen wir passgenaue Förderprogramme und eine gute Finanzausstattung durch das Land“, unterstreicht Achim Hallerbach die Forderungen des Rheinland-Pfälzischen Landkreistages.

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